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Informationen für Nachbarn und Freunde

Freunde und Nachbarn wissen oft nicht, wie sie mit Demenzkranken in ihrem näheren Umfeld umgehen sollen. Aus Hilflosigkeit meiden sie dann oft den Kontakt. Dabei brauchen Betroffene Menschen, die zu ihnen stehen, sie aufheitern und sie auf die ein oder andere Art im Alltag unterstützen. Der Wegweiser vermittelt Wissen über die Krankheit und ihren Verlauf und hilft, Berührungsängste abzubauen.

Alzheimer lässt sich Monate, manchmal Jahre überspielen. Das schadet aber mehr, als es nützt. Denn eine frühe Behandlung ermöglicht es, länger selbstständig und selbstbestimmt zu leben. Sollten Sie beobachten, dass Ihr Freund oder Ihre Freundin fürchterlich zerstreut ist und sich neuerdings immer öfter bei langen Sätzen verheddert, könnte das ein erstes Anzeichen sein. Aufmerksamkeit ist auch geboten, wenn Ihr Nachbar oder Ihre Nachbarin Sie zum Beispiel nicht mehr erkennt oder im Treppenhaus hilflos umherirrt.

Füreinander da sein

Falls sich die Befürchtung bewahrheitet, ist es wichtig, Menschen mit Demenz nicht allein zu lassen – auch wenn sie dazu neigen, sich zurückzuziehen. Soziale Kontakte, Verständnis und Unterstützung tun den Erkrankten und ihren Familien gut. Reden Sie mit Ihren demenzkranken Freunden über deren Ängste, Wünsche und Vorstellungen und informieren Sie sich über den Krankheitsverlauf. Denn mehr als jede andere Erkrankung ist eine Demenz mit immer stärkeren Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen verbunden.

Unterstützung leisten

Überlegen Sie sich rechtzeitig, ob und in welchem Umfang Sie Ihre kranke Freundin oder Ihren kranken Nachbarn und deren Angehörige später unterstützen können. Indem Sie die Betroffenen beispielsweise an wichtige Termine erinnern, zum Arzt begleiten, einmal pro Woche einen Nachmittag oder Abend auf sie aufpassen, miteinander Musik hören, spazieren gehen oder Abendbrot essen, sorgen Sie für Abwechslung im Alltag. Damit unterstützen Sie nicht nur den erkrankten Menschen, Sie schenken auch den pflegenden Angehörigen kostbare Freizeit. Wichtig ist allerdings, sich gut auf die Aufgaben vorzubereiten.

Mit Demenzkranken richtig umgehen

Denn Menschen mit Demenz verlieren nach und nach die Fähigkeit zu kommunizieren und sich zurechtzufinden. Sie brauchen Zeit und Ruhe, um über den nächsten Schritt oder eine Antwort nachzudenken, und bringen Vergangenheit und Gegenwart zunehmend durcheinander. Gutes Zureden, Argumente und das Beharren auf Tatsachen helfen hier nichts. Versuchen Sie stattdessen, sich in die Welt der Betroffenen hineinzuversetzen. Mit der Zeit werden Sie ein Gespür dafür entwickeln, wie Sie sie am besten unterstützen können. In der Rubrik Alltag mit Demenz finden Sie dazu viele Tipps.

Genau hinsehen

Sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage, für sich selber zu sorgen, sollten Sie auch ein Auge darauf haben, wie mit den Kranken umgegangen wird. Wenn Sie beobachten, dass Ihr kranker Freund oder Ihre kranke Nachbarin zu Hause schlecht versorgt wird, suchen Sie am besten zuerst das Gespräch mit den pflegenden Angehörigen oder Mitarbeitern des ambulanten Pflegedienstes. Wenn das nichts bringt, ist die Pflegeversicherung der richtige Ansprechpartner. Bereitet die Situation im Pflegeheim oder in anderen Wohnformen Sorge, dann sollten Sie zunächst mit der zuständigen Pflegedienstleitung reden. Ändert sich nichts, schalten Sie am besten die Heimaufsicht oder wiederum die Pflegeversicherung ein. Übrigens: Jeder und jede kann eine rechtliche Betreuung beim Amtsgericht für einen demenzkranken Menschen anregen. Dieser Schritt ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie merken, dass Ihre kranke Bekannte oder Ihr kranker Nachbar zunehmend verwirrter wird, aber niemand da ist, der sich um sie oder ihn kümmert.

Vorbeugen ist immer richtig

Wenn Sie sich jetzt fragen, ob sich Demenz verhindern lässt: Vorbeugung lohnt sich auf jeden Fall. Wer bewusst und gesund lebt, kann das Demenz-Risiko senken. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass körperlich fitte und geistig rege Menschen seltener demenzkrank werden. Eine wesentliche Rolle bei der Prävention spielen eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und der Kontakt zu anderen Menschen.

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