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Fünf Frauen sitzen im Rahmen einer Besprechung an einem Tisch

Krankenversicherung – Leistungen im Überblick

Die gesetzliche Krankenversicherung hat laut Sozialgesetzbuch V (SGB V) den Auftrag, "die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder den Gesundheitszustand zu verbessern" (SGB V, § 1). Sie kommt daher nicht nur für die akute Behandlung von Krankheiten auf. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen auch für viele Vorsorgeuntersuchungen und Beratungsgespräche. Darüber hinaus übernehmen sie die Kosten für Hilfsmittel

Gegenstände, die für eine erfolgreiche Behandlung erforderlich sind, einer Behinderung vorbeugen oder sie ausgleichen, aber keine alltäglichen Gegenstände sind. Dazu gehören Seh- und Hörhilfen sowie Rollstühle.
Hilfsmittel
, Therapien und Rehabilitationsmaßnahmen, die die Gesundheit der Patienten fördern. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass ein Arzt oder eine Ärztin die Leistungen aus dem Leistungskatalog verschrieben hat.

Anspruch

Jeder Mensch, der in einer gesetzlichen Krankenkasse bzw. einer Ersatzkrankenkasse versichert ist, hat Anspruch auf eine ausreichende, bedarfsgerechte, dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechende medizinische Krankenbehandlung.

Die Belastungsgrenze für Zuzahlungen zu Medikamenten und Anderem liegt bei demenzerkrankten Menschen bei einem Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens.

Leistungsumfang

Je nach Art der Behandlung müssen Versicherte pro Kalenderjahr einen Teil der Kosten selbst übernehmen – zum Beispiel Zuzahlungen zu Medikamenten oder zum Zahnersatz. Um unzumutbar hohe Belastungen zu vermeiden, gibt es jedoch eine jährliche Belastungsgrenze. Bei chronisch Kranken, die öfter zum Arzt müssen als andere Versicherte und auch mehr Medikamente benötigen, liegt diese Grenze bei einem Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens (SGB V, § 62 Absatz 2 SGB V.) eines Haushalts (zur genauen Ermittlung der Belastungsgrenze vgl. § 62 Absatz 2 SGB V. Von dieser Regelung profitieren auch Demenzkranke.

Heil- und Hilfsmittel

Neben den Kosten für die Diagnose, Behandlung und Medikamente kommt die Krankenkasse für alle wichtigen Heil- und Hilfsmittel

Gegenstände, die für eine erfolgreiche Behandlung erforderlich sind, einer Behinderung vorbeugen oder sie ausgleichen, aber keine alltäglichen Gegenstände sind. Dazu gehören Seh- und Hörhilfen sowie Rollstühle.
Hilfsmittel
auf, die Demenzkranke benötigen. Als Heilmittel

Ärztlich verordnete medizinische Dienstleistungen wie Ergotherapie. Sie dürfen nur von entsprechend ausgebildeten Personen erbracht werden.
Heilmittel
gelten ärztlich verordnete medizinische Dienstleistungen wie beispielsweise Massagen, Bäder oder Krankengymnastik. Auch Leistungen aus den Bereichen der Logopädie und Ergotherapie fallen in diesen Bereich. Alle Leistungen sind im Heilmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen zusammengefasst. Mehr dazu finden Sie im Link-Kasten am Ende dieser Seite.

Hilfsmittel

Gegenstände, die für eine erfolgreiche Behandlung erforderlich sind, einer Behinderung vorbeugen oder sie ausgleichen, aber keine alltäglichen Gegenstände sind. Dazu gehören Seh- und Hörhilfen sowie Rollstühle.
Hilfsmittel
unterstützen Patienten im Alltag. Dazu zählen Hör- oder Gehhilfen, Prothesen, Haltegriffe oder Spezialmatratzen. Das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen ist beim Spitzenverband Bund der Krankenkassen erhältlich. Bei teuren Anschaffungen sollten Betroffene vor dem Kauf bei der Krankenkasse nachfragen. Dort gibt es auch Hinweise auf Vertragslieferanten und gegebenenfalls Händler in der Umgebung, die das Hilfsmittel

Gegenstände, die für eine erfolgreiche Behandlung erforderlich sind, einer Behinderung vorbeugen oder sie ausgleichen, aber keine alltäglichen Gegenstände sind. Dazu gehören Seh- und Hörhilfen sowie Rollstühle.
Hilfsmittel
zum Festbetragspreis anbieten.

Häusliche Krankenpflege

Versicherte haben nach § 37 SGB V Anspruch auf häusliche Krankenpflege,

  • wenn eine Krankenhausbehandlung geboten, diese aber nicht ausführbar ist oder wenn sich mit häuslicher Krankenpflege eine stationäre Krankenhausbehandlung vermeiden oder verkürzen lässt (Krankenhausvermeidungspflege),
  • wenn die Krankenpflege das Ziel der ärztlichen Behandlung sichern soll (Sicherungspflege),
  • wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung (Unterstützungspflege).

Voraussetzung für alle Leistungen der häuslichen Krankenpflege ist, dass die Patientin oder der Patient die notwendigen Pflegemaßnahmen nicht selbst leisten kann, aber auch keine andere im Haushalt lebende Person diese übernehmen kann. Zudem muss eine von der Krankenkasse genehmigte ärztliche Verordnung vorliegen. Die häusliche Krankenpflege beinhaltet Grundpflege, Behandlungspflege und die hauswirtschaftliche Versorgung.
Den Schwerpunkt bilden behandlungspflegerische Leistungen. Behandlungspflege kann zum Beispiel notwendig sein, wenn Wunden regelmäßig professionell versorgt werden müssen oder Patienten aufgrund von Gedächtnisstörungen vergessen, ihre Medikamente regelmäßig einzunehmen. Wichtig ist, dass ein zugelassener Pflegedienst die Leistungen durchführt.

Quittungen sammeln

Übersteigen Zuzahlungen die Belastungsgrenze, dann lassen Sie sich das von Ihrer Krankenkasse bescheinigen. Reichen Sie dafür alle Belege ein. Die Kasse erstattet die zu viel gezahlten Zuzahlungen. Sammeln Sie auch Quittungen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wie Einmalhandschuhe. Die Kosten hierfür werden bis zu 40 Euro pro Monat von der Pflegekasse erstattet. 

Rehabilitationsmaßnahmen

Rehabilitationsmaßnahmen (SGB V, § 40) können für Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz sinnvoll sein, um bestimmte Alltagsroutinen neu zu erlernen. Die speziell auf ältere Menschen abgestimmten Übungen reichen vom Treppensteigen bis zum Sprach- und Gedächtnistraining und werden beispielsweise durch physiotherapeutische oder logopädische Leistungen unterstützt. Neben den Demenzkranken selbst können Angehörige in Patientenschulungsmaßnahmen (SGB V, § 43 Absatz 1 Nr. 1) einbezogen werden. Manchmal kann der Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik nötig sein. Diese sollte die besonderen Bedürfnisse von Demenzpatienten berücksichtigen.

Das Wichtigste in Kürze:

Weitere Informationen

Wenn Sie unseren Expertinnen und Experten eine Frage zum Thema stellen wollen, können Sie dies in unserem Ratgeberforum Gesetzliche Leistungen tun.

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