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Eine Schwester bereitet die Untersuchung für eine Kernspintomographie vor. Ihre Kollegin sitzt in einem Vorraum und bearbeitet Unterlagen

Depressionen und Demenz

Die häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Alter sind Depressionen und Demenzen. Sie treten oft zusammen auf. Gut jeder fünfte Demenzkranke leidet auch an einer deutlichen depressiven Störung. Das belastet die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen erheblich. Außerdem erhöht die Kombination beider Erkrankungen das Risiko für Betreuungspersonen, selbst eine Depression zu entwickeln.

Depressionen und Demenzen beeinflussen sich gegenseitig. Depressionen erhöhen das Risiko für Demenzen um das bis zu Sechsfache. Dieses Risiko ist größer als bei anderen chronischen Erkrankungen. Umgekehrt ist auch das Risiko für depressive Störungen bei Menschen mit Demenz deutlich erhöht. Depressive Störungen beeinträchtigen Kognition, Alltagsfunktionen (ADL) und soziale Kompetenz der Demenzkranken zusätzlich und lassen sie noch „dementer“ erscheinen.

Symptome von Demenz und Depression

Die Diagnose, ob primär eine Depression

Erkrankung, die mit psychischer Niedergeschlagenheit und dem Verlust, Gefühle zu empfinden, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen einhergeht. Einfache Aufmunterungen können im Einzelfall schaden.
Depression
oder eine Demenz vorliegt oder beides, ist nicht immer einfach. Für eine Demenz sprechen folgende klinische Merkmale:

  • Desorientiertheit – Patienten finden sich in ihrer Umgebung nicht mehr zurecht
  • Konfabulationen – Betroffene versuchen mehr Informationen aus ihrem Gedächtnis abzurufen, als tatsächlich gespeichert sind
  • Ein zeitlich unscharfer Beginn der Erkrankung
  • Hirnwerkzeugstörungen, die sich in Form von Sprach- und Bewegungsstörungen wie Aphasie und Apraxie bemerkbar machen

Für eine zusätzliche schwerere Depression

Erkrankung, die mit psychischer Niedergeschlagenheit und dem Verlust, Gefühle zu empfinden, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen einhergeht. Einfache Aufmunterungen können im Einzelfall schaden.
Depression
bei Demenz sprechen:

  • Schuldgefühle
  • Lebensüberdrussgedanken oder Lebensmüdigkeit bis hin zum Wunsch, sich selbst zu töten (Suizidalität)
  • Schlaflosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Interessensverlust
  • Psychomotorische Hemmung oder auch Agitation – Erkrankten fällt es sehr schwer, sich zu bewegen, oder sie sind extrem unruhig
  • Ausgeprägte Konzentrationsstörungen

Behandlung mit Antidepressiva oder Psychotherapie

Eine erfolgreiche Behandlung der Depression

Erkrankung, die mit psychischer Niedergeschlagenheit und dem Verlust, Gefühle zu empfinden, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen einhergeht. Einfache Aufmunterungen können im Einzelfall schaden.
Depression
würde Menschen mit Demenz ebenso helfen wie ihren Betreuern. Bislang gilt – auf Grundlage einiger Studien mit nur wenig überzeugenden Ergebnissen – die Behandlung mit Antidepressiva

Medikamente, die bestimmte Botenstoffe im Gehirn beeinflussen. Sie können die Stimmung und den Antrieb von Patienten verbessern.
Antidepressiva
als Therapie der ersten Wahl. Eine aktuelle größere Studie Banerjee et al. 2013* legt jetzt nahe, dass es für die meisten Menschen mit Demenz und depressiver Störung angemessener und erfolgversprechender ist, nichtmedikamentöse Strategien zu wählen. Antidepressiva

Medikamente, die bestimmte Botenstoffe im Gehirn beeinflussen. Sie können die Stimmung und den Antrieb von Patienten verbessern.
Antidepressiva
sollten demnach beschränkt sein auf Patienten mit schweren Depressionen, die das Risiko der Selbstverletzung oder gar eines Suizids bergen.

Bei leichten oder mittelschweren Depressionen ist eine psychotherapeutische Behandlung mindestens ebenso erfolgversprechend wie Antidepressiva

Medikamente, die bestimmte Botenstoffe im Gehirn beeinflussen. Sie können die Stimmung und den Antrieb von Patienten verbessern.
Antidepressiva
– und das Nebenwirkungsrisiko ist geringer. Allerdings ist das psychotherapeutische Angebot für Menschen mit Demenz bei weitem noch nicht ausreichend.

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