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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Inkontinenz ja oder nein
04.11.2018 | 08:28
MaditaHH

Hallo, ich habe eine Frage zur Inkontinenz. Meine Mutter hat zwar Demenz und diese wurde gerade auch deutlich stärker, aber sie artikuliert wenn sie zur Toilette möchte. Ich habe nur festgestellt, dass sie häufig vor der Toilette steht und dann nicht mehr sicher ist, was sie genau dort tun soll. Das Heim bzw ein Pfleger sagt sie sei inkontinent.. Meine Fragen sind a) ist das Inkontinenz und b) wie könnte eine Hilfestellung aussehen? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

04.11.2018 | 10:07
elmarkaiser

Sehr geehrte Fragenstellerin,

Inkontinenz ist ein vielschichtiges Phänomen. Es gibt sowohl organische Ursachen, als auch eine psychische Komponente. Bei Demenzpatienten liegt aber meist eine körperliche Ursache (mit) vor. Auch bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung eine Inkontinenz begünstigen - darüber sollte dann vom behandelnden Arzt aufgeklärt werden. Das Verhalten Ihrer Mutter, beim Gang zur Toilette vergesslich bezüglich ihrer eigenen Absicht zu sein, ist eher ein Zeichen der Demenzerkrankung an sich.

Ich wünsche Ihrer Mutter und auch Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser

11.11.2018 | 19:55
MaditaHH

Sehr geehrter Herr Dr. Kaiser,
vielen Dank für Ihre Antwort. Gibt es denn die Möglichkeit etwas für meine Mutter zu tun, dass ihr hilft die Toilette zu finden/sich sicherer zu fühlen?

Ich fände es gut, wenn man nicht einfach Vorlagen verwendet, wenn sie eigentlich weiß, dass sie zur Toilette muss.
Das Pflegepersonal bekommt die Momente meist nicht mit, daher kann es nicht helfen.
Vielleicht gibt es ja aber gute Erfahrungen mit einer optischen Gestaltung oder ähnlichem?

Viele Grüße
Christina Heidrich

12.11.2018 | 09:19
elmarkaiser

Sehr geehrte Frau Heidrich,

hilfreich sind z.B. folgende Gestaltungselemente: ausreichend helle Beleuchtung und ein angenehmer Duft / Duftstäbchen, der den Aufenthalt im Bad / Toilette erleichtert. Gerade Demenzpatienten reagieren auf Gerüche bzw. Düfte sehr sensibel - im Positiven wie im Negativen. Daher läßt sich meist über diesen Zugang ein eigentlich negativ besetzter Ort etwas angenehmer gestalten. Es käme auf einen Versuch an!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser



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