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Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz: 2. Bundestreffen

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Gruppentischen in einem Veranstaltungsraum. Ein Rollup des Programms "Lokale Allianzen" steht mitten im Raum.
Foto: BMFSFJ

Vertreterinnen und Vertreter der Lokalen Allianzen aus ganz Deutschland haben sich am 4. Mai zu einem Erfahrungsaustausch in Hannover getroffen. Das 2. Bundestreffen steht unter dem Motto: "Was wollen wir für die an Demenz erkrankten Menschen vor Ort erreichen – der Weg vom Ziel bis in die Nachhaltigkeit".

In verschiedenen Workshops geht es unter anderem um die Abstimmung der Angebote auf die Bedürfnisse Betroffener und die Sicherung der Initiativen nach Ende der Bundesförderung. Schwerpunkt ist die Verankerung in der Kommune. Inzwischen sind rund 300 Standorte aus bereits drei Bewerbungswellen aktiv, weitere 80 befinden sich momentan im Auswahlverfahren und werden zum 1. September 2015 starten.

Vielfalt und Kreativität

"Vielfalt und Kreativität in den Lokalen Allianