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DAS WEBLOG

Demenz im Mehrgenerationenhaus

Klaus Schindler am 12.08.2013, 10:52 | 0 Kommentare

Die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses Rosenheim  und Herr Schindler können positive Erfahrungen über das Zusammentreffen von jung und alt verbuchen. Zu Recht dürfen der Projektleiter und seine Crew stolz auf ihr Mehrgenerationenhaus und die geleistete Arbeit sein.

Thema Demenz im Mehrgenerationenhaus
Betreuungsgruppe für demenziell Erkrankte mittendrin

Im Mehrgenerationenhaus (MGH) Rosenheim, unter der Trägerschaft des AWO-Kreisverbands Rosenheim e. V., finden sich unterschiedlichste „Starke Leistungen für jedes Alter“ wie es das Bundesprogramm Mehrgenerationenhäuser umschreibt. Neben einer Kinderkrippe, einer Spielgruppe, Eltern-Kind-Gruppen, Selbsthilfegruppen und verschiedenen Kursangeboten befindet sich auch eine Seniorenbegegnungsstätte im Haus; hier finden Aktivitäten und Gottesdienste der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) statt und es gibt viele weitere Nutzungen und Nutznießer der Räume. Seit etwa einem Jahr nutzt auch der kooperierende Hauskrankenpflegeverein Rosenheim für die Loreto-Gruppe – ein Betreuungsangebot für demenziell Erkrankte zur Entlastung der pflegenden Angehörigen – die Räume des MGH´s. Das Neben- und Miteinander der unterschiedlichen Altersgruppen im Haus verläuft harmonisch und immer wieder ergeben sich Kontakte unter den Menschen, die weit über die Angebote des MGH´s hinausgehen.

Häufig wird MGH-Projektleiter Klaus Schindler gefragt, ob es denn nicht schwierig sei so viele Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen unter einem Dach zu vereinen, insbesondere an Demenz erkrankte Menschen seien ja eine Gruppe die intensive Zuwendung und spezielle Angebote benötigen. „Nach diesem Jahr können wir sagen, dass auch die Demenzgruppe im MGH gut angekommen ist. Sicher galt es im Vorfeld so manche Dinge zu organisieren und zu berücksichtigen – wie kommen die Gruppenmitglieder hierher, wie viel Aufsicht ist notwendig und so weiter. Aber der Hauskrankenpflegeverein und wir haben uns zusammengesetzt  und konnten alle Probleme lösen – wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.“ Entscheidend war natürlich die Auswahl der Gruppenteilnehmerinnen und Gruppenteilnehmer. Je nach Grad und Art der Demenz wird ganz individuell – zusammen mit den Angehörigen überlegt, für wen die wöchentlichen Treffen machbar und geeignet sind. Oft hilft es da auch, wenn die Angehörigen die Gruppenmitglieder anfangs begleiten. Nun treffen sich jeden Dienstag bis zu zwölf Personen mit noch nicht zu weit fortgeschrittener Demenz und verbringen gemeinsam einen schönen Nachmittag im MGH, liebevoll betreut von den Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes und einem Team ehrenamtlich tätiger Betreuungshelferinnen.

Foto: Helferkreis der Lorentogruppe vom kooperierenden Hauskrankenpflegeverein Rosenheim
Foto: Klaus Schindler

Im vergangenen Jahr gewann das AWO-Mehrgenerationenhaus beim Wettbewerb des Vereins „Mehr Zeit für Kinder“ und der Deutschen Alzheimer Gesellschaft unter dem Motto „Spielen macht Schule“ die Ausstattung für ein Spielezimmer. Spielfiguren sowie Brett- und Gesellschaftsspiele für jede Gelegenheit und jedes Alter waren der Preis. Die Idee dahinter: über das gemeinsame Spielen sollten Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenkommen und sich kennen lernen.

Es braucht eben Anlässe und Gelegenheiten um Menschen zusammen zu bringen; junge und alte aber auch Menschen mit und ohne Demenz. So entsteht gegenseitiges Verständnis und Einblick in die Themen und Problematiken der einzelnen Gruppen. Projektleiter Klaus Schindler abschließend: „Oft werden bei der Loretogruppe auch lautstark alte Schlager gesungen. Wenn ich dann anderen Besuchern des Hauses sage, dass das die Demenzgruppe ist, spüre ich, dass sich die Vorstellungen und die Bilder dieser Erkrankung in den Köpfen der Menschen wandeln.“

Foto des Weblogautors Klaus Schindler
Foto: Klaus Schindler

Klaus Schindler arbeitet als Sozialpädagoge nach Stationen in der Jugendhilfe, der Jugendarbeit und im Quartiermanagement mittlerweile als Abteilungsleiter für das Mehrgenerationenhaus und die Sozialen Dienste des AWO-Kreisverbands Rosenheim. Im Mehrgenerationenhaus Rosenheim begegnen sich Menschen aller Kulturen und Generationen und Schindler versucht Netzwerke, Kontakte und gegenseitige Hilfssysteme unter den unterschiedlichen Nutzern zu organisieren. Erfahrungen mit Demenz bringt er auch aus dem Elternhaus mit: Betroffene und Angehörige demenziell erkrankter Menschen benötigen Unterstützung und Solidarität. Die zunehmende Häufigkeit  dieser Erkrankung macht einen offenen und offensiven Umgang damit unausweichlich.

Internet Links

Weitere Informationen erhalten Interessierte im Mehrgenerationenhaus Rosenheim unter 08031 941373-21

Pressekontakt:
Für Rückfragen steht der AWO Kreisverband Rosenheim, Träger des Mehrgenerationenhauses Rosenheim, gerne unter der
Telefonnummer: 08031 941373-21 zur Verfügung.
E-Mail

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