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Eine Gruppe Menschen unterschiedlichen Alters demonstrieren auf der Straße, sie halten ein Banner mit der Aufschrift Aktiv und selbstbestimmt mit Demenz

Professionell helfen

Demografischer Wandel, berufliche Mobilität und eine steigende Zahl von Single-Haushalten – Familien werden in Zukunft immer weniger in der Lage sein, Demenzkranke in dem Umfang zu Hause zu pflegen wie bisher. Der schon heute nicht abgedeckte Bedarf an geschulten Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Therapeutinnen und Beratern wird noch weiter steigen, ebenso wie der Bedarf nach früher Diagnose.

Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in helfenden Berufen. Als Arzt oder Ärztin in den Bereichen Gerontologie, Psychologie aber auch im Hausärztesystem, als Krankenschwester, Beschäftigte in der Altenpflege, Ergo- und Musiktherapie sowie als Fachberaterinnen und -berater in der Altenhilfe oder Leitende von Pflegeeinrichtungen und -heimen kommen viele von ihnen auch mit Demenzkranken in Kontakt. Wer sich für einen Beruf in diesem Umfeld interessiert oder sich in Richtung Behandlung und Betreuung Demenzkranker weiterbilden möchte, findet garantiert das Passende – unabhängig vom Schulabschluss. Die wichtigsten Berufsmöglichkeiten im Überblick:

Demenzkranke ärztlich behandeln

Hausärzte oder Hausärztinnen sind meist die Ersten, die Alzheimer oder eine andere Demenzform erkennen und die Betroffenen auch nach der Diagnose noch lange begleiten. Dafür ist ein besonderes diagnostisches Geschick nötig, da Demenzkranke im Verlauf der Krankheit immer schlechter mitteilen können, ob und welche anderen Beschwerden sie haben. Durch entsprechende Weiterbildungen können Hausärztinnen und Hausärzte sich auf diese Aufgabe vorbereiten. Auch Fachärzte und -ärztinnen wie Neurologen, Gerontopsychiater oder Internisten können durch die richtige Diagnostik und Behandlung Entlastung für Demenzkranke und deren Umfeld schaffen.

Demenzkranke im Krankenhaus

Demenzkranke, die ins Krankenhaus müssen, sind mit der Situation oft überfordert. Sie haben Angst und finden sich in der neuen Umgebung nicht zurecht. Umso wichtiger ist es, dass Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte sensibel mit ihnen umgehen. Fachliteratur und Schulungen bereiten das Personal in Kliniken darauf vor.

Ambulant, im Heim oder Krankenhaus pflegen

Je stärker eine Demenz fortschreitet, desto weniger können sich Betroffene verständlich machen, sie sind leichter reizbar und geraten schneller unter Stress. Eine unbekannte Situation, zum Beispiel ein Krankenhausaufenthalt, sorgt zusätzlich für Stress. Fachpersonal in den Einrichtungen kann sich auf den richtigen Umgang mit den Erkrankten vorbereiten. Berufsverbände, Arbeitgeber und freie Träger bieten entsprechende Weiterbildungen und Seminare an. Allgemeine Informationen zu allen helfenden Berufen und den dazugehörigen Ausbildungen gibt es zum Beispiel bei der Agentur für Arbeit.

Therapeutisch unterstützen

Medikamente können eine Demenz bisher nicht heilen, sondern nur den Krankheitsverlauf hinauszögern und den Leidensdruck lindern. Betroffene benötigen deshalb auch begleitende nicht medikamentöse Therapien. Psychologinnen und Psychologen sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten helfen insbesondere Demenzkranken im Frühstadium, mit ihrer Situation besser umzugehen. Krankengymnastik und Ergo- und Musiktherapie unterstützen Betroffene dabei, ihre Fähigkeiten und damit ihre Lebensqualität und Eigenständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Das reduziert auch gesundheitsschädlichen Stress.

Betreuung und Pflege organisieren

Wer gut organisieren kann sowie einfühlsam und kommunikativ ist, kann als Altentherapeut beziehungsweise -therapeutin soziale und therapeutische Dienste planen oder als Fachberater beziehungsweise Fachberaterin in der Altenhilfe gemeinsam mit sozialen Trägern und Einrichtungen die kommunale Seniorenarbeit leiten. Wer in Heimen oder Tageseinrichtungen Führungsaufgaben übernehmen möchte, kann sich zum Fachwirt oder zur Fachwirtin für Alten- und Krankenpflege weiterbilden lassen.

In helfende Berufe hineinschnuppern

Junge Menschen, die sich für einen helfenden Beruf interessieren, können nach der Schule ein Pflegepraktikum in einem Krankenhaus oder Altenheim machen. Sie sollten dafür mindestens zwei Monate einplanen, um einen umfassenden Eindruck von den Aufgaben vor Ort zu erhalten und wertvolle Lebenserfahrung zu sammeln. Krankenhäuser und Sozialstationen nehmen Bewerbungen gerne entgegen.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren

Wer schon weiß, dass er sich länger um ältere und pflegebedürftige Menschen kümmern möchte, kann ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Altenheim, Pflegeheim oder einer ambulanten Einrichtung absolvieren. Die jeweiligen Träger freuen sich, wenn junge Menschen sie bei ihrer Arbeit unterstützen und die Heimbewohner und Heimbewohnerinnen durch Zeit für individuelle Gespräche und zusätzliche Aktivitäten aufheitern.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Professionell helfen finden Sie im Weblog-Beitrag Weggelaufen? Nein: hingelaufen!

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