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Informationen für Demenzkranke

Vor der Diagnose Demenz haben viele Menschen Angst. Erste Anzeichen einer Erkrankung werden gerne verdrängt. Dabei gilt: Eine frühe Behandlung hilft, den Krankheitsverlauf – je nach Ursache – ganz zu stoppen oder zumindest hinauszuzögern. Der WegweiserDemenz bietet Betroffenen Informationen über die Krankheit und macht Mut, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen und Hilfe anzunehmen.

Mal einen Namen oder Termin zu vergessen, ist normal. Häufen sich aber Vorfälle dieser Art und verlieren Sie immer öfter die Orientierung, könnten das erste Anzeichen für eine Demenzerkrankung sein. In diesem Fall sollten Sie so früh wie möglich zu Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin gehen und sich gründlich untersuchen lassen. Denn je früher Alzheimer erkannt wird, desto besser lässt sich die Erkrankung behandeln. Andere Formen der Demenz können eventuell sogar gestoppt oder ganz geheilt werden. Dabei kommen Medikamente ebenso zum Einsatz wie nicht medikamentöse Therapien.

Den ersten Schreck überwinden

Natürlich ist es zunächst ein Schock, mit der Diagnose Demenz konfrontiert zu werden. Dennoch sollten Sie sich nicht zurückziehen und versuchen, die Krankheit zu verheimlichen, sondern offen mit Ihrer Familie und engen Freunden darüber reden. Alzheimer und andere Formen von Demenz sind keine Schande, sondern eine Krankheit, von der derzeit rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Zahlreiche Hilfsangebote unterstützen Sie in der ersten Phase nach der Diagnose, aber auch im weiteren Krankheitsverlauf.

Wie sich die Alzheimer-Krankheit entwickelt

Heilbar sind nur die wenigsten Demenzen. Für Alzheimer gilt das leider nicht. Auch wenn der Verlauf in jedem Fall ein bisschen anders ist, lassen sich hier drei Krankheitsstadien mit relativ typischen Krankheitszeichen unterscheiden:

Im frühen Stadium zeigen sich die Veränderungen häufig als Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Den meisten Betroffenen fällt es immer schwerer, die richtigen Worte zu finden. Auch das Hunger- und Durstgefühl beginnt sich zu verändern.

Im mittleren Stadium müssen Sie sich darauf einstellen, dass Sie Hilfe bei der Körperpflege, im Haushalt und bei anderen alltäglichen Aufgaben und Erledigungen brauchen. Übersteigt der Hilfebedarf mehr als 1,5 Stunden täglich, sollten Sie einen Antrag auf Leistungen bei der Pflegeversicherung stellen. In der Rubrik "Gesetzliche Leistungen" informieren wir Sie ausführlich darüber, was Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sozialämter im Einzelfall übernehmen.

Im späten Demenzstadium ist die Schädigung des Gehirns so weit fortgeschritten, dass der Körper nicht mehr richtig kontrolliert werden kann. Auch die Sprachfähigkeit reduziert sich auf wenige, oft sinnentleerte Worte. Da es nun nicht mehr möglich ist, die eigenen Wünsche zu artikulieren, sollten Sie am besten gleich nach der Diagnose für die Zukunft vorsorgen.

Alles für die Zukunft Regeln

Sie sollten frühzeitig Personen Ihres Vertrauens mit einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigen, Ihre finanziellen, rechtlichen oder medizinischen Angelegenheiten zu regeln. Denn Menschen mit Demenz müssen dafür noch geschäftsfähig sein. Wie Sie sich Ihre medizinische und pflegerische Betreuung vorstellen, können Sie in einer Patientenverfügung bzw. Betreuungsverfügung festhalten. Welche Möglichkeiten der Betreuung es generell gibt, erfahren Sie in der Rubrik "Betreuung und Pflege".

Alltag mit Demenz

Insbesondere im frühen Stadium der Krankheit können Sie noch einiges dafür tun, ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Verfolgen Sie Ihre Hobbys weiter und probieren Sie Neues aus. Bleiben Sie im Alltag mobil und lassen Sie sich von Angehörigen, Freunden und Fachkräften helfen, Ihren Tag gut zu strukturieren und Wichtiges nicht zu vergessen. Das gibt Sicherheit und hilft, den Alltag noch lange weitestgehend allein zu meistern.

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