Ärztinnen und Ärzte – Informationsmöglichkeiten im Überblick

Alzheimer und andere Demenzformen wird häufig zu spät oder gar nicht diagnostiziert. Das mag vor allem daran liegen, dass die Betroffenen und ihre Familien die Symptome mit dem Alter erklären. Aber beinahe jeder Mensch geht mehrfach im Jahr zum Hausarzt, muss zur Zahnärztin, zum Orthopäden oder einer Internistin. All diese Termine sollten Ärztinnen und Ärzte nutzen, um dem Verdacht auf Demenz nachzugehen. Fortbildungen schulen den Blick.

In dem Grade, wie die Gesellschaft altert, entwickelt sich Alzheimer zu einer Volkskrankheit. Dennoch bleiben viele Fälle lange unentdeckt. Noch höher ist die Dunkelziffer bei selteneren Demenzformen wie der vaskulären oder der frontotemporalen Demenz – ganz zu schweigen von Delirien und Depressionen, die sich mitunter mit demenzartigen Symptomen äußern. Mediziner, die sich intensiv mit Demenzen befassen, rufen die Kolleginnen und Kollegen anderer Disziplinen deshalb vermehrt dazu auf, Indizien auf den Grund zu gehen. Viele Menschen suchen jahrelang dieselben Praxen auf. Die behandelnden Ärzte bemerken also am ehesten, ob die kognitiven Fähigkeiten ihres Gegenübers überdurchschnittlich abnehmen.

Informieren per Telefon

Eine Frage, die sich in diesem Fall stellen könnte, lautet: Wie spreche ich einen Menschen auf den Verdacht an, dass er demenzkrank sein könnte? Fachlichen Rat und Informationen erhalten Mediziner bei der Info-Hotline des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen. Unter der Rufnummer 01803 779900 beraten die Experten mittwochs von 12:30 bis 15:30 Uhr zu allen Fragen rund um Demenz.

Fortbildungen

Die Forschung zu Alzheimer und anderen Demenzen schreitet voran. Mediziner sollten nicht nur wissen, welche Therapien möglich sind und welche Hilfen Angehörige erhalten können. Der Umgang mit Demenzkranken erfordert besondere Kenntnisse. Neben der Bundesärztekammer und den Landesärztekammern bieten folgende Fachgesellschaften Fortbildungen an (für Internetverweise siehe Linkliste):

  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
  • Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)
  • Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG)
  • Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP)

Fachliteratur und Veranstaltungen

14 psychiatrische Universitätskliniken haben gemeinsam ein Kompetenznetz Demenzen ins Leben gerufen, gefördert von der Bundesregierung. Unter anderem bündeln die Experten die Ergebnisse ihrer Forschungen und erarbeiten bundesweit einheitliche Richtlinien für die Diagnostik und Therapie. Auf seiner Website empfiehlt das Kompetenznetz regelmäßig neueste Fachliteratur und informiert Sie über Veranstaltungen zum Thema Demenz.

Selbsthilfegruppen

Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen brauchen Zuwendung und Hilfe, die über ärztlichen Rat hinausgehen. In vielen deutschen Städten und Gemeinden gibt es Selbsthilfegruppen. Ärztinnen und Ärzte genießen oft hohes Vertrauen bei ihren Patienten. Kommt der Hinweis auf solche Gruppen "vom Doktor", nehmen ihn viele Menschen ernster, als wenn sie ihn in einer Broschüre lesen.

Zusammenarbeit verbessern

Viele Mediziner und Pflegekräfte bemängeln eine ungenügende Zusammenarbeit, wenn es um Demenzen und den Umgang mit diesen Krankheiten geht.
Die Bundesregierung hat ein Projekt gefördert, das sich dieses Themas angenommen hat: KoVerDem.

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Alzheimer-Telefon

0 18 03 - 17 10 17 0,09 € / Minute
030 - 259 379 514 nach Tarif

Ein Service der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

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