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Bei einem Menschen wird eine Kernspintomographie durchgeführt. Eine Ärztin und ein Arzt sitzen am Schreibtisch und überprüfen die Aufnahmen des Gehirns

Alzheimer-Krankheit – eine Einführung

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz: Beinahe zwei Drittel aller Demenzkranken sind von dieser Diagnose betroffen. Die Patientinnen und Patienten sind meist älter als 65 Jahre. Es gibt aber auch deutlich jüngere Menschen, die daran erkranken. Heilbar ist die Alzheimer-Krankheit noch nicht. Aber durch die richtige Therapie lässt sich ihr Verlauf verzögern.

Häufig wird Demenz mit Alzheimer gleichgesetzt. Tatsächlich ist die Alzheimer-Krankheit aber lediglich eine von vielen Formen der Demenzerkrankung – wenn auch die mit Abstand häufigste. Von den derzeit rund 1,6 Millionen an Demenz erkrankten Menschen leiden rund 2/3 an der Alzheimer-Krankheit. Das Risiko, an der Alzheimer-Krankheit oder einer anderen Demenzform zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu. Die meisten an Demenz Erkrankten sind über 65 Jahre alt. Bei Menschen deutlich unter 65 spielen eher genetische Faktoren eine Rolle.

Grafik - Prozentualer Anteile an Demenzerkrankungen: 65-69 Jahre 1,6%, 70-74 3,5% 75-79 7,3% 80-84 15,6% 85-89 26,1% und älter als 90 Jahre 40,9% (Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft 2016)

Behandlung ja, Heilung nein

Die Forschung hat seit der Entdeckung der Alzheimer-Krankheit vor gut 100 Jahren viel über die Krankheit herausgefunden. Wir wissen: Im Gehirn der Betroffenen sterben über viele Jahre Nervenzellen und Nervenzellverbindungen ab. Das gilt insbesondere für jene Regionen, die für Gedächtnis, Denken, Sprache und Orientierung zuständig sind. Heilen lässt sich die Alzheimer-Krankheit allerdings noch nicht.

Menschen mit Alzheimer sollten dennoch nicht resignieren – ebenso wenig wie ihre Angehörigen. Es gibt Medikamente, die den Verlauf der Alzheimer-Krankheit verzögern. Auch nicht medikamentöse Maßnahmen tragen maßgeblich dazu bei, das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten zu erhöhen. Deshalb ist es entscheidend, bei einem Verdacht auf Alzheimer auf jeden Fall zum Arzt zu gehen. Je früher die Diagnose feststeht, desto besser lassen sich die Symptome behandeln. Die Lebensqualität bleibt länger erhalten.

Frühzeitig zum Arzt

Wenn Sie an sich oder einem Angehörigen beobachten, dass das Erinnerungsvermögen nachlässt, sollten Sie unbedingt zum Arzt oder zur Ärztin gehen. Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenz-Erkrankungen sind behandelbar. Außerdem könnten Ihre Gedächtnisstörungen auch andere Ursachen haben und heilbar sein.

Warum heißt Alzheimer "Alzheimer"?

Die Alzheimer-Krankheit trägt den Namen ihres Entdeckers, Dr. Alois Alzheimer. Der Arzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik München erfuhr im Frühjahr 1906 vom Tod seiner ehemaligen Patientin Auguste Deter. Sofort bat Alzheimer darum, das Gehirn der Verstorbenen untersuchen zu dürfen. Die Patientin war über mehrere Jahre so vergesslich geworden, dass sie ihren Ehemann nicht mehr kannte und selbst ihren Nachnamen nicht mehr wusste. In der Untersuchung stellte sich das Gehirn als stark verändert heraus. Es war geschrumpft. Außerdem fand Dr. Alzheimer mithilfe neuartiger Färbemittel Ablagerungen. Diese Plaques beschrieb er ein halbes Jahr später in einem Fachvortrag als möglichen Auslöser von Auguste Deters Krankheit.

  • Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenzerkrankung.
  • In allen Stadien der Alzheimer-Krankheit lassen sich die Symptome behandeln. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser.
  • Die Alzheimer-Krankheit ist aber nicht heilbar.
  • Die nicht medikamentöse Therapie ist genauso wichtig wie Medikamente.
  • Die meisten Patienten sind älter als 65 Jahre.
  • Das Risiko, an der Alzheimer-Krankheit zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu.

Weitere Informationen

Wenn Sie unseren Expertinnen und Experten eine Frage zum Thema stellen wollen, können Sie dies in unserem Ratgeberforum Prävention, Diagnose,Therapie tun.

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