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Zwei Sanitäter schieben einen älteren Herrn auf einer Krankenliege aus dem Rettungswagen in die Notaufnahme

Herausforderndes Verhalten und Demenz

Es gibt zwei wesentliche Erscheinungsformen des herausfordernden Verhaltens: aggressives und apathisches Verhalten. Je fortgeschrittener die Demenzerkrankung ist, desto häufiger reagieren die Erkrankten mit Apathie

Apathie bezeichnet in der Medizin die Teilnahmslosigkeit, mangelnde Erreichbarkeit und Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen.
Apathie
.

Das aggressive Verhalten führt oft zur problematischen Situation, insbesondere in der häuslichen Pflege.

Grundsätze

  • Aggressives Verhalten kann die erkrankte Person, aber auch Angehörige und Pflegende in Gefahr bringen.
  • Aggressives Verhalten kann von einer Minute zur andern auftreten.
  • Aggressives Verhalten kann hinweisen auf:

- existenzielle Angst

- Stress,

- auf Schmerz,

- ein Delir (akute Verwirrtheit),

- Nichtverstehen einer Situation und

- auf überwältigende Erinnerungen.

Was ist zu tun?

Die Telefonnummern von Pflegedienst, Haus-, Fach- und Zahnarzt an einer zentralen Stelle in der Wohnung parat haben.

  • Frühzeitig über den Wegweiser ein Krankenhaus heraussuchen.

Prüf- und Handlungsschritte

Eigenes Handeln als Auslöser prüfen, zum Beispiel:

  • Unter Zeitdruck eine Handlung ausgeführt,
  • erkrankte Person zu stark reglementiert,
  • den Willen der erkrankten Person nicht oder zu wenig beachtet.

ja

Erkrankte Person ruhig und respektvoll ansprechen.

Blickkontakt herstellen.

Deutlich machen wie wichtig die erkrankte Person einem ist. Versuchen von der Situation abzulenken. Sobald die Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt ist, kann das die Situation entspannen.

nicht vorhanden

Schmerz als Ursache prüfen zum Beispiel:

  •  äußere Wunden,
  • Zahnschmerzen,
  • Blähungen oder Verstopfungen.

ja

Situationsgerecht helfen, zum Beispiel Wundversorgung, Pflegedienst und ggf. Hausarzt anrufen. Weiteres Handeln abhängig von der Diagnose des Arztes.

nicht vorhanden

äußere Ursachen prüfen:

  • andere, fremde Umgebung, zum Beispiel Krankenhaus
  • fremde Geräusche
  • fremde Menschen
  • Unter-/Überforderung

ja

Versuchen von der Situation abzulenken

  • Erkrankte Person ruhig und respektvoll ansprechen „Oh, was ist passiert?, oder „Geht es Dir/Ihnen gut?“
  • Blickkontakt herstellen
  • Gefühl der Sicherheit vermitteln.

Zentrales Ziel: Die De- Eskalation der Situation

Deshalb:

  • Ruhe und Ablenkung helfen für den Moment. Eigenes Handeln als Auslöser des aggressiven Verhaltens nicht ausschließen! Möglicherweise hat sich Ihr Stress auf die erkrankte Person übertragen oder Ihr Handeln wurde missverstanden.
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