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DemNet

Forschungsbereich: Versorgungsforschung

Institution:

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Rostock/ Greifswald
Ellernholzstraße 1-2
17489 Greifswald

Internetpräsenz: www.dzne.de

Träger der Einrichtung:

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), gefördert vom Bund (BMBF) und den Ländern

Schwerpunkte der Institution:

  • Translationale Forschung
  • Versorgungsforschung
  • Interdisziplinäre Forschung

Kurzbeschreibung:

Der Standort in Mecklenburg-Vorpommern verbindet klinische Forschung und Versorgungsforschung und vollzieht damit den letzten Schritt von der Grundlagenforschung über die klinische Forschung zum Betroffenen und der Gesellschaft. Auf der einen Seite werden Ergebnisse der klinischen Demenzforschung, wie zum Beispiel verbesserte Bildgebung oder andere diagnostische und therapeutische Verfahren, auf ihre Anwendbarkeit und Wirkung in der Allgemeinbevölkerung erprobt. Auf der anderen Seite werden Bedarfe und Bedürfnisse von Betroffenen und der Gesellschaft erfasst, die sowohl zu Veränderungen in der Regelversorgung als auch zur Veränderung in der Forschungsausrichtung führen können.

Mecklenburg-Vorpommern selbst ist eine Modellregion für die demografische Entwicklung, da deren Folgen für unser Gesundheitssystem dort bereits heute sichtbar werden. Eine rasch alternde Bevölkerung, eine Zunahme von Krankheiten des Alters, eine hohe Zahl von Einpersonenhaushalten, eine dünner werdende Versorgung mit zum Beispiel abnehmenden Zahlen von Haus- und Fachärzten oder langen Versorgungswegen. Die Erforschung neuer Konzepte kann hier schon heute unter Bedingungen erfolgen, die nahe der realen Versorgung sind. Dabei arbeitet das DZNE an seinem Standort Rostock/Greifswald eng mit den dortigen Hochschulen und Universitätskliniken zusammen.

Zum Forschungsgegenstand zählen medizinische, soziale, individuelle, familiäre, pflegerische, ethische, ökonomische und gesellschaftliche Fragestellungen. Die Forschungslinien umfassen die Ermittlung des Bedarfs an Versorgung, die Entwicklung neuer Versorgungswege, deren Umsetzung, die Überprüfung der Wirksamkeit, Effektivität und Effizienz. Damit trägt das DZNE schon heute dazu bei, die Lebenssituation von älteren Personen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern, Es werden jedoch auch Lösungen für die demografischen Probleme von morgen entwickelt, die überregional wirksam sind. Damit beschleunigt das DZNE die Bereitstellung sinnvoller diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen.

Aktuelles Forschungsprojekt:

Multizentrische interdisziplinäre Evaluationsstudie von Demenznetzwerken in Deutschland (DemNet-D)
Projektlaufzeit: 4/2012-3/2015

Kooperationspartner: Institut für Angewandte Sozialforschung Stuttgart, ASH Berlin, DZNE Witten

Forschungsförderung: BMG

Kurzbeschreibung:

Die „Multizentrische interdisziplinäre Evaluationsstudie von Demenznetzwerken in Deutschland (DemNet-D)“ hat zum Ziel, die Versorgungssituation, die Versorgungsergebnisse sowie die Kooperations- und Netzwerkstrukturen von regionalen Netzwerken für Menschen mit Demenz zu charakterisieren.

Mit Hilfe von Primärdaten (quantitative und qualitative Daten über Netzwerkstrukturen, -prozesse, -steuerung und Wissensmanagement, quantitative und qualitative Parameter) auf Seiten der MmD und ihrer Angehörigen (Face-to-face-Interviews, Fragebögen, Telefoninterviews) sollen Ergebnisse generiert werden, die (a) dem Neuaufbau nachhaltiger Netzwerke, (b) der Qualitätssteigerung vorhandener Netzwerke und (c) dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn dienen. Ausgangspunkt der DemNet-D-Studie ist eine vergleichende Analyse 13 etablierter Demenznetzwerke in Deutschland zur Bestimmung von Determinanten für eine dauerhafte Netzwerkarbeit. Die im Rahmen des Forschungsprojektes durchzuführenden Arbeiten und Analysen beziehen sich auf:

  1. Analysen bezüglich der Charakteristika auf Seiten der Netzwerknutzer, also sowohl Menschen mit Demenzals auch deren Angehörigen;
  2. Analysen in Bezug auf Strukturen und Prozesse innerhalb und außerhalb der Demenznetzwerke (z.B. Leistungserbringer, Schlüsselpersonen, Kooperationspartner); Untersuchung des Wissensmanagements, d.h. ein Überblick über Maßnahmen zur Dissemination und Implementierung von Wissen zur Demenz in den Netzwerken;
  3. Gesundheitsökonomische Analysen mit dem Ziel, Aussagen zur Tragfähigkeit der Finanzstrukturen eines Netzwerks zu machen bzw. Rahmenbedingungen und Erfordernisse für die finanzielle und betriebswirtschaftliche Überlebensfähigkeit eines Netzwerkes zu beschreiben;
  4. Zusammenstellung von Empfehlungen und Materialien in Form eines Werkzeugkastens, der zur direkten Nutzung für Interessenten/Praktiker, die ein Demenznetzwerk etablieren möchten, geeignet ist.

