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Das Bundeskabinett hat am 01. Juli 2020 auf Vorschlag der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, und des Bundesministers für Gesundheit, Jens Spahn, und unter maßgeblicher Mitwirkung der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, die Nationale Demenzstrategie beschlossen.

Erarbeitet wurde die Strategie von der Bundesregierung in einem gemeinsamen Prozess mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz, Vertreterinnen und Vertretern der Länder, der Kommunen, der Zivilgesellschaft, der Verbände aus Pflege und Gesundheitswesen sowie der Wissenschaft.

Vorausgegangen war ein breites Bündnis von Akteuren, die Initiativen entwickelten, um die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen langfristig zu verbessern. Diese waren für die Entwicklung der Nationalen Demenzstrategie wegweisend, zum Beispiel:

Start der Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie

Am 23. September 2020 wurde in der Woche der Demenz der gemeinsame Startschuss zur Umsetzung gegeben.

Der Start wird von einer großen gesellschaftlichen Initiative begleitet, um die Öffentlichkeit auf die Lebenssituation von Menschen mit Demenz aufmerksam zu machen und sie zu ermutigen, sich mehr zu informieren und für Menschen mit Demenz einzusetzen. Hierzu gibt es vielfältige Möglichkeiten.

Alle Akteure setzen die Maßnahmen der Nationalen Demenzstrategie jeweils im Rahmen ihrer Zuständigkeiten in eigener Verantwortung um. Begleitet wird dieser Prozess von einem Monitoring und regelmäßigem Austausch einer Steuerungsgruppe.

So müssen die Maßnahmen der Nationalen Demenzstrategie unter dem Einfluss der Corona-Pandemie erneut betrachtet und entsprechend angepasst werden. Trotz der schwierigen Situation unter den Bedingungen des eingeschränkten sozialen Kontakts mit weitreichenden Folgen können viele Maßnahmen unterstützen, die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern.

Das Video zum Start der Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie können Sie sich hier ansehen.

Nationale Demenzstrategie

2026 wird Bilanz über die Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie gezogen und über die Weiterentwicklung entschieden.

Monika Kaus, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG)

    Weitere Informationen finden Sie hier:

    Abschlussbericht (2018) zur Umsetzung der Agenda der Allianz für Menschen mit Demenz

    Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit 2014-2018 - Kurzbericht

    Abschlussbericht zum Stand der Umsetzung - Weiterentwicklung der Gesundheitsfachberuf

    • Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Programm „Zukunftswerkstatt Demenz“ und der fortlaufend aktualisierte „Ratgeber Demenz“. Er informiert grundlegend zum Krankheitsbild, zu Leistungsansprüchen gegenüber der Pflegeversicherung und darüber, wie der Betreuungsalltag gestaltet und erleichtert werden kann.
    • Mit der Neudefinition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs 2017 erhielten pflegebedürftige Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen einen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Davon profitieren insbesondere Menschen mit Demenz.
    • Die Verbesserung der Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie Entlohnung von Pflegekräften im Zuge der 2019 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgestellten „Konzertierten Aktion Pflege“. Viele Akteure, die an der Aktion teilnahmen, sind auch an der Nationalen Demenzstrategie beteiligt. Sie legen bei der Umsetzung der Maßnahmen der Nationalen Demenzstrategie ein besonderes Augenmerk auf die Situation von Pflegekräften, die Menschen mit Demenz versorgen und betreuen. Dabei ist die Umsetzung der Maßnahmen der „Konzertierten Aktion Pflege“, insbesondere die Gewinnung von Fachkräften, eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg vieler Maßnahmen in der Nationalen Demenzstrategie.
    • Die Umsetzung von Initiativen und Projekten für Menschen mit Demenz und deren Angehörige sowie der Auf- und Ausbau von Netzwerk- und Unterstützungsstrukturen in allen Bundesländern. Bayern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und das Saarland entwickelten zudem eigene Demenzstrategien beziehungsweise Demenzpläne.