Informationen für Angehörige
Familien in Deutschland leisten einen unersetzlichen Beitrag, wenn es um die Betreuung und Pflege kranker, alter und gebrechlicher Menschen geht. Doch die häusliche Pflege Demenzkranker ist alles andere als leicht. Der Wegweiser Demenz bietet Angehörigen die nötigen Informationen, um sich auf den Krankheitsverlauf einzustellen, Strategien für den Alltag zu entwickeln, und zeigt Hilfsangebote auf.
Am besten meistern pflegende Angehörige den Alltag, wenn sie offen mit der Krankheit umgehen, sich informieren und die Hilfe holen, die sie brauchen. Lokale Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen bieten hier Rat und die Möglichkeit zum Austausch. Ambulante Dienste, Tageseinrichtungen sowie ehrenamtliche Helferinnen und Helfer stehen Ihnen im Alltag tatkräftig zur Seite. In der Rubrik "Gesellschaft und Demenz" finden Sie im Bereich Familien unterstützen eine Übersicht wichtiger Hilfsangebote und Anlaufstellen.
Den Krankheitsverlauf kennen
Wenn Sie sich genauer informieren wollen, wie die Krankheit verläuft und was dadurch auf Sie zukommt – die Rubrik Medizinischer Hintergrund klärt Sie auf. Ein wichtiger Hinweis in diesem Zusammenhang: Demenz erhöht die Gefahr von Schadensfällen. Daher sollten Sie unbedingt Ihre eigene und die Haftpflichtversicherung der demenzkranken Person informieren.
Tipps für den Alltag miteinander
Es ist nur schwer zu ertragen, wie sich geliebte Menschen durch eine Demenzerkrankung verändern. Jede Menge Tipps, wie sich das Zusammenleben im Alltag erleichtern lässt, finden Sie in der Rubrik Alltag mit Demenz – zum Beispiel, wie sich Konflikte bewältigen lassen und die Kommunikation trotz zunehmender Verständnis- und Sprachprobleme möglich ist. Auch wie Sie Demenzkranken noch lange schöne Momente bereiten können, erfahren Sie hier. Ein wichtiges Mittel ist dabei die sogenannte Biografiearbeit. Durch das gemeinsame Ansehen von Fotoalben lassen sich Erinnerungen an lang zurückliegende Zeiten wachrufen.
Mit den Kräften haushalten
Vergessen Sie bei all der Fürsorge für Ihre kranken Angehörigen nicht sich selbst. Sie müssen mit Ihren Kräften haushalten. Nutzen Sie unterstützende Betreuungsangebote und ziehen Sie auch eine Kurzzeitpflege in Betracht. Manche Pflegeheime und Betreuungseinrichtungen bieten die Möglichkeit, Demenzpatienten vorübergehend für einige Wochen aufzunehmen. In unserer Datenbank finden Sie garantiert geeignete Angebote in Ihrer Nähe. Auch der Austausch mit Menschen, die in der gleichen Lage sind wie Sie, kann helfen.
Die richtige Pflegeeinrichtung finden
Manchmal ist die Pflege zu Hause nur eine bestimmte Zeit lang oder gar nicht möglich. Meistens fällt die Wahl dann auf ein Pflegeheim. Doch daneben haben sich mittlerweile betreutes Wohnen oder auch sogenannte Demenz-Wohngemeinschaften etabliert. Es ist verständlich, wenn Ihnen dieser Schritt erst einmal Bauchschmerzen bereitet. Checklisten helfen Ihnen aber bei Ihrer Entscheidung. Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserer Rubrik Betreuung und Pflege.
Genau hinsehen
Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihre demenzkranken Angehörigen in der gewählten Pflegeeinrichtung nicht gut versorgt werden, dann sollten Sie zunächst direkt mit der zuständigen Pflegedienstleitung darüber reden. Passiert weiterhin nichts, schalten Sie am besten die Heimaufsicht oder die Pflegekasse ein.
Gesetzliche Leistungen
Das soziale Sicherungssystem in Deutschland sieht für Demenzkranke Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung vor, die die Behandlung, Betreuung und Pflege ermöglichen. Übernehmen Angehörige die Pflege, ist beispielsweise Unterstützung in Form von Pflegegeld möglich. Was Betroffenen gesetzlich zusteht, hängt vom konkreten Pflegebedarf ab. In der Rubrik Gesetzliche Leistungen finden Sie Hintergründe und wichtige Tipps. Zum Thema Elternunterhalt und über weitere Pflichten als Angehörige klärt Sie die Rubrik Rechte und Pflichten auf.
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