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Eine Schwester bereitet die Untersuchung für eine Kernspintomographie vor. Ihre Kollegin sitzt in einem Vorraum und bearbeitet Unterlagen

Weitere Komplikationen und Tipps zur Vermeidung

Neben Delirien, Depressionen, Schmerzen oder Schluckstörungen können bei einem Krankenhausaufenthalt weitere Komplikationen auftreten – zum Teil mit weitreichenden Folgen. Das Wissen über mögliche Probleme kann helfen, Schlimmeres zu vermeiden. Als Angehörige und Betreuer sollten Sie nicht bis zum Abschlussgespräch mit dem Arzt warten, wenn Sie unzufrieden sind oder Hinweise auf Komplikationen haben.

1. Dekubitus:

Ein sogenanntes „Durchliegegeschwür“ entsteht, wenn ein Mensch lange unbeweglich auf einer Stelle liegt und so das Gewebe nicht ausreichend durchblutet wird. Dies kann je nach Gesundheits- und Ernährungszustand auch „über Nacht“ geschehen. Die beste Vorbeugung ist Bewegung oder die richtige Lagerung des Kranken. Wenn Sie beobachten, dass sich Ihr demenzerkrankter Angehöriger nicht mehr bewegen kann, sollten Sie nach Lagerungsplänen oder Bewegungsprotokollen fragen.

2. Multiresistente Keime (z. B. MRSA):

Menschen mit einer eingeschränkten Immunabwehr sind anfällig für Krankenhauskeime, die gegen die üblichen Antibiotika resistent sind und häufig Nasenschleimhaut oder Wunden befallen. Durch richtige Händedesinfektion können Sie Ihren Beitrag gegen eine weitere Verbreitung leisten. Informationen liegen im Krankenhaus oder in den Gesundheitsämtern vor. Im Internet finden Sie viele verständliche Patienteninformationen von Kliniken, zum Beispiel auf der Seite der Robert-Bosch-Klinik unter der Rubrik „Hinweise zu Untersuchungen und Ratgeber“:
Robert-Bosch-Krankenhaus - Broschüren und Flyer

3. Unzureichende Versorgung:

Wenn Patienten therapeutische, medizinische und pflegerische Hilfen infolge einer Demenz ablehnen oder dem Klinikpersonal Informationen über Abneigungen und Vorlieben fehlen, kann es zu Versorgungsdefiziten kommen. Wichtig sind dazu die Tipps aus dem Informationsbogen. Manchmal lassen sich Demenzerkrankte auch nur noch durch vertraute Pflegekräfte oder Ärzte versorgen. Besprechen Sie dies unbedingt mit der Stationsleitung.

4. Dauerkatheter und Inkontinenz:

Der Expertenstandard Kontinenzförderung fordert Pflegekräfte dazu auf, Patienten im Krankenhaus so zu unterstützen, dass diese wieder allein den Weg zur Toilette zu bewältigen können. Demenzerkrankte können diesen Wunsch oft nicht mehr direkt äußern, aber es ist davon auszugehen, dass dieses menschliche Bedürfnis hinter mancher „Bettflucht“ steht.

Ein Katheter darf nur gelegt werden, wenn der rechtliche Betreuer für den Bereich „Gesundheitssorge“ oder ein Angehörige mit der entsprechenden Vollmacht zustimmen oder eine akute Gefahr für Leib und Leben des Patienten besteht. Außerdem ist bei einem Katheter zu Bedenken, dass Demenzerkrankte diesen oft als lästig und störend empfinden und versuchen, den Fremdkörper wieder zu entfernen.

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