Das Design der im Rahmen des Forschungsverbundes DemNet-D durchgeführten Studie beschreibt eine multizentrische, multiprofessionelle und multivariate Längsschnittstudie, die sich eines Methodenmix im Sinne einer Methodentriangulation bedient und Ergebnisse aus den Analysen der qualitativen und der quantitativen Daten zusammenführt. Dazu wird auf Seiten der Nutzer zunächst die Gesamtstichprobe deskriptiv untersucht. Auf einer zweiten Analyse-Ebene kann eine vergleichende Darstellung der Nutzerparameter in den 13 Netzwerken (vergleichende Analyse der Netzwerke) erfolgen. Daneben wird eine Analyse der Netzwerkportfolios durchgeführt, mit Hilfe derer die von den Netzwerken selbst definierten Ziele oder Outcomes ihrer Netzwerkarbeit beschrieben werden. Eine vergleichende Analyse der 13 Netzwerkportfolios identifiziert sowohl gemeinsame, als auch sich unterscheidende Ziele. Diese Ziele sind operationalisierbar, wodurch die Möglichkeit entsteht, den „Zielerreichungsgrad“ einzelner Netzwerke zu bestimmen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die intraorganisationale Steuerung (Governance) der beteiligten Netzwerke gelegt. Als dritte Analyseebene werden nutzerbezogenen Daten zwischen Netzwerktypen verglichen; diese Netzwerktypen werden aufgrund der qualitativen Analyse der Netzwerke herausgearbeitet und stellen somit in der Verbindung mit den quantitativen Daten den empirischen Schritt zur Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse dar. Somit sind die zu beschreibenden Zusammenhänge und Determinanten nicht mehr netzwerkabhängig, sondern netzwerktypabhängig. Auch auf dieser Ebene werden den Netzwerktypen zu erreichende Ziele/Outcomes zugeordnet und der Grad der Zielerreichung analysiert. Diese Analysen geben Hinweise darauf, welche Ergebnisse/ Outcomes durch welche Netzwerke und Netzwerktypen erreicht werden.

Die erste quantitative Analyse wird bezüglich der Analysen des Outcomes auf der Ebene der Nutzer und Analysen der Strukturen und Prozesse der Netzwerke und des Wissensmanagements vorgestellt. Neben den wissenschaftlichen Ergebnissen zu Nutzern (MmD/Angehörige) von Demenznetzwerken und der Inanspruchnahme von Leistungen stellt der Werkzeugkasten Demenz als praxisorientierte Informationsquelle für Demenznetzwerke ein wichtiges Ergebnis des Vorhabens dar. Sowohl an der Gründung von Netzwerken interessierte Stellen, wie auch schon bestehende Netzwerke und die daran Beteiligten erhalten die Möglichkeit, sich auf Grundlage der zusammengestellten Informationen über verschiedene Bereiche der Netzwerkarbeit zu informieren. Durch den geplanten modularen Aufbau des Werkzeugkastens wird es möglich sein, themenspezifische, nach Handlungsfeldern von Demenznetzwerken gegliederte Informationen in Form von Definitionen, Praxis- und Fallbeispielen und Materialien bestehender Netzwerke abzurufen. Neben diese praxisorientierte Aufbereitung der Studienergebnisse, die sich insbesondere aus den Studienteilen Governance, Wissenstransfer und Finanzierung sowie den erstellten Netzwerkportfolios speist, wird die Darstellung der quantitativen Studienteile (Charakteristika der Nutzer und Inanspruchnahme) als ergänzendes Element zur vertieften Betrachtung einzelner unterschiedlicher Netzwerktypen gestellt. Durch diese kombinierte Darstellung lassen sich sowohl die praktische Umsetzung von Netzwerkarbeit sowie die nutzerbezogenen Charakteristika der einzelnen Netzwerktypen erfassen. Der Werkzeugkasten soll als Manual und/oder Webseite für interessierte Gruppen verfügbar gemacht werden und diskutiert werden.

DelpHi

Forschungsbereich:

Versorgungsforschung

Institution

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Rostock/ Greifswald
Ellernholzstraße 1-2
17489 Greifswald

Internetpräsenz: www.dzne.de

Träger der Einrichtung:

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), gefördert vom Bund (BMBF) und den Ländern

Schwerpunkte der Institution:

  • Translationale Forschung
  • Versorgungsforschung
  • Interdisziplinäre Forschung

Kurzbeschreibung:

Der Standort in Mecklenburg-Vorpommern verbindet klinische Forschung und Versorgungsforschung und vollzieht damit den letzten Schritt von der Grundlagenforschung über die klinische Forschung zum Betroffenen und der Gesellschaft. Auf der einen Seite werden Ergebnisse der klinischen Demenzforschung, wie zum Beispiel verbesserte Bildgebung oder andere diagnostische und therapeutische Verfahren, auf ihre Anwendbarkeit und Wirkung in der Allgemeinbevölkerung erprobt. Auf der anderen Seite werden Bedarfe und Bedürfnisse von Betroffenen und der Gesellschaft erfasst, die sowohl zu Veränderungen in der Regelversorgung als auch zur Veränderung in der Forschungsausrichtung führen können.

