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Hände berühren ein buntes Kunstwerk

Fragen und Antworten zum Thema "Alltag mit Demenz"

Was kann ich mir mit Demenz im Frühstadium überhaupt noch zutrauen?

Sehr viel – ziehen Sie sich nicht zurück, nur weil die Diagnose Demenz gestellt wurde. Demenzkranke behalten länger die Orientierung, wenn sie unter Leute gehen, Interessen und Hobbys weiterverfolgen oder Sport treiben. Den Tag gut zu strukturieren, gibt Sicherheit und hilft im Anfangsstadium der Krankheit, den Alltag noch weitestgehend allein zu meistern. Ausführlichere Tipps für Demenzkranke finden Sie im Themenbereich.

Wie gehe ich als Angehöriger oder Angehörige mit aggressivem Verhalten um?

Versuchen Sie, freundlich zu bleiben, auch wenn Demenzkranke aus Wut schimpfen und um sich schlagen. Es gibt keinen Grund, persönlich beleidigt zu sein. Das aggressive Verhalten ist nicht gegen Sie gerichtet, sondern Folge einer organischen Störung im Gehirn. Manchmal hilft es bei Konflikten schon, aus dem Raum zu gehen und das demenzkranke Familienmitglied kurz allein zu lassen. Häufig beruhigt er oder sie sich schnell und wird wieder zugänglich.

Wie kann ich meinem demenzkranken Angehörigen im Alltag helfen?

Achten Sie darauf, das Selbstvertrauen der Kranken zu stärken. Sprechen Sie über Dinge, die er oder sie aus der Vergangenheit kennt. Und geben Sie nach, wenn Ihr Vater, Ihre Großmutter oder Ihr Partner oder Ihre Pratnerin auf Behauptungen beharrt, obwohl sie nachweislich falsch sind. Erhalten Sie außerdem die Eigenständigkeit Ihres demenzkranken Familienmitglieds so weit wie möglich aufrecht. Lassen Sie ihn oder sie z. B. weiter einkaufen, auch wenn er oder sie dabei die Hälfte vergisst. Sie können Demenzkranke auf vielerlei Art unterstützen.

Ich kann mich mit meinem demenzkranken Partner kaum noch unterhalten, ohne dass das Gespräch eskaliert. Was mache ich falsch?

Versuchen Sie, Vorwürfe zu überhören. Diese sind oft Ausdruck von Hilflosigkeit und richten sich nicht gegen Sie persönlich. Vermeiden Sie Diskussionen oder auch Kritik, das führt zu nichts. Demenzkranke brauchen wie wir alle Bestätigung. Da hilft es, über Dinge zu sprechen, die Ihr demenzkranker Partner gut gemacht hat – am besten in kurzen, einfachen Sätzen. Ausführlichere Tipps, wie Sie mit Demenzkranken richtig kommunizieren, finden Sie im Themenbereich.

Ich habe das Gefühl, dass mir die Pflege über den Kopf wächst. Was kann ich dagegen tun?

Weder Ihrem demenzkranken Familienmitglied noch irgendjemandem sonst ist gedient, wenn Sie aus Überforderung selbst erkranken. Sorgen Sie also für Ihre Gesundheit, indem Sie sich Zeit für sich selbst nehmen und sich gegebenenfalls durch professionelle Unterstützung bei der Pflege entlasten. Manchmal hilft es auch, sich mit Menschen auszutauschen, die in einer ähnlichen Situation sind. Vielleicht gibt es in Ihrer Nähe Selbsthilfegruppen. Sonst helfen beispielsweise auch die regionalen Alzheimer Gesellschaften mit Kontakten weiter.

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