Literatur für Profis

Die Zahl der Menschen mit Alzheimer oder anderen Formen von Demenz nimmt stetig zu. Ärzte, Pflegekräfte und alle Therapeuten, die beruflich mit Betroffenen zu tun haben, sollten daher ihre Kenntnisse über demenzielle Krankheiten ständig erweitern. Fachbücher, Zeitschriften und begleitende Literatur sind nützlich, um vorhandenes Wissen zu vertiefen und so Betroffenen besser zu helfen.

Über Demenzerkrankungen, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten sind in den letzten Jahren zahlreiche Bücher erschienen. Sie wenden sich an Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Pflegekräfte in Krankenhäusern, Heimen und ambulanten Diensten. Daneben gibt es Literatur mit vielen weiteren wertvollen Informationen und Tipps für die Pflege, Betreuung und Behandlung Demenzkranker.

Der Wegweiser Demenz kann lediglich eine kleine Auswahl dieser Fülle auflisten. Weitere Auskünfte finden Fachkräfte aus Medizin, Therapie und Pflege auch in der Rubrik Weiterbildung und Qualifizierung. Die Themen, die derzeit die Forschung beschäftigen, sind in der Rubrik Wissenschaftliche Studien zusammengefasst.

Literatur für alle Disziplinen

Gutzmann, Hans/ Zank, Susanne (2004): Demenzielle Erkrankungen. Medizinische und psychosoziale Interventionen, Grundriss Gerontologie. Bd. 17, Kohlhammer Verlag.
Dieses Buch beschreibt neueste Erkenntnisse über Demenzerkrankungen sowie medikamentöse und psychosoziale Behandlungsmöglichkeiten, erörtert aber auch Entlastungsangebote für pflegende Angehörige.

Literatur für Ärztinnen und Ärzte

Förstl, Hans (2009): Demenzen in Theorie und Praxis. Springer Verlag.
Dieser Leitfaden bietet Informationen zu Diagnostik, Beratung, Therapie und den notwendigen Maßnahmen zur Weiterbehandlung Demenzkranker. Er richtet sich an diejenigen, die an der Erstversorgung Demenzkranker beteiligt sind, also vor allem Hausärztinnen und Ärzte sowie Internistinnen und Internisten.  

Förstl, Hans/ Wallesch, Claus-Werner (2005): Demenzen. Georg Thieme Verlag.
Ein aktuelles und praxisorientiertes Buch über Alzheimer und andere Demenzerkrankungen. Es behandelt die neurobiologischen und genetischen Grundlagen genauso wie den Stellenwert verschiedener diagnostischer Methoden und stellt die therapeutischen Möglichkeiten dar.

Literatur für Pflegekräfte

Croy, Antonia/ Gatterer, Gerald (2005): Leben mit Demenz: Praxisbezogener Ratgeber für Pflege und Betreuung. Springer-Verlag.
Professionelle Helferinnen und Helfer der Altenpflege sowie Betroffene und deren Angehörige erhalten in diesem Buch praxisrelevante Lösungen für die im Verlauf der Erkrankung auftretenden Probleme, vom Erkennen der ersten Symptome bis hin zum Abschiednehmen.

Friese, Andrea (2009): Frühlingsgefühle: 28 Kurzaktivierungen im Frühling für Menschen mit Demenz. Vincentz Network.
Mit der 10-Minuten-Aktivierung nach Ute Schmidt-Hackenberg werden bei Demenzkranken durch Bewegungsübungen, Rätselfragen, Gedichte, Lieder, Redensarten und Sprichwörter Erinnerungen geweckt.

Hammerla, Monika (2008): Der Alltag mit demenzkranken Menschen. Pflege in den verschiedenen Phasen der Erkrankung. Elsevier Verlag.
Dieses Handbuch gibt einen kurzen, aber genauen Einblick in alles, was Sie über Pflege, Diagnostik und Therapie wissen sollten. Es enthält wertvolle Tipps für Pflegeprofis, aber auch Angehörige.  

Kastner, Ulrich/ Löbach, Rita (2007): Handbuch Demenz. Elsevier Verlag.
Hier finden alle, die mit Demenzkranken zusammenarbeiten, Informationen über Betreuungs- und Förderungsmöglichkeiten, Pflegekonzepte, medizinische Hintergründe, medikamentöse Therapien. Außerdem bietet die Publikation praktische Tipps für den Umgang mit den Betroffenen und informiert über rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen.

Leuthe, Friederike (2009): Richtig sprechen mit dementen Menschen. Reinhardt-Verlag.
Im Buch wird die Wirkung von Sprache und nonverbaler Kommunikation auf demente Menschen geschildert. Pflegende erfahren, wie sie mit den Patienten ins Gespräch kommen und den Alltag dadurch für alle Beteiligten angenehmer gestalten können.

Weissenberger-Leduc, Monique (2009): Palliativpflege mit Demenz. Springer-Verlag.
Dieses praxisorientierte Handbuch enthält eine umfassende Darstellung palliativpflegerischer Maßnahmen bei demenzkranken Patienten. Die Autorin selbst hat langjährige Erfahrung im Pflegebereich.

Literatur für Therapeutinnen und Therapeuten

Ganß, Michael/ Linde, Matthias (Hrsg.) (2004): Kunsttherapie mit demenzkranken Menschen. Mabuse-Verlag.
Das Buch stellt praxisorientiert Wege der Kunsttherapie in der Arbeit mit Demenzkranken vor und zeigt viele Beispiele aus der Praxis.

Gutzmann, Hans/ Brauer, Thomas (2007): Sprache und Demenz. Diagnose und Therapie aus psychiatrischer und logopädischer Sicht. Schulz-Kirchner Verlag.
In diesem Buch und der beiliegenden CD verknüpfen die Autoren die gerontopsychiatrischen und die logopädischen Aspekte von Kommunikationsstörungen bei Demenzerkrankungen. Logopäden, aber auch andere Helfer erfahren so mehr über dieses Problem und die entsprechenden Herausforderungen in ihrem Berufsalltag.

Habermann, Carola; Wittmershaus, Caren; Bobbe, Gabriela (2005): Ergotherapie im Arbeitsfeld Geriatrie. Stuttgart u.a: Thieme.
Ergotherapieschüler, Studenten und berufstätige Ergotherapeuten erfahren in diesem Lehrbuch, wie sie ihre Arbeit auf dem Gebiet der Geriatrie sinnvoll einsetzen können. Die Autoren stellen Therapiekonzepte für eine bestmögliche Behandlung vor und verdeutlichen sie anhand zahlreicher Fallbeispiele.

Muthesius, Dorothea/ Sonntag, Jan/ Warme, Britta/ Falk, Martina (2009): Musik – Demenz – Begegnung. Musiktherapie für Menschen mit Demenz. Mabuse-Verlag.
In diesem Buch erläutern vier erfahrene Musiktherapeuten ihre Arbeit mit Demenzkranken und gehen dabei auf die neuronalen, biografischen und psychodynamischen Hintergründe ein. Viele Fallbeispiele sowie eine beiliegende DVD geben zusätzlich Einblick in die Zusammenhänge zwischen Musik, Demenz und Therapie.

Schaade, Gudrun (2009): Demenz. Therapeutische Behandlungsansätze für alle Stadien der Erkrankung. Springer-Verlag.
Hier erfährt der Leser alles über neue Anwendungsmöglichkeiten für bekannte ergotherapeutische Konzepte wie die sensorische Integrationstherapie und die basale Stimulation sowie neu entwickelte Behandlungs- und Betreuungsstrategien für die Arbeit mit Demenzkranken. Umfassende Praxisanleitungen und Tipps sowie anschauliche Patientenbeispiele haben ebenfalls Eingang gefunden.

Schaade, Gudrun (2008): Ergotherapie bei Demenzerkrankungen. Ein Förderprogramm. Springer-Verlag.
Dieses fundierte, praxiserprobte Förderkonzept für die Arbeit mit Demenzkranken verbindet bekannte rehabilitative Behandlungsansätze mit anderen Methoden. Es beinhaltet ebenfalls konkrete Handlungsanleitungen und Übungsvorschläge. 

Schmidt-Hackenberg, Ute (2005): Malen mit Dementen. Vincentz Network.
Dieses Buch stellt praxiserprobte Methoden des gelenkten Malens vor, die speziell auf Menschen mit Demenz abgestimmt sind, und erklärt Schritt für Schritt, was zu beachten ist. Vom Malraum über Arbeitsmaterialien, Gruppengröße und Gruppenzusammenstellung bis hin zur Ausstellung der Arbeiten.

Zeitschriften

pflegen: Demenz. Zeitschrift für die professionelle Pflege von Personen mit Demenz
Eine Zeitschrift mit Informationen und Ideen für die Pflegepraxis und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen

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Kristina Schröder
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