Mecklenburg-Vorpommern selbst ist eine Modellregion für die demografische Entwicklung, da deren Folgen für unser Gesundheitssystem dort bereits heute sichtbar werden. Eine rasch alternde Bevölkerung, eine Zunahme von Krankheiten des Alters, eine hohe Zahl von Einpersonenhaushalten, eine dünner werdende Versorgung mit z.B. abnehmenden Zahlen von Haus- und Fachärzten oder langen Versorgungswegen. Die Erforschung neuer Konzepte kann hier schon heute unter Bedingungen erfolgen, die nahe der realen Versorgung sind. Dabei arbeitet das DZNE an seinem Standort Rostock/Greifswald eng mit den dortigen Hochschulen und Universitätskliniken zusammen.

Zum Forschungsgegenstand zählen medizinische, soziale, individuelle, familiäre, pflegerische, ethische, ökonomische und gesellschaftliche Fragestellungen. Die Forschungslinien umfassen die Ermittlung des Bedarfs an Versorgung, die Entwicklung neuer Versorgungswege, deren Umsetzung, die Überprüfung der Wirksamkeit, Effektivität und Effizienz. Damit trägt das DZNE schon heute dazu bei, die Lebenssituation von älteren Personen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern, Es werden jedoch auch Lösungen für die demografischen Probleme von morgen entwickelt, die überregional wirksam sind. Damit beschleunigt das DZNE die Bereitstellung sinnvoller diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen.

Aktuelles Forschungsprojekte:

Demenz: lebensweltorientierte und personenzentrierte Hilfen in Mecklenburg-Vorpommern; DelpHi-MV

Projektlaufzeit: 2011-2016

Kooperationspartner: Universitätsmedizin Greifswald

Forschungsförderung: DZNE

Internetpräsenz: www.dzne.de

Veröffentlichungen: Thyrian et al in TRIALS; Eichler et al. In Int Psychogeriatrics, Fiß, Thyrian et al. In BMC Geriatrics

Kurzbeschreibung:

Unser Ziel:
Die Versorgung von Menschen mit Demenz verbessern Am DZNE Rostock/Greifswald wird im Rahmen der hausarztbasierten bevölkerungsbezogenen Interventionsstudie DelpHi-MV ein innovatives Versorgungskonzept für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen entwickelt und evaluiert.

Was wollen wir erreichen?
Ziel ist die Verbesserung der häuslichen Versorgung durch möglichst frühzeitige Integration der Betrof-fenen in das bestehende Gesundheitssystem. Dafür besuchen speziell qualifizierte Pflegefachkräfte - die Dementia Care Manager (DCM) - die Familien in ihrem zu Hause. Dabei soll ein möglichst langes Verbleiben des Patienten im häuslichen Umfeld bei möglichst optimaler Betreuung und hoher Lebensqualität für die Patienten wie auch deren Angehörigen gewährleistet werden. Gleichzeitig sollen die Belastungen für die betreuenden Angehörigen, Hausärzte und weitere Fachkräfte minimiert werden.

Teilnahme an der DelpHi - Studie
Selbstständig lebende Patienten ab 70 Jahren werden von ihrem behandelnden Hausarzt auf kognitive Einschränkungen gescreent. Zeigt sich dabei ein Verdacht auf Demenz, wird der Patient und wenn möglich auch sein Angehöriger vom Hausarzt zur Teilnahme an der DelpHi-MV Studie eingeladen. Im Rahmen von Hausbesuchen führt die DCM standar-disierte Tests durch und erhebt umfangreiche Infor-mationen über den Studienteilnehmer und dessen soziales Umfeld. Auf dieser Basis werden individuelle Versorgungs-bedarfe auf ärztlicher, pflegerischer, medikamentöser und psychosozialer Ebene bestimmt. Die daraus abgeleiteten Empfehlungen werden in einer interdisziplinären Fall-konferenz diskutiert, in einem Brief zusammengefasst und mit dem behandelnden Hausarzt besprochen. Gemeinsam wird das weitere Vorgehen festgelegt.

Etwa ein halbes Jahr lang besucht die DCM den Probanden regelmäßig zu Hause und sorgt dafür, dass die zuvor vereinbarten Schritte umgesetzt werden.

Wie wirksam ist die DelpHi - Intervention?
Über einen Zeitraum von 5 Jahren wird einmal jährlich eine Nachbefragung durchge-führt, um den Erfolg der Intervention bewerten zu können. Zur Überprüfung der Wirksamkeit der Intervention wird zusätzlich eine Kon-trollgruppe eingeschlossen. In dieser findet keine In-tervention statt. Die Zuweisung zur Interventions- bzw. Kontrollgruppe erfolgt zufällig.

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