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Quergedanken: Demenz und Fotografie

Michael Hagedorn am 27.09.2010, 13:13 | 0 Kommentare
Bild: Der Fotograf Michael Hagedorn arbeitet am weltweit größten Foto- und Multimediaprojekt zum Thema Demenz.

Mehr als 150 Jahre lang symbolisierte die Fotografie das dauerhafte Festhalten von Erlebtem, jenen magischen Prozess, die Zeit einzufrieren und beim Betrachten wie in einem Zeittunnel Erinnerungen wachzurufen. Die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Digitalkameras hat jedoch zu einer sintflutartigen Verbreitung des Mediums geführt. Der Zauber der Fotografie geht immer mehr verloren, weil Millionen von Fotos täglich unzureichend beschriftet im Internet versickern. Was dies mit Demenz zu tun hat? Mediziner befürchten, dass die Flut bedeutungsloser Informationen im digitalen Zeitalter die Gedächtnisleistung junger Menschen verdirbt. Sie sprechen vom "digitalen Alzheimer".

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Weggelaufen? Nein: hingelaufen! – ein Beitrag von Jochen Gust

Jochen Gust am 20.09.2010, 13:13 | 5 Kommentare

Ende der 90er Jahre leistete ich meinen Zivildienst und kam erstmals auch mit demenzkranken Menschen in Kontakt. Eines Tages erhielt ich den Auftrag, nach einer "entlaufenen" alten Dame suchen. Ich war über das Verhalten der Seniorin ziemlich verwundert: Die war einfach ausgerückt, obwohl sie im Pflegeheim doch gut versorgt wurde. Der "Ausflug" der demenzkranken Frau endete damit, dass ich sie von der Polizeistation abholte. Was ich mir außerdem abholte, war eine Standpauke eines der Beamten. Wir sollten gefälligst besser aufpassen auf unsere alten Leutchen. Wenige Wochen später wiederholte sich der Vorfall – und dann wieder und immer wieder.

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Heinrichs neues Hobby – ein Beitrag von Elisabeth Keller

Elisabeth Keller am 13.09.2010, 11:11 | 1 Kommentar

Mein Mann ist zwar schon jahrelang demenzkrank, aber seine geistigen Fähigkeiten sind besser erhalten als bei vielen anderen Demenzkranken. Das weiß er selbst leider nur zu gut und nimmt deshalb kaum Hilfe an. Ich habe schon kurz nach der Diagnose begonnen, nach Betreuungsgruppen zu suchen, damit Heinrich unter Menschen kommt und ich mich erholen kann. Doch der Anspruch auf das Geld, das der Staat für Demenzkranke zusätzlich zahlt, verfällt regelmäßig, weil mein lieber Ehemann fast alles ablehnt. Das gilt leider auch für viele Angebote unserer Alzheimer Angehörigen Initiative, der vor allem ich selbst viel zu verdanken habe. Darüber schreibe ich ein andermal.

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Margrets Freude steckt an – ein Beitrag von Marlis Hombergs

Marlis Hombergs am 06.09.2010, 9:09 | 0 Kommentare

Zu den treuesten Gästen unseres "Café Domino" zählt Margret. Sie kommt seit vier Jahren und hat unendlich viele Liedtexte in ihrem Kopf gespeichert. Typischerweise, wenn wir ein Lied vorschlagen, sagt sie zuerst, sie kenne es nicht, singt dann aber von der zweiten Zeile an mit, und sie kennt auch noch die dritte und die vierte Strophe, wenn wir den Text schon längst aufgegeben haben. Für ihre 88 Jahre hat sie auch noch eine erstaunlich helle und klare Singstimme. Margret wird liebevoll betreut von ihrer Tochter, bei der sie seit etwa fünf Jahren lebt. In ihrem eigenen Sinn fungiert allerdings immer noch die aufgegebene Wohnung in Ostwestfalen als Hauptwohnsitz.

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Schlagworte: Entlastung | Musik | Café | Schöne Momente
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