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Hände berühren ein buntes Kunstwerk

Fragen und Antworten zum Thema "Medizinischer Hintergrund"

Sind Gedächtnisprobleme ein Zeichen von Demenz?

Leichte Vergesslichkeit und Gedächtnislücken sind häufig normale Alterungsprozesse. Ältere Menschen brauchen einfach mehr Zeit, um Neues zu lernen oder sich an Altes zu erinnern. Bei Menschen, die an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz erkrankt sind, nehmen diese Symptome jedoch zu und beeinträchtigen schließlich den Alltag vollständig. Wenn Sie sich häufig an etwas nicht mehr erinnern können, das gerade erst passiert ist, könnte dies ein erstes Anzeichen für eine Demenzerkrankung sein.

Ich befürchte, ich habe Demenz. An welchen Arzt soll ich mich wenden?

Wenden Sie sich am besten zunächst an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin. Diese werden Sie untersuchen und entscheiden, ob und welche weiterführenden Maßnahmen notwendig sind. In vielen größeren Städten gibt es außerdem Gedächtnissprechstunden, die auf die Diagnose und Therapie von Demenz-Krankheiten spezialisiert sind. Mehr zu den Themen Diagnose und Therapie finden Sie im Themenbereich "Medizinischer Hintergrund".

Ist Alzheimer vererbbar?

Manche Familien sind mehr von Alzheimer betroffen als andere. Das legt nahe, dass es erbliche Ursachen gibt. Knapp ein Drittel aller Alzheimer-Patienten ist eng mit jemandem verwandt, der ebenfalls erkrankt war oder ist. Neue Untersuchungen legen jedoch nahe, dass die familiäre Häufung eventuell überschätzt worden ist. Je später ein Mensch erkrankt, desto niedriger ist das Risiko der Verwandten.

Kann ich Demenz vorbeugen?

Wer bewusst und gesund lebt, kann das Demenz-Risiko zumindest senken. Eine wesentliche Rolle spielen eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Genauso wichtig ist es, dem Gehirn Reize und Anstöße zu bieten. Denn das Gehirn kann mit einem Muskel verglichen werden, der trainiert werden muss, um in guter Form zu bleiben. Mehr zum Thema Prävention finden Sie im Themenbereich "Medizinischer Hintergrund".

Ist Demenz heilbar?

Alzheimer und viele andere Formen von Demenz sind in der Regel nicht heilbar. Aber ihre Symptome sind behandelbar. Durch die richtige Therapie lässt sich der Krankheitsverlauf verzögern und die Symptome mildern. Einige seltenere Demenzformen, die durch Depressionen, Medikamente, Schilddrüsenerkrankungen oder eine Vitamin-Unterversorgung bedingt sind, können dagegen geheilt werden. Diese Demenzen zählt man zu den sekundären Demenzen.

Wie lange habe ich mit der Diagnose Alzheimer noch zu leben?

Das ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Statistisch gesehen beträgt die durchschnittliche Dauer der Alzheimer-Krankheit sieben Jahre nach der Diagnosestellung. In einigen Fällen leben Demenzkranke aber durchaus noch bis zu 20 Jahre. Wobei die Demenzerkrankung selbst nicht ursächlich für den Tod ist. Die meisten Betroffenen sterben an Infektionen, die durch die Bettlägerigkeit im Endstadium der Krankheit begünstigt werden – z. B. Lungenentzündung, Herzinfarkt oder Blutvergiftungen.

Wo bekomme ich verständliche wissenschaftliche Informationen zu Demenz?

Für das Wissensportal „EinBlickDemenz“ werden vom Munich Cluster for Systems Neurology (SyNergy) und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) wissenschaftliche Forschungsergebnisse verständlich formuliert, für jedermann zugänglich gemacht und regelmäßig aktualisiert. Es besteht die Möglichkeit, Kommentare zu den Artikeln abzugeben oder auch Fragen zu stellen. Als Netzwerkpartner fungiert die Alzheimer Gesellschaft München e. V.

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