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DAS WEBLOG

Sport mit an Demenz erkrankten Menschen

Beatrix Noppmann am 10.02.2014, 13:42 | 0 Kommentare

Beatrix Noppmann arbeitet als Seniorenbewegungstrainerin mit an Demenz erkrankten Menschen zusammen. Die Kunst ist es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht zu viel abzuverlangen – denn kleine Erfolge sind ein großes Geschenk.

Sport mit an Demenz erkrankten Menschen

DeMoBe Demenz-Mobil-Bewegung
Als Seniorenbewegungstrainerin mit etwa 100 Personen beobachte ich immer wieder die Veränderungen, die ältere, betagte, hochbetagte und demenzerkrankte Menschen durch Bewegung haben.

Mein Ziel ist es, das Alltagsleben so zu verändern, dass alltägliche Bewegungen einfacher und leichter werden. Das erfordert natürlich viel, viel, viel Geduld mit an Demenz erkrankten Menschen.

Bewegungstraining mit diesen Menschen bedeutet viel Wiederholung - der Lernprozess ist nicht mehr gegeben - also muss automatisiert werden. Also nochmals - viel Geduld.

Diese Geduld wird aber durch Kleinigkeiten, die plötzlich große Bedeutung gewinnen, belohnt. So hat eine Teilnehmerin in meiner Demenzbewegungsgruppe über die Weihnachtspause plötzlich zwei Namen mit einer dazugehörigen Bewegung behalten.

Die Teilnehmerin ist in ihrer Erkrankung weit vorangeschritten - etwa Mitte bis Ende 2. Stufe - soweit ich das beurteilen kann. Große Freude.

Ähnlich ging es mir bei der Betreuung meiner Schwiegermutter, die ich zu uns ins Haus genommen habe. Als sie vor knapp 2 Jahren im Alter von 85 zu mir kam, lief sie sehr schlecht.. Tief gebeugt, wackelnd wie eine Ente - sehr verunsichert. Weder mit Gehwagen noch mit Stock konnte sie gut umgehen.

Eine Frau, die sich äußerst ungern von anderen etwas sagen lässt, geschweige denn, sich sportlich/bewegungstechnisch helfen lassen will.

Durch das tägliche kontinuierliche Training - kleine Kraft- und Ausdauertraininung - und ständige Korrektur hat sie es geschafft einigermaßen stabil und aufrecht zu gehen. Auch der Entengang hat sich verbessert.

Und obwohl die Demenz sich erheblich verschlechtert hat, hat sich die körperliche Situation wesentlich verbessert.

Solche Erfolge gibt es aber nur, wenn man rund um die Uhr aktivierend betreut wird. Dabei ist die Geduld sehr gefordert, aber nicht immer gegeben.
Also Theorie und Praxis. Man weiß alles - aber die Umsetzung ist sehr schwer.

Fakt ist: Bewegung lohnt immer, besonders dann, wenn sie in Gemeinschaften praktiziert wird.

Foto der Weblogautorin Beatrix Noppmann und ihrem Ehemann
Foto: Beatrix Noppmann

Beatrix Noppmann wurde 1957 geboren, sie ist mit einem Arzt verheiratet und hat 2 Kinder. Im Haus der Familie Noppmann wohnt auch die Schwiegermutter. Beatrix Noppmann ist seit 1995 als Übungsleiterin in verschiedenen Sportarten tätig wie Seniorensport, Präventionssport, Herzsport sowie für Diabetes

Auch Zuckerkrankheit genannt. Dabei kommt es zu einer Überzuckerung des Blutes durch einen Insulinmangel und/oder eine verminderte Empfindlichkeit gegenüber Insulin. Das Hormon Insulin sorgt dafür, dass der Zucker in die Zellen gelangen kann.
Diabetes
, Demenz u.v.m. Mit dem intensiven Seniorentraining hat sie 2000 angefangen und sich auf betagte, und hochbetagte gesunde und kranke Menschen spezialisiert. Sie trainiert 8 Gruppen, davon eine gemischte Demenz- und Seniorengruppe und eine reine Demenzgruppe. Die Teilnehmer der DeMoBe sind betagt –hochbetagt und in der Demenz weit fortgeschritten.

Weitere Infos unter : Herzsportgruppe Hearthoppers II e. V.

Stabilität ist äußerst wichtig für den älteren, alten und hochbetagten Menschen.
Maßgebend ist es richtig stehen zu können (Bärenstand).
Bärenstand: Körperbreit stehen,
                    Gewicht auf beide Beine gleichmäßig verteilt
                    Bauchnabel leicht zum Rücken
                    Hüfte etwas tiefer
                    Hände in Schulterhöhe - U-Haltung

Aus dieser Position Bewegungen einüben - nach rechts/links - Oberkörperdrehung mit oder ohne Gewicht leicht in die Knie und wieder auf.

Bei guter Einübung merkt man recht schnell, dass viele alltägliche Dinge einfacher werden.

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