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DAS WEBLOG

Demenz – Wenn die Unruhe wächst und Essen zum Problem wird

Sonja Mannhardt am 31.08.2016, 12:57 | 1 Kommentar

Die meisten Menschen nehmen sich nicht ausreichend Zeit zum Essen. Oft essen Familien nur einmal oder gar nicht gemeinsam am Tisch. Manchmal läuft der Fernseher nebenbei oder es wird telefoniert oder dabei im Netz gesurft. Menschen mit Demenz können zum Beispiel darunter leiden, dass sie ständig Hunger verspüren. Der Weblogbeitrag von Sonja Mannhardt zeigt Möglichkeiten auf wie Sie mit dem Problem umgehen können.

Demenz – Wenn die Unruhe wächst und Essen zum Problem wird

Appelle führen zu nichts – Die Bauchladenidee.

„Bleib doch sitzen, Opa“. „Jetzt iss doch erst deinen Teller leer“, „Oma, es ist schon dunkel; jetzt gibt es nichts mehr zum Essen.“

Wer zu Hause einen geliebten Menschen mit Demenz pflegt, der kennt das Problem. Zuweilen zeigen Betroffene keine Reaktion auf unsere Worte und machen nur, was sie wollen, egal wie unsinnig uns das scheint.

Wir wissen aus der Forschung, dass bei Demenz die innere Unruhe und der Bewegungsdrang zunehmen, was auch Auswirkungen auf die Nahrungsaufnahme hat. Betroffene Personen bleiben nicht mehr am Tisch sitzen, oder nicht lange genug, um ausreichend Nahrung aufzunehmen. Sie sind ständig unterwegs und kaum dazu zu bewegen sich an den Tisch zu setzen. Je mehr auf sie eingeredet, je mehr Druck ausgeübt wird, desto weniger wird es klappen mit dem Essen, denn:
Stimmungen und Gefühle beeinflussen das Leben der Menschen mit Demenz in einem starken Maße.

Unharmonische Stimmung bei Tisch, negative Gefühle und Druck bei Tisch lassen den Stresspegel von Betroffenen und Angehörigen oder Pflegefachkräften zusätzlich steigen. Vernunftappelle und Versuche der Wissensvermittlung führen hierbei selten zum Ziel – im Gegenteil.

Hier ist also guter Rat teuer:
Wie wär´s mit einem „Bauchladen“, als Tischersatz? So ein Bauchladen könnte in vielerlei Hinsicht eine Option sein:
Der Mensch mit Demenz kann seinem Bewegungsdrang folgen und sich gleichzeitig Nahrung zuführen. Pflegende und Angehörige kommen weniger in Stress, denn sie müssen nicht mehr „gut zureden“, womit sich wiederum die Stimmung rund um Nahrungszufuhr verbessert.

Foto der Weblogautorin Sonja Mannhardt
Foto: Sonja Mannhardt

Sonja M. Mannhardt ist studierte Diplom Ernährungswissenschaftlerin und Inhaberin der Praxis für psychologische Ernährungstherapie. Einer ihrer Schwerpunkte ist Seniorenernährung und Ernährung bei Demenz, sowie das Wohl der pflegenden Angehörigen.   „Expertin für Demenzerkrankungen“ wurde sie durch Erfahrungen mit ihrer Mutter und das Vertrauen, das ihr durch Pflegende und betroffene Angehörige in „schwieriger Zeit“ geschenkt wurde.

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1 Kommentar

Anonym am 23.06.2017, 14:02 Was ist ein Bauchlanden oder besser wo bekomme ich ihn

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