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Eine ältere Frau und ein älterer Mann werden von einer Schwester beim Spaziergang im Park begleitet

Physiotherapie bei Demenz

Ziele und Gründe der Physiotherapie bei Menschen mit Demenz sind die gleichen wie bei der Therapie älterer Menschen generell, nämlich die Behandlung oder Vermeidung von Gang- und Standunsicherheit, Osteoporose, Arthrose, Gleichgewichtsstörungen, Sarkopenie, Kurzatmigkeit durch Balancetraining, Krafttraining und Ausdauertraining.

Die erheblichen Einschränkungen der mobilitätsabhängigen Lebensqualität, der mangelnden körperlichen Aktivität und Aktivierung, das hohe Sturzrisiko, der kognitive Leistungsverlust  und der Verlust motorischer und funktioneller Leistungen stellen dabei eine besondere Herausforderung für die Physiotherapie dar.

Je nach Gesamtverfassung der erkrankten Person kann die Physiotherapie ambulant oder im Krankenhaus erbracht werden. Wenn eine Einzeltherapie nicht zwingend erforderlich ist, sollte in der Kleingruppe gearbeitet werden.

Da die Sturzinzidenz bei Menschen mit Demenz um das 3-fache und die Wahrscheinlichkeit, sich dabei zu verletzen, um das 3-4 –fache erhöht ist, liegen die  Schwerpunkte der Therapie auf der Verbesserung der Balancefähigkeiten sowie Verbesserung der motorisch –kognitiven Komplexleistungen. Zur Verbesserung der Balancefähigkeiten und der motorischen Basisleistungen wird ein progressives Balancetraining durchgeführt. Für die Verbesserung der Kraftfähigkeit eine progressives Krafttraining und zur Verbesserung der motorische –kognitiven Komplexleistungen - ein Training der motorisch –kognitiven Komplexleistungen.

Gerade im frühen Stadium einer Demenz ist es durchaus möglich, die Alltagsfertigkeiten von Menschen mit Demenz zu fördern.

Im mittleren Stadium steigt der Bedarf an Förderung der Körperwahrnehmung und Bewegung. Patienten mit Demenz haben häufig Schwierigkeiten, einem strukturierten Therapieplan zu folgen. Sie können sich meist nicht erinnern, dass sie letzte Woche oder gestern um die gleiche Uhrzeit zur Therapie waren und welche Übungen durchgeführt wurden. Die kognitiven Einschränkungen bringen auch mit sich, dass sich an Absprachen, zum Beispiel zur Teilbelastung nicht erinnert wird.  Therapie- und Behandlungsergebnisse zu sichern, kann dadurch extrem erschwert werden.

Hinweis:

Abwehrendes Verhalten, ausführliche Erklärungen und Anleitungen über die geplante Therapieeinheit können zu einem größeren Zeitaufwand führen als bei Menschen ohne Demenz.

Hilfreich ist, dass:

  • die Physiotherapie möglichst immer in gleichen Räumlichkeiten durchgeführt wird
  • die Behandlung oder das Training klare Strukturen haben die Übungen klar strukturiert sind, häufig wiederholt werden und motivierenden Charakter haben. Der Schwierigkeitsgrad sollte behutsam gesteigert werden.

Tipp

Leiten Sie Angehörige an und geben sie ihnen Tipps, wie sie die Alltagsfertigkeiten des an Demenz erkrankten Menschen auch zuhause weiter fördern können.

Die Kommunikation findet verbal und non-verbal statt:

Verbal, um die Aufmerksamkeit des Menschen mit Demenz zu erreichen. Dabei sollten kurze, direkte Anweisungen, positive Formulierungen und Bewegungen mit Assoziationen verknüpft werden.

Non-verbal werden, um Bewegungen zu demonstrieren. Taktile und rhythmische Unterstützung sind geboten. Das Demonstrieren der Bewegung ist oft der verbalen Äußerung vorzuziehen.

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