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Pressemitteilung zur Woche der Demenz

Foto: Logo Allianz für Menschen mit Demenz

Die „Woche der Demenz“ - eine neue Initiative der Allianz für Menschen mit Demenz unter Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Schwesig und Bundesgesundheitsminister Gröhe, MdB

Die Allianz für Menschen mit Demenz hat sich in ihrer Agenda zur Einführung und Gestaltung einer Woche der Demenz im Anschluss an den Welt-Alzheimertag verpflichtet. In diesem Jahr findet diese erstmals bundesweit statt. Vom 21. bis zum 27. September 2015 werden die Mitglieder der Allianz für Menschen mit Demenz mit ihren Organisationen und Institutionen das Thema Demenz verstärkt in das öffentliche Bewusstsein rücken und verschiedene Veranstaltungen durchführen. Die Themenwoche steht dieses Jahr - in Anlehnung an „Remember me“, dem Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages - unter dem Leitgedanken „Demenz - Vergiss mich nicht“.


„Menschen mit Demenz sind auf Verständnis, Unterstützung und Hilfen ihrer Mitmenschen angewiesen, um ein gutes Leben trotz Demenz inmitten unserer Gesellschaft führen zu können.


Die Woche der Demenz bietet ein neues Forum, Mitbürgerinnen und Mitbürgern Wissen um Demenz, Verständnis für Betroffene und Möglichkeiten eigenen Engagements zu erschließen. Da die Erkrankung oftmals noch Tabuthema ist, ist es besonders wichtig, realistische Bilder von Demenz zu vermitteln und Begegnungen mit Betroffenen zu ermöglichen“, so Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.


Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Unsere Mitmenschen – den Nachbarn, die Kollegin, den Fußballkumpel – sie alle müssen wir erreichen, um sie aufmerksamer und empfindsamer für die Bedürfnisse von Menschen mit einer Demenz zu machen. Wenn bei den alten Herren im Fußballverein ein langjähriger Spieler wegen seiner Demenzerkrankung nicht mehr auftaucht, wenn die Kollegin den monatlichen Kegelabend nicht mehr besucht, weil die demenzkranke Mutter nicht alleine bleiben kann – dann sind wir alle gefordert, mit der Krankheit offener und besser umzugehen. Nur gemeinsam können wir erreichen, dass sich niemand ausgeschlossen oder allein gelassen fühlt. Mit den Pflegestärkungsgesetzen sorgen wir dafür, dass Demenzkranke und ihre Familien spürbar mehr Hilfe erhalten. Wir brauchen darüber hinaus eine gemeinsame Kraftanstrengung in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Dazu gehört eine gute pflegerische und medizinische Versorgung genauso wie ein verständnisvoller Umgang
mit Demenzkranken, sei es in Arztpraxen, Krankenhäusern, in Bürgerämtern oder im Supermarkt. Die Woche der Demenz richtet sich an jeden und jede von uns – denn Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, brauchen die Unterstützung und das Verständnis der ganzen Gesellschaft.“

„Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen ziehen sich oft zurück, ihr Lebenskreis wird immer kleiner. Deswegen ist es gut, auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen und sie nicht zuvergessen. Wir alle können uns Zeit nehmen für einen Anruf, einen Besuch oder eine gemeinsame Unternehmung“, bekräftigt die 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz, Heike von Lützau-Hohlbein, in ihrer Eigenschaft als Ko-Vorsitzende der Allianz.

Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen nimmt im Gefolge des demografischen Wandels zu. Demenz kann jeden von uns treffen. Eine der häufigsten Formen, die Alzheimer Demenz, ist immer noch nicht heilbar. Im Krankheitsverlauf gehen nach und nach Gedächtnis, Orientierung, Alltagsfertigkeiten und selbständige Lebensführung verloren. Zu häufig wird angesichts der Verluste übersehen, dass Menschen mit Demenz auch über Fähigkeiten verfügen, die sie ins gesellschaftliche Zusammenleben einbringen können und wollen.

Die Allianz für Menschen mit Demenz hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit der Agenda „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“ die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren Angehöriger nachhaltig zu verbessern. Im Mittelpunkt der Allianz stehen die Fragen des Alterns in Würde und einer qualitativ hochwertigen Versorgung und Pflege. Der
Umsetzungsprozess der Agenda „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“, die 155 Maßnahmen in vier Handlungsfeldern enthält, hat mit der Unterzeichnung am 14. September 2014 begonnen.
Damit ist der Grundstein für eine Nationale Demenzstrategie gelegt.

Die Allianz für Menschen mit Demenz ist eine Initiative der Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Bundesministeriums für Gesundheit und als Arbeitsgruppe AG C.2 Bestandteil der Demografiestrategie der Bundesregierung.

Die Partner der Allianz für Menschen mit Demenz sind:

Externe Gestaltungspartner

Aktion Demenz e. V.
Aktion Psychisch Kranke e. V.
Arbeits- und Sozialministerkonferenz
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.
Bundesärztekammer
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.
Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e. V.
Deutsche Krankenhaus Gesellschaft e. V.
Deutscher Landkreistag
Deutscher Pflegerat e. V.
Deutscher Städtetag
Deutscher Städte- und Gemeindebund
Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V.
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V.
Gesundheitsministerkonferenz
GKV-Spitzenverband
Kassenärztliche Bundesvereinigung
Kuratorium Deutsche Altershilfe
Kultusministerkonferenz
Verband der Privaten Krankenversicherung e. V.
Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e. V.

