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Informationsmappe Demenz

Foto: Eine Frau und ein Mann präsentieren die Informationsmappe Demenz.
Personen v.l.n.r.: Dr. Annette Thormann, Ärztin, Manuel Stender, Landkreis Hildesheim

Die Zahl älterer Menschen wird immer größer – und damit nimmt auch die Zahl der Demenzerkrankungen zu. Im Landkreis Hildesheim leben ca. 5.500 Menschen mit Demenz. Bis 2030 ist ein Anstieg, um voraussichtlich 40% zu erwarten. Der Landkreis Hildesheim bietet seit September 2016 mit dem Förderprojekt „Einbindung der Hausarztpraxen bei Demenz“ eine frühzeitige Hilfe und Unterstützung für Betroffene und ihre pflegenden Angehörigen an.

Die Hausärzte sowie die medizinischen Fachangestellten der Praxen nehmen in der Versorgung von demenzerkrankten Patienten eine Schlüsselfunktion ein. Sie sind oft die ersten und vertrauten Ansprechpartner und kennen ihre Patienten häufig schon über viele Jahre.

Eine frühzeitige Diagnostik, Behandlung und Vermittlung in nichtärztliche Beratungs- und Unterstützungsangebote kann die Versorgung und Lebensqualität für Menschen mit Demenz spürbar verbessern. „Die notwendigen Informationen für eine gezielte Vermittlung sind jedoch in den Hausarztpraxen noch nicht ausreichend bekannt“, berichtet Manuel Stender, Koordinator des Projektes.

Es wurde daher eine kostenlose Informationsmappe entwickelt und jeweils 10 Exemplare von Mitarbeiterinnen der Pflegestützpunkte in Hildesheim und Alfeld an 150 Hausarztpraxen im Landkreis verteilt. Die Hausärzte können diese bei einer entsprechenden Diagnose an die Betroffenen oder ihre Angehörigen aushändigen. Die Mappe beinhaltet

  • ein Anschreiben für Betroffene und Angehörige
  • das Informationsblatt „Herausforderung Demenz“
  • den Flyer Pflegestützpunkte des Landkreises Hildesheim
  • den Flyer Alzheimer Gesellschaft Hildesheim e. V.
  • das Infoblatt zum Thema Vorsorgevollmacht
  • das Informationsheft „Hilfe zur Pflege in häuslicher Umgebung“ des Landkreises Hildesheim
  • die Demenzbroschüre Wegweiser für Stadt und Landkreis Hildesheim

Die Informationsmappe bietet einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Beratungs- und Hilfsangebote im Landkreis. So kann die frühzeitige Vermittlung und Inanspruchnahme von individueller Beratung oder beispielsweise niedrigschwelligen Betreuungsangeboten, Pflegediensten, einer Tagespflege, Nachbarschaftshilfen oder Selbsthilfegruppen dazu beitragen, dass noch so lange wie möglich ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben mit Demenz im gewohnten sozialen Wohnumfeld möglich ist. Dadurch werden auch die Angehörigen bei der Versorgung und Pflege entlastet. Die Hausarztpraxen profitieren ebenfalls durch den Kompetenzgewinn sowie bessere Vermittlungsmöglichkeiten und Vernetzung. Die bisherige Resonanz ist sehr positiv.

In Kooperation mit der Ärztekammer Niedersachsen und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen werden in Kürze Schulungen für Hausärzte sowie medizinische Fachangestellte durchgeführt und eine nachhaltige Vernetzung im bereits bestehenden Kooperationsnetzwerk „Mit Denken – Demenzfreundliche Region Hildesheim“ angestrebt.

Kontakt:

Landkreis Hildesheim, Manuel Stender, Tel. 05121/ 309-1591

E-Mail: manuel.stender[at]landkreishildesheim.de

Internet: www.landkreishildesheim.de/senioren

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