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Eine Schwester bereitet die Untersuchung für eine Kernspintomographie vor. Ihre Kollegin sitzt in einem Vorraum und bearbeitet Unterlagen

Eigenes Entlassungsmanagement

Wichtig am Entlassungstag ist, dass Patienten und pflegende Angehörige alle Informationen und Dokumente für die weitere medizinische Versorgung erhalten. Dazu gehören der Arztbrief mit Informationen und Therapieempfehlungen für den weiterbehandelnden Hausarzt sowie der Pflegeüberleitungsbogen mit pflegerischen Informationen für die Weiterversorgung. Idealerweise enthalten diese Dokumente nicht nur Informationen über Diagnosen, verordnete Medikamente, Wunden, Therapieempfehlungen und Laborwerte, sondern auch über den Umgang mit den Besonderheiten des Patienten mit Demenz.

Der Klinikarzt oder die Ärztin kann für sieben Kalendertage Verordnungen ausstellen, auch für häusliche Krankenpflege. Die Verordnung verliert nach sieben Kalendertagen ihre Gültigkeit, wenn sie nicht in Anspruch genommen wurde.
Der weiterbehandelnde Arzt ist zeitnah über die Therapie und die verordneten Einheiten zu informieren.

Entlassung ohne Medikamente

Am Mittwoch, Freitag und zum Wochenende ist häufig der Hausarzt nicht zu erreichen, um Rezepte für Medikamente und Verordnungen auszustellen. Wenn das Entlassungsdatum besprochen wird, sollten Angehörige und gesetzliche Betreuer im Krankenhaus zum Beispiel nach Medikamenten für das bevorstehende Wochenende fragen.

Laut GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (Fünftes Buch Sozialgesetzbuch, SGB V §39, Absatz 1a), haben die Klinikärzte das entsprechende Verordnungsrecht dazu.
Zur Konkretisierung der Rechte und Pflichten hat der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entsprechende Richtlinien erlassen.

Entlassung ohne Überleitung

Neben dem Arztbrief ist bei einem pflegerischen Bedarf auch ein Pflegeüberleitungsbogen an den Pflegedienst und die Kurzzeitpflege im „Entlassungsmanagement“ der Krankenhäuser vorgeschrieben. Angehörige und Betreuer mit entsprechenden Vollmachten können diese Dokumente einsehen.

Transport vorbereiten

Wenn nicht Angehörige den Patienten abholen, muss die Fahrt nach Hause oder ins Heim mit dem Taxi oder sogar einem Krankentransport organisiert werden. Keine Angst die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhaussozialdienstes kümmern sich zunächst um die Organisation des Transfers.
Sie stehen Betroffenen und Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite, damit die weitere Versorgung der Patienten nach der Entlassung optimal verläuft und der weitere Genesungsprozess unterstützt wird.

Weitere Informationen

GKV-Versorgungsstärkungsgesetz – GKV-VSG vom 16. Juli 2015

Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat für das Entlassungsmanagement entsprechende Richtlinien erlassen, die 2017 aktualisiert wurden:

Arzneimittel-Richtlinie: Richtlinie über die Verordnung von Arzneimitteln in der vertragsärztlichen Versorgung

Hilfsmittel-Richtlinie: Richtlinie über die Verordnung von Hilfsmitteln in der vertragsärztlichen Versorgung

Heilmittel-Richtlinie: Richtlinie über die Verordnung von Heilmitteln in der vertragsärztlichen Versorgung

Soziotherapie-Richtlinie - ST-RL: Verordnung im Rahmen des Entlassmanagements (PDF, 100 KB - nicht barrierefrei)

Häusliche Krankenpflege-Richtlinie: Richtlinie über die Verordnung von häuslicher Krankenpflege

 

 

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