Gesellschaft und Demenz

Von Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz sind derzeit rund 1,3 Millionen Männer und Frauen in Deutschland betroffen. Weil wir immer älter werden, sind es 2050 voraussichtlich 2,6 Millionen. Dennoch herrscht viel Unwissen über die Krankheit, die überwiegend Menschen über 65 und einige wenige jüngere trifft.

Zuwendung in einem vertrauten Umfeld gibt Menschen mit Demenz Sicherheit und Stabilität (Foto: Michael Hagedorn)
Foto: Michael Hagedorn

Wer Alzheimer hat, gilt schnell als verrückt, fühlt sich ausgegrenzt und alleingelassen. Darunter leiden auch die Familien. Dabei können und wollen Betroffene oft noch Jahre nach der Diagnose am öffentlichen Leben teilnehmen. Die Gesellschaft sollte sie dabei unterstützen. Angehörige und professionelle Helferinnen und Helfer, aber auch Freunde, der Nachbar, die Verkäuferin im Supermarkt, der Busfahrer und Mitarbeiterinnen von Behörden können dazu beitragen, die Situation von Demenzkranken zu verbessern.

Familien in Deutschland leisten einen unersetzlichen Beitrag, wenn es um die Betreuung und Pflege kranker, alter und gebrechlicher Menschen geht. Ohne sie wäre diese Aufgabe weder finanziell noch personell zu stemmen. Doch die häusliche Pflege Demenzkranker ist alles andere als leicht. Lokale Beratungsstellen, ambulante Dienste, Tageseinrichtungen und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer können unterstützen und entlasten.

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Menschen mit Alzheimer und anderen Formen der Demenz brauchen besondere Zuwendung. Für pflegende Angehörige und professionelle Betreuer ist das aufgrund der großen Arbeitsbelastung nicht immer leicht. Ehrenamtliche können Angehörige entlasten. Auch Demenzkranken tut es gut, wenn freiwillige Helfer und Helferinnen sich mit ihnen beschäftigen – zu Hause oder im Heim.

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Demografischer Wandel, berufliche Mobilität und eine steigende Zahl von Single-Haushalten – Familien werden in Zukunft immer weniger in der Lage sein, Demenzkranke in dem Umfang zu Hause zu pflegen wie bisher. Der schon heute nicht abgedeckte Bedarf an geschulten Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Therapeutinnen und Beratern wird noch weiter steigen, ebenso wie der Bedarf nach früher Diagnose.

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