Interne Gestaltungspartner

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Bundesministerium für Gesundheit
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Bundesministerium des Innern
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Bundeskanzleramt

Kooperationspartner

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Deutsche Fernsehlotterie
Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e. V.
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und
Nervenheilkunde e. V. - DGPPNDeutsche
Sporthochschule Köln
Geschäftsstelle der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender
Menschen in Deutschland
Robert Bosch Stiftung GmbH
Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen
Spitzenverband ZNS -SPiZZentrum
für Qualität in der Pflege -ZQP

 

Die Pressemitteilung zum Herunterladen

Unterzeichnung der Agenda "Gemeinsam für Menschen mit Demenz"

Foto: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mit ihren Exemplaren der Agenda
Foto: BMFSFJ, H. Jennerich

Mit der heutigen Unterzeichnung der Agenda durch die Gestaltungspartner der "Allianz für Menschen mit Demenz" haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe das Startsignal für die Umsetzung der Ergebnisse aus der zweijährigen Arbeitsphase gegeben. Damit ist der Grundstein für eine nationale Demenzstrategie gelegt.

Unter dem Vorsitz der beiden Bundesministerien und dem Ko-Vorsitz der "Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. - Selbsthilfe Demenz" haben die kommunalen Spitzenverbände, die relevanten Spitzenverbände aus dem Bereich Pflege und Gesundheit, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft sowie die Länder in einem intensiven Diskussionsprozess konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation der an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen vereinbart.

"Wir dürfen Demenzkranke und ihre Angehörigen nicht allein lassen. Sie sollen so lange wie möglich am sozialen Leben teilnehmen und im vertrauten Umfeld leben können. Zusammen mit 450 Mehrgenerationenhäusern und den 300 Anlaufstellen für ältere Menschen im Quartier unterstützen künftig 1.250 lokale Anlaufstellen bundesweit Demenzkranke und ihre Familien", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. "Mit dem Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, geben wir den Familien was sie brauchen: Mehr Zeit, um die Doppelbelastung zu bewältigen", so Schwesig weiter.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe teilt mit: "Mit dem Pflegestärkungsgesetz sorgen wir dafür, dass Demenzkranke und ihre Familien schon ab dem nächsten Jahr deutlich besser unterstützt werden. Wir brauchen darüber hinaus eine gemeinsame Kraftanstrengung in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Dazu gehört neben einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung und Rehabilitationsmaßnahmen auch ein kompetenter Umgang mit Demenzkranken, sei es in Arztpraxen, Krankenhäusern oder in Bürgerämtern. Diesem Ziel dient die Allianz für Menschen mit Demenz."

Rund 1,5 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Jährlich erkranken 300.000 Menschen neu, wodurch die Gesamtzahl an Menschen mit Demenz jährlich um ca. 40.000 zunimmt (Differenz Neuerkrankungen zu Sterbefällen). So leben in Familien, Nachbarschaft und Quartier künftig immer mehr Menschen mit Demenz. Die Krankheit wird oftmals tabuisiert: Erkrankte und Angehörige fühlen sich isoliert, erforderliche Hilfe und Unterstützung unterbleiben. Daher hat die Bundesregierung die "Allianz für Menschen mit Demenz" als eines der Handlungsfelder der Demografiestrategie ins Leben gerufen.

Nach Auffassung der Ko-Vorsitzenden Heike von Lützau-Hohlbein ist die Agenda geprägt vom Leitbild der Inklusion: "Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Demenz stehen im Vordergrund der vereinbarten Maßnahmen. Daher ist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft als Vertreterin der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen ein wichtiger Gestaltungspartner. In einem kooperativen und beteiligungsorientierten Prozess konnten die Belange der Menschen mit Demenz einbezogen werden."

Damit sie auch weiterhin eingebunden sind, werden die Ergebnisse auch in leichter Sprache verfügbar gemacht. Die Umsetzung der Agenda erfolgt in unterschiedlicher Trägerschaft und Verantwortung in den folgenden Jahren. Ein erster Fortschrittsbericht ist für Frühjahr 2016 vorgesehen.

Broschüre zur Agenda der Allianz für Demenz "Gemeinsam für Menschen mit Demenz - Die Handlungsfelder"; PDF, 2,6 MB

Englischsprachige Broschüre zur Agenda der Allianz für Demenz "Alliance for people with dementia - The fields of action"; PDF, 2,6 MB

Die Broschüre zur Agenda in Leichter Sprache; PDF, 1,2 MB

Die Gestaltungspartner der Allianz für Menschen mit Demenz sind:

Aktion Demenz e. V.
Aktion Psychisch Kranke e. V.
Arbeits- und Sozialministerkonferenz
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.
Bundesärztekammer
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e. V.
Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V.
Deutscher Landkreistag
Deutscher Pflegerat e. V.
Deutscher Städtetag
Deutscher Städte- und Gemeindebund
Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V.
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V.
Gesundheitsministerkonferenz
GKV-Spitzenverband
Kassenärztliche Bundesvereinigung
Kuratorium Deutsche Altershilfe
Kultusministerkonferenz
Verband der Privaten Krankenversicherung e. V.
Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e. V.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Bundesministerium für Gesundheit Bundesministerium für Bildung und Forschung Bundesministerium für Arbeit und Soziales Bundesministerium des Innern Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Bundeskanzleramt

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