Therapeuten

Die Zahl demenzkranker Menschen wird in den nächsten Jahren steigen. Um ihnen dabei zu helfen, den Alltag zu bewältigen und ein gewisses Maß an Lebensqualität zu erhalten, sind nicht nur gut ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte nötig. Kenntnisse über das Krankheitsbild Demenz sind auch in der Ergo- und Physiotherapie, in der Logopädie sowie der Musik- und Kunsttherapie hilfreich und wichtig.

Noch taucht in den meisten Lehrplänen für Therapeutinnen und Therapeuten die Demenzerkrankung nur am Rande auf. Allmählich aber findet dieses Krankheitsbild Eingang in die Ausbildung der einzelnen Berufsgruppen. Auch für erfahrene Fachkräfte in diesem Bereich ist eine gute Weiterbildung sinnvoll, um auf die besonderen Bedürfnisse der Betroffenen besser eingehen zu können. Berufsverbände und Fachzeitschriften informieren über Fortbildungsveranstaltungen und Kongresse.

Angebote für Ergotherapeutinnen und -therapeuten

Ergotherapeutinnen und -therapeuten helfen Demenzkranken dabei, möglichst lange selbstständig zu bleiben. Basale Stimulation, biografische Arbeit, Gedächtnistraining, aber auch die tiergestützte Therapie bilden hier die Basis ihrer Arbeit. Wer dazu mehr erfahren und sich weiterbilden möchte, der kann sich an die Berufsverbände oder an das Forum für Ergotherapie bei Demenz wenden. Auch in Pflegeheimen und Krankenhäusern finden entsprechende Fortbildungen statt. Diese sind zwar meist fachübergreifend, also auch für Ärzte, Pflegekräfte und andere therapeutische Berufsgruppen gedacht, bieten aber eine gute Gelegenheit, Erfahrungen untereinander auszutauschen.

Angebote für Logopädinnen und Logopäden

Die Arbeit von Logopädinnen und Logopäden mit Demenzkranken konzentrierte sich bisher vor allem auf Schluckstörungen und deren Auswirkungen. Der Bundesverband der Deutschen Logopäden e.V. organisiert hierzu Seminare und Kongresse für Selbstständige und Auszubildende. Informationen finden sich auch in der Verbandszeitschrift "FORUM LOGOPÄDIE". Geplant ist jetzt eine Arbeitsgruppe des Verbandes, die sich nur dem Krankheitsbild Demenz widmet. Sie möchte ein breiteres Fortbildungsspektrum anbieten. In Zukunft wollen Logopäden bei der Arbeit mit Demenzkranken mehr die Kommunikationsmöglichkeiten und -fähigkeiten fördern. Systematische Beratungen im frühen Stadium der Krankheit sind angedacht, in denen Angehörige und Pflegende lernen sollen, wie sie sich auch bei fortgeschrittener Krankheit mit Demenzkranken verständigen können.

Sonderfall Psychotherapie

Psychotherapie kann Menschen mit Demenz insbesondere im frühen Stadium helfen, mit den Symptomen besser umzugehen. Sie lernen, ihr Alltagsverhalten auf die Krankheit einzustellen, festigen ihr Selbstbewusstsein und bekämpfen Depressionen.

Angebote für Physiotherapeutinnen und -therapeuten

Einen Fortbildungskalender finden Interessierte auf der Seite des Deutschen Verbandes für Physiotherapie – Zentralverband der Physiotherapeuten/ Krankengymnasten (ZVK) e.V. oder in der Zeitschrift des Verbandes "pt – Zeitschrift für Physiotherapeuten". Alltagsfunktionen, Beweglichkeit und den Umgang mit Hilfsmitteln zu trainieren, sind die wesentlichen Aufgaben von Physiotherapeutinnen und -therapeuten bei der Behandlung von Demenzkranken. Aber auch die Frage, wie sich mit Bewegung die Stimmung und die Kommunikation verbessern lassen, wird in den nächsten Jahren eine zunehmende Rolle spielen. Hierzu bietet die Arbeitsgemeinschaft Geriatrie Vortragsreihen an.

Angebote für Musik- und Kunsttherapeutinnen und -therapeuten

Musiktherapie ist in jedem Stadium einer Demenz wichtig. Interessierte Therapeuten lernen Wichtiges über diese Erkrankung bisher vor allem durch Hospitationen, beispielsweise in gerontopsychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern. Informationen über bundesweite Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Demenz bieten die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft und das "Netzwerk Musiktherapie mit alten Menschen". Dahinter verbirgt sich ein Forum für Musiktherapeuten, das vor allem dem Erfahrungsaustausch dient, im Internet, aber auch auf den Jahrestagungen. Auch Kunsttherapeuten können sich bei Interesse an ihre Berufsverbände wenden. Der Deutsche Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie e.V. bietet einen bundesweiten Veranstaltungskalender an, der auch demenzspezifische Angebote enthält.

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