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Die linke Hand eines älteren Mannes liegt auf der Tastatur eines Klaviers

Rat und Hilfe – nachfragen statt abwarten

Demenzkranke und ihre Angehörigen sind nicht allein. Für Betroffene, die im Frühstadium der Krankheit oft verzweifelt sind, gibt es Hilfsangebote. Auch pflegende Angehörige finden bei zahlreichen Organisationen Rat und können in Selbsthilfegruppen Erfahrungen austauschen. Zudem bieten die Pflegekassen Schulungen für Angehörige an, die einen demenzkranken Menschen zu Hause pflegen.

Schon ein Blick in Internetforen zeigt: Der Bedarf ist groß, Fragen über Alzheimer und andere Demenzformen zu klären. Rat und Hilfe erhalten Demenzkranke und ihre Angehörigen aber auch im Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Überall in Deutschland entstehen kommunale Pflegestützpunkte und Gedächtnissprechstunden. Dort geben Experten Auskunft. Auch die Alzheimer Gesellschaften und viele Wohlfahrtsverbände haben Beratungsstellen für Betroffene eingerichtet.

Individueller Rat per Telefon

Manchmal ist ein persönlicher Besuch in einer Beratungsstelle schwer möglich, zum Beispiel für Menschen, die auf dem Land wohnen. Ein erster Schritt zur individuellen Hilfe ist in solchen Fällen ein Anruf beim bundesweiten Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V.

Betroffene im Gespräch

Ratgeberbücher und Internetseiten sind ein gutes erstes Angebot, um sich zu informieren. Aber viele Herausforderungen der Demenz möchten und sollten Betroffene individuell besprechen. Fachkräfte sind nicht die Einzigen, die dafür infrage kommen. In jedem Ort leben heute zahlreiche Demenzkranke und Familien, die sie pflegen. Ihre Erfahrungen können für Ratsuchende von großem Wert sein. Vielleicht gibt es in der Nähe eine Selbsthilfegruppe und falls nicht: Die Hausärztin, der Apotheker oder der Pfarrer kennen womöglich Menschen, die in einer ähnlichen Lage sind und sich gerne mit anderen austauschen möchten.

Beispiele für Fragen, die Angehörige von Demenzkranken miteinander besprechen können, sind beispielsweise:

  • Wie geht ihr in der Familie mit der Belastung um, die das Betreuen und Pflegen mit sich bringt?
  • Was macht ihr, wenn euer demenzkrankes Familienmitglied nicht mehr zu Hause wohnen kann? Wo setzt ihr die Grenzen eurer Belastbarkeit?
  • Welche alternativen Wohnformen könnt ihr empfehlen?
  • Wie erklärt ihr euren Kindern, dass Oma sie nicht mehr erkennt? Nehmt ihr die Kinder überhaupt noch mit zu ihr?
  • Wer hat euch bei Anträgen auf Sozialleistungen geholfen?
  • Wer vermittelt eine ehrenamtliche Helferin, die einmal in der Woche mit unserem Vater spazieren geht?

Initiative ergreifen

In Ihrem Heimatort gibt es keine Selbsthilfegruppe? Dann gründen Sie doch selber eine! Die NAKOS unterstützt Sie dabei (siehe Linkkasten). Suchen Sie sich aber Verbündete, damit die Arbeit nicht ausschließlich auf Ihren Schultern lastet.

Pflegen lernen

Kommt Zeit, kommt Rat, lautet ein Sprichwort. In Fragen von Demenz und Pflege ist es allerdings besser, den Rat selbst zu suchen, statt auf ihn zu warten. Das gilt auch für ganz praktische Herausforderungen des Pflegealltags. Angehörige von Demenzkranken, die Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, können eine Schulung beanspruchen. Darin lernen sie beispielsweise Regeln zur Kommunikation und wie sie mit schwierigen Verhaltensweisen umgehen können. Angehörige sollten bei der Pflegekasse ihres demenzkranken Familienmitglieds nachfragen, welche Anbieter für sie infrage kommen. Viele Kassen weisen aus Kostengründen nicht von sich aus auf die Schulungen hin. Deshalb: Selbst direkt nachfragen!

 

 

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