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DAS WEBLOG

Aus dem Fenster schauen

Beatrix Noppmann am 30.09.2014, 14:16 | 0 Kommentare

An Demenzerkrankte Menschen verhalten sich – mit den Augen der Angehörigen gesehen - oft komisch. Aber was ist denn schon normal? Manchmal gelingt es in die kleine, eigene Welt der Demenzdenkweise einzutauchen. Ganz oft aber auch nicht und es gibt dann keine Erklärung für das eine oder andere Verhalten von einem Demenzerkrankten.

Aus dem Fenster schauen

Die Tage werden immer anstrengender, Mutter immer grantiger. Ihr Benehmen wird immer kindlicher. So hatten wir ein äußerst anstrengendes Frühstück wie mit einem Kindergartenkind hinter uns. Christa saß auf ihrem "Omasessel" und schaute aus dem Fenster. Sie war noch nicht angezogen und ich musste schnell etwas anderes erledigen. Als ich wieder ins Wohnzimmer kam, saß sie auf dem Boden. Es muss ein riesiges Fragezeichen über meinem Kopf gewesen sein. Christa lachte und war ärgerlich zugleich. Der Boden ist hart. Auf meine Frage, warum sie auf dem Boden sitzt, war die Antwort: „Ich wollte mal auf dem Boden sitzen. Es ist hier schön.“ Also habe ich sie sitzen lassen. Nach einiger Zeit robbte sie auf dem Hintern zur Terrassentür, beugte sich vor, machte den Hals lang und schaute sich das Leben im Garten vom Boden aus an. Es dauerte eine Weile, bis ich sie zum Aufstehen bewegen konnte. Weitere Erklärungen bekam ich nicht.
Dafür aber hat sie einige Tage nicht mehr mit mir gesprochen.

Diese Geschichte hat sich einige Male wiederholt. Mein Fragezeichen ist noch immer riesengroß.

Foto der Weblogautorin Beatrix Noppmann und ihrem Ehemann
Foto: Beatrix Noppmann

Beatrix Noppmann wurde 1957 geboren, sie ist mit einem Arzt verheiratet und hat 2 Kinder. Im Haus der Familie Noppmann wohnt auch die Schwiegermutter. Beatrix Noppmann ist seit 1995 als Übungsleiterin in verschiedenen Sportarten tätig wie Seniorensport, Präventionssport, Herzsport sowie für Diabetes

Auch Zuckerkrankheit genannt. Dabei kommt es zu einer Überzuckerung des Blutes durch einen Insulinmangel und/oder eine verminderte Empfindlichkeit gegenüber Insulin. Das Hormon Insulin sorgt dafür, dass der Zucker in die Zellen gelangen kann.
Diabetes
, Demenz u.v.m. Mit dem intensiven Seniorentraining hat sie 2000 angefangen und sich auf betagte, und hochbetagte gesunde und kranke Menschen spezialisiert. Sie trainiert 8 Gruppen, davon eine gemischte Demenz- und Seniorengruppe und eine reine Demenzgruppe. Die Teilnehmer der DeMoBe sind betagt –hochbetagt und in der Demenz weit fortgeschritten.

Weitere Infos unter : Herzsportgruppe Hearthoppers II e. V.

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