Eigene Wohnung – vertraute Umgebung

Derzeit leben in Deutschland etwa zwei von drei Demenzkranken in den eigenen vier Wänden. Diese Zahl spiegelt den Wunsch der meisten Menschen wider, im Alter in der gewohnten Umgebung zu bleiben. Sie zeigt aber auch, welch entscheidende Rolle die Familie in unserer Gesellschaft noch immer spielt.

Trotz Demenzdiagnose zu Hause wohnen – das geht, wenn es familiäre Unterstützung gibt (Foto: Michael Hagedorn)
Foto: Michael Hagedorn

Denn in der Regel sind es nahe Angehörige, die sich um Demenzkranke kümmern. Anfangs genügt es, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Später benötigen demenzkranke Familienmitglieder aber weit mehr Hilfe. In dieser Phase können und sollten pflegende Angehörige die Unterstützung der Gesellschaft annehmen. Die Kommunen, private Pflegedienste, aber auch Ehrenamtliche bieten an, Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen das Leben mit der Krankheit zu erleichtern.

Trotz Demenzdiagnose zu Hause wohnen – das geht. Am besten gelingt dies jenen, die zur richtigen Zeit professionelle Hilfe bekommen und auch zulassen. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Familie gründlich mit der Situation auseinandersetzt und offen bespricht, in welchem Umfang sie helfen kann und möchte und wo sie externe Hilfe braucht.
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Wer einen demenzkranken Menschen pflegt, hat Anspruch auf die professionelle Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes, der zum Beispiel beim Waschen, beim Aufstehen und beim Gang zur Toilette hilft. Allerdings muss der Dienstleister von der Pflegekasse anerkannt sein. Angehörige sollten bei der Auswahl auf einige Qualitätskriterien achten.
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