Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Eine ältere Frau und ein älterer Mann werden von einer Schwester beim Spaziergang im Park begleitet

Forschungs- und Unterstützungsprojekte

Einerseits gilt es die Ursachen der Demenz zu erforschen, andererseits Mittel und Wege zu erproben, die es ermöglichen, Patientinnen und Patienten möglichst optimal zu behandeln. Neben der Grundlagenforschung entwickelt und erprobt die Versorgungsforschung beispielsweise neue Konzepte für die Pflege. Zudem wird auch in den Blick genommen, welche Maßnahmen tatsächlich wirkungsvoll sind, welche nicht zum Erfolg führen und an welcher Stelle Ressourcen möglicherweise zielgerichteter eingesetzt werden können. Damit wir aktiv bis ins hohe Alter bleiben – dazu tragen die Ergebnisse der Präventions- und Ernährungsforschung bei.

 Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft (DZNE) erforscht die Ursachen neurodegenerativer Erkrankungen und sucht nach Möglichkeiten der Prävention und Behandlung. An seinen bundesweit acht Standorten kombiniert das DZNE Grundlagenforschung, klinische Forschung sowie Versorgungs- und Pflegeforschung. Das Zentrum hat seine Arbeit im April 2009 aufgenommen und wird vom BMBF gefördert.

Kompetenznetz Demenzen

Vierzehn psychiatrische Universitätskliniken und ihre Gedächtnissprechstunden bilden das Kompetenznetz Demenzen. Gemeinsam wollen sie Frühdiagnostik, Therapie und Versorgungsstrukturen für Demenzkranke verbessern und die breite Öffentlichkeit, Fachkräfte sowie Betroffene über Demenzerkrankungen informieren. Um den Austausch zwischen Forschung und Praxis zu verbessern, sind auch regionale geriatrische Klinikabteilungen, niedergelassene Fach- und Allgemeinärzte, Selbsthilfegruppen pflegender Angehöriger und die Deutsche Alzheimer Gesellschaft am Kompetenznetz beteiligt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Projekt von 2002 bis 2009 gefördert. Seit 1. Mai 2009 besteht das Netzwerk als eingetragener Verein (KND e. V.) weiter.

 GIA: Kompetenzzentren für gehörlose Menschen im Alter, insbesondere für Menschen mit Demenz

Mit dem Forschungsprojekt "Kompetenzzentren für gehörlose Menschen im Alter, insbesondere für Menschen mit Demenz" (GIA) möchte sich das Bundesfamilienministerium zusammen mit der Universität zu Köln bundesweit für eine verbesserte Versorgung und Teilhabe von gehörlosen älteren Menschen einsetzen. Seit Oktober 2014 läuft daher die bundesweite Umsetzung eines erfolgreichen Vorläuferprojekts: Zwischen 2011 und 2014 wurden in Essen und Dresden modellhaft Kompetenzzentren für gehörlose Menschen im Alter etabliert und erprobt. Bei Fragen zu den Themen Demenz, Pflege, Wohnen und Vorsorge wurden gehörlose Menschen und ihre Angehörigen beraten; zusätzlich wurden Institutionen, insbesondere der Altenhilfe, zum Umgang mit gehörlosen Menschen informiert und geschult. Der Fokus während der Laufzeitverlängerung bis September 2017 (GIA 2) liegt nun darauf, die bisherigen Erkenntnisse für eine breite Praxis nutzbar zu machen. Die Universität zu Köln soll bundesweit Rahmenbedingungen für den Aufbau weiterer Kompetenzzentren analysieren und interessierte Träger konzeptionell und organisatorisch unterstützen. Das Projekt ist ein Beitrag des Bundesfamilienministeriums zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention.

H.I.L.DE schafft mehr Lebensqualität für Demenzerkrankte

Das "Heidelberger Instrument zur Erfassung der Lebensqualität demenzkranker Menschen" (H.I.L.DE) ist ein Testverfahren mit Gütekriterien, das sich in über 700 Einrichtungen bewährt hat: H.I.L.DE beruht auf der Annahme, dass sich insbesondere bei Menschen mit Demenz der Erfolg einer Pflegeintervention nicht immer ohne weiteres erfassen lässt, da viele Erkrankte ihre Bedürfnisse oft nicht mehr eindeutig zum Ausdruck bringen können. H.I.L.DE bildet Erleben und Stimmung Demenzerkrankter so differenziert ab, dass ihre subjektive Lebensqualität sichtbar gemacht werden kann. Dies soll Pflegenden eine individuell abgestimmte Versorgung von Menschen mit Demenz ermöglichen. Das Handbuch zum Verfahren mit Durchführungsanweisung wurde 2010 nach Abschluss des geförderten Praxisprojektes (2003 bis 2009) vorgestellt und ist unter dem Titel "Heidelberger Instrument zur Erfassung der Lebensqualität demenzkranker Menschen (H.I.L.DE)" im Buchhandel erhältlich.

LEANDER: Stress bei pflegenden Angehörigen - Warnsignale erkennen

Die Pflege von Menschen mit Demenz in der eigenen Familie ist oft psychisch und physisch belastend. Diese Belastungen und ihre Auswirkungen auf die Pflegenden sind in LEANDER I bis III von 2001 bis 2009 untersucht worden. In der ersten Phase wurde ein stresstheoretisch begründeter Fragebogen entwickelt, der die Belastung von Pflegenden abbilden und die Effektivität von Entlastungsangeboten erfassen kann. Danach erfolgte eine Überprüfung dieses Instruments und eine Anleitung beim Einsatz in der Tagespflege. In einem dritten Schritt (Projekt PURFAM) sind diese Erfahrungen in einem Anwenderhandbuch für die ambulante Pflege zusammengefasst worden.

PURFAM: Potenziale und Risiken in der familialen Pflege alter Menschen

Mit dem Projekt "Potenziale und Risiken in der familialen Pflege alter Menschen" (PURFAM) hat das Bundesfamilienministerium zwischen Dezember 2009 und März 2013 die Forschung für jene Angehörige unterstützt, die Menschen mit Demenz pflegen. Ziel des Projektes war es, Maßnahmen zur Entlastung und Unterstützung pflegender Angehöriger zu überprüfen und weiterzuentwickeln - mit Hilfe von Erfahrungen aus anderen Ländern. Ein Schwerpunkt war hier die Prävention von Gewalt und Vernachlässigung älterer Menschen. Durchgeführt wurde das Projekt am Lehrstuhl für Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie der Universität zu Köln, wo auch Informationen zum Projekt sowie der Abschlussbericht erhältlich sind. Die Ergebnisse sind inzwischen als Buch auch im Buchhandel erhältlich.

CarenapD: Instrument zur Bedarfseinschätzung von Familien mit Demenzerkrankten

Im Forschungsprojekt "Care needs assessment pack for dementia" (CarenapD) wurde zwischen 2007 und 2009 ein Instrument erprobt, das Bedürfnisse von Demenzerkrankten und ihren pflegenden Angehörigen in der Häuslichkeit erfasst, damit sie zukünftig entsprechend besser unterstützt werden können. Das Bundesfamilienministerium hat das ursprünglich in Schottland entwickelte Instrument - einen Fragen- und Datenerhebungskatalog, ähnlich einer Checkliste - als Forschungsprojekt beim Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke gefördert. Ein Kurzbericht steht kostenfrei zum Download bereit.

Palliative Care und schwere Demenz

Das Zentrum für Palliativmedizin an der Universität Köln hat mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  unter Nutzung einer vorangegangenen Studie sowie vorgeschalteter Auswertung der internationalen Literatur eine Arbeitshilfe zum Erkennen von Bedürfnissen schwerst Demenzerkrankter in der letzten Lebensphase und Möglichkeiten zur Befriedigung durch Fachkräfte, insbesondere im stationären Bereich, entwickelt.

Diese Arbeitshilfe kann dazu beitragen, Unsicherheiten bei Entscheidungsprozessen abzubauen.

Im Zeitraum 2015 – Ende 2017 wird die Implementierung der Arbeitshilfe getestet. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist der Transfer der in der Vorgängerstudie erarbeiteten Arbeitshilfe in die Versorgungspraxis der ambulanten und stationären Altenhilfe. Dazu soll die Praxistauglichkeit  sichergestellt und zudem ermittelt werden, welche Wirkungen die Arbeitshilfe auf die palliative Versorgung von Menschen mit Demenz hat.

Märchen und Demenz

Märchenerzählen für an Demenz erkrankte Menschen in Pflegeeinrichtungen – ein weiteres geeignetes Mittel im Pflegealltag, um herausfordernde Verhaltensweisen zu beeinflussen.
Das Deutsche Zentrum für Märchenkultur gGmbH hat im Rahmen des Projektes „Es war einmal… MÄRCHEN UND DEMENZ“ in Pflegeeinrichtungen Märchenerzählungen für Menschen mit Demenz und herausforderndem Verhalten durchgeführt.
Im Ergebnis der begleitenden wissenschaftlichen Studie – durchgeführt von der Alice Salomon Hochschule Berlin - konnte festgestellt werden, dass professionelles, regelmäßiges und strukturiertes Märchenerzählen bei Menschen mit Demenz und herausfordernden Verhaltensweisen Wohlbefinden ermöglicht und Verhaltenskompetenzen aktiviert. Den Abschlussbericht zum Projekt finden Sie hier.
Ab Mai 2016 bietet die Alice-Salomon-Hochschule Berlin eine Weiterbildung als Demenzerzähler bzw. Demenzerzählerin an.

Alzheimer & You - Informationen für Jugendliche zu Alzheimer

Die Internetseite "Alzheimer & You" will Jugendliche über das Thema Alzheimer informieren und Berührungsängste gegenüber Menschen mit Demenz abbauen. Jugendliche können dort zum Beispiel Tipps zur Alltagsgestaltung mit Demenzerkrankten finden und in einem Forum ihre Fragen stellen. Das vom Bundesfamilienministerium geförderte Projekt baut auf dem Schülerwettbewerb "Alzheimer & You - Zeig Dein Engagement" der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) aus dem Jahr 2007 auf, an dem sich viele Jugendliche mit Ideen zum Thema beteiligten. Die Ergebnisse des Wettbewerbs haben außerdem dazu beigetragen, nachhaltige Unterrichtsmaterialien zum Thema Alzheimer zu entwickeln. Die daraus entstandene Publikation "Demenz - Praxishandbuch für den Unterricht" ab Klassenstufe 3 kann bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bestellt werden.

Allein lebende Demenzkranke - Schulung in der Kommune

Ziel des zwischen 2007 und 2010 geförderten Projektes "Allein lebende Demenzkranke - Schulung in der Kommune" war es, Schlüsselpersonen im kommunalen Umfeld darin weiterzubilden, allein lebende Menschen mit Demenz im Alltag angemessen zu unterstützen und ihre Probleme zu erkennen. Dadurch soll Betroffenen geholfen werden, auch mit Erkrankung so lange wie möglich im eigenen Zuhause leben zu können. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz hat die Projekterfahrungen in einem Handbuch zusammengefasst, das zum Beispiel ausgewertete Interviews und Konzepte zu allein lebenden Menschen mit Demenz enthält. Außerdem bietet es praxiserprobte Schulungsmaterialien für unterschiedliche Zielgruppen wie Polizei, Einzelhandel oder die Nachbarschaft.

"Zukunftswerkstatt Demenz“

Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Gesundheit" ist darauf ausgerichtet, bisher gewonnene Erkenntnisse aus dem Leuchtturmprojekt Demenz – wo notwendig – zu ergänzen und das vorhandene Wissen adäquat in der Routineversorgung umzusetzen.

Für die Unterstützung der Umsetzung erfolgreicher Modellprojekte und Initiativen ergab sich für das BMG besonderer Handlungsbedarf in den folgenden Bereichen:

  • regionale Demenznetzwerke
  • Unterstützung der pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz


Die Arbeitsergebnisse der Projekte wurden am 21. September 2015 - dem Welt-Alzheimertag - in Berlin präsentiert. Hier finden Sie die auf der Abschlussveranstaltung zu den Arbeitsergebnissen präsentierten Poster der Projektnehmer sowie die Vorträge der Veranstaltung.

DEMAS - Entwicklung und empirische Überprüfung eines internetbasierten Schulungsprogramms für Angehörige Demenzkranker

Die Delphi GmbH entwickelt gemeinsam mit dem rehabilitationspsychologischen Beratungs- und Informationsdienst „Flechtwerk Demenz“ der Hochschule Magdeburg-Stendal ein internetbasiertes Schulungsprogramm für Personen, die eine/n an Demenz erkrankte/n Angehörige/n pflegen.
Das Schulungsprogramm wird in verschiedenen ländlichen Regionen Deutschlands erprobt, mit dem Ziel, die örtliche Versorgungslage zu verbessern. Seine Wirksamkeit wird hierbei mithilfe einer randomisiert-kontrollierten Studie (RCT) mit Nachbefragungen nach drei, sechs und zwölf Monaten überprüft. Es wird erwartet, dass die psychische Belastung der pflegenden Angehörigen infolge der Programmteilnahme signifikant sinkt und ihre Lebensqualität und Selbstwirksamkeitserwartung signifikant steigt. Nach erfolgreichem Abschluss der Erprobung ist ein Wissenstransfer in ähnliche Berufsgruppen (Sozialarbeit, Sozialpädagogik, etc.) geplant.

DeTaMAKS – Nicht-medikamentöse Aktivierungsmaßnahme für Menschen mit Demenz in der Tagespflege mit telefonischer Angehörigen-Kurzintervention zur Stärkung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Mit dem Projekt soll entscheidend dazu beigetragen werden, das Angebot „Tagespflege“ substanziell weiter zu entwickeln – „Tagesförderung“ statt Tagespflege“ durch gezielte Förderung der alltagspraktischen Fähigkeiten und damit der Selbstständigkeit im häuslichen Alltag. Ziel ist es, die Attraktivität der „Tagespflege“, die Nutzung und folglich die Breitenwirkung zu erhöhen.

INDIKA - Indikationsspezifische regional koordinierte nachstationäre Langzeitversorgung von Menschen mit Demenz und/ oder Schlaganfall in Berlin Pankow

Das Projekt hat zum Ziel, nachstationär die pflegerische Versorgungs- und Beratungsqualität von Menschen mit Schlaganfall und Menschen mit Demenz nach Schlaganfall (MmS/D) und ihrer Angehörigen regional, wohnortnah und qualitätsgesichert zu vernetzen und damit zu verbessern.

PflegeTab: Technik für mehr Lebensqualität trotz Pflegebedürftigkeit bei Demenz

Im Rahmen des Forschungsprojektes soll eine Infrastruktur geschaffen werden, welche alle an der Pflege Beteiligten integriert und mittels einer leicht und kostengünstig aufzubauenden Hard- und Software so vernetzt, dass eine effiziente Unterstützung des Pflegeprozesses gewährleistet wird.

REDEZEIT – Telefonische Unterstützungsgruppen für Angehörige von Menschen mit Demenz

Insbesondere für pflegende Angehörige z. B. in ländlichen Regionen wie auch für jene, die neben der Pflege der Angehörigen zeitlich oder organisatorisch stark eingebunden sind, ist es sehr schwierig an Veranstaltungen von Angehörigen-oder Unterstützungsgruppen teilzunehmen und sich in auszutauschen. Das Modellprojekt REDEZEIT hat daher zum Ziel, strukturierte Unterstützungsgruppen für pflegende Angehörige niedrigschwellig per Telefonkonferenzschaltung anzubieten und auf ihre Wirksamkeit hin zu evaluieren.

Grafik BriefumschlagGrafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker