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Die linke Hand eines älteren Mannes liegt auf der Tastatur eines Klaviers

Freizeit gestalten

Viele Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Demenzform geben ihre Freizeitbeschäftigungen aus Angst vor dem Gerede anderer und dem eigenen Versagen auf. Als Betroffene oder Betroffener sollten Sie Ihre Hobbys und Interessen jedoch so lange wie möglich pflegen und aktiv bleiben. Sie bleiben dadurch länger leistungsfähig und fühlen sich ausgeglichener.

Wer an Alzheimer oder einer anderen Demenzform leidet, hat häufig Angst davor, dass Freunde oder Bekannte die Erkrankung entdecken. Aus diesem Grund ziehen sich viele Betroffene aus gemeinschaftlichen Aktivitäten zurück und geben lieb gewonnene Hobbys auf. Dabei ist es aber gerade für Demenzkranke sehr wichtig, aktiv zu bleiben. Sie behalten dadurch ihr Selbstvertrauen und sind zufriedener. Sprechen Sie mit Ihren Freunden und Bekannten über Ihre Beschwerden und vertrauen Sie auf deren verständnisvolle Reaktion. Überlegen Sie, welche Beschäftigungen Sie gemeinsam oder allein fortführen oder neu beginnen möchten.

Alte Hobbys fortführen

Die eine tanzt für ihr Leben gern, der andere spielt wöchentlich mit Freunden Karten. Auch nach der Diagnose Demenz sollten Sie Ihre Lieblingsbeschäftigungen so lange wie möglich fortsetzen. Die Tanzschritte und Spielregeln vergessen Sie nicht so schnell. Wenn Sie weiter aktiv sind, behalten Sie Erlerntes länger und trainieren Ihre Selbstständigkeit. Funktioniert Gewohntes nicht mehr so gut, dann können Sie zur Musik zum Beispiel einfach schunkeln statt richtig tanzen. Probieren Sie Neues aus, was Ihnen Freude macht, vielleicht Malen oder Singen oder Trommeln.

Neues probieren

Wenn es Ihnen zunehmend schwerfällt, einen dicken Roman zu lesen – setzen Sie sich nicht unnötig unter Druck. Greifen Sie sich eine Zeitung oder Zeitschrift und lesen Sie einen Artikel, der Sie interessiert. Es wird Sie weniger anstrengen, gleichzeitig haben Sie eine Abwechslung und erfahren, was in der Welt passiert. Nehmen Sie sich bei neuen Aktivitäten nicht zu viel vor. Besser sind weniger Beschäftigungen, die Sie mit mehr Ruhe ausüben. Die Hauptsache ist, Sie bleiben aktiv und haben Spaß dabei!

Freizeit mit anderen verbringen

Freunde haben manchmal keine Zeit. Dann können Sie in Freizeit- oder Seniorengruppen, in Gruppen mit anderen Betroffenen oder später in Betreuungsgruppen gemeinsam mit anderen spielen, singen oder einfach zum Kaffeeklatsch zusammenkommen. Dadurch erhalten Sie neue Anregung und viel Abwechslung. Informationen über Gruppen an Ihrem Wohnort bekommen Sie unter anderem bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft oder einem Wohlfahrtsverband. Auch Bewegung und Sport sind gute Gelegenheiten, seine freie Zeit mit anderen zu teilen.

Selber Musik machen

Musik weckt viele Erinnerungen und macht zufrieden. Wer selber Musik macht, ist besonders glücklich und schult dabei sein Gehirn. Wenn das Klavierspielen nicht mehr so richtig klappt: Trommeln und singen können Menschen mit Demenz auch bei fortgeschrittener Erkrankung. Musizieren mit anderen macht besonders viel Freude.

Freizeit organisieren

Teilen Sie Ihren Tag so ein, dass es für alle Aktivitäten wie Schlafen, Essen, Waschen eine feste Zeit gibt. Auch Ihren Freizeitbeschäftigungen sollten Sie in diesem Stundenplan einen festen Platz geben. So behalten Sie die Orientierung und vermeiden unnötigen Stress. Unternehmen Sie etwas mit anderen, etwa im Sportverein oder in der Bastelgruppe. Der Zeitplan ergibt sich von allein. Auch zu Hause sollten Sie bestimmte Zeiten für Zeitunglesen, Musizieren oder Spaziergänge einplanen.

Als demenzkranker Mensch sollten Sie aktiv bleiben, um weiter am Leben teilzuhaben und Ihre geistige Fitness zu trainieren. Wenn Sie sich über längere Zeit desinteressiert und niedergeschlagen fühlen, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Vielleicht handelt es sich um eine Depression

Erkrankung, die mit psychischer Niedergeschlagenheit und dem Verlust, Gefühle zu empfinden, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen einhergeht. Einfache Aufmunterungen können im Einzelfall schaden.
Depression
, die er mit Medikamenten gut behandeln kann.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Freizeitaktivitäten erhalten die geistige Fitness und machen zufrieden
    Sie sollten Ihre Hobbys so lange wie möglich fortführen.
  • Wer einem alten Hobby nicht mehr nachgehen kann, kann beispielsweise anstelle des Tanzens einfach singen oder trommeln.
  • Die neuen Freizeitbeschäftigungen sollten Ihnen Spaß machen und Sie nicht überfordern.
  • Um Orientierung zu geben und Stress zu vermeiden, sollten Sie jeden Tag in einen festen Zeitplan einteilen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Freizeit gestalten finden Sie im Weblog in den Beiträgen Margrets Freude steckt an und Heinrichs neues Hobby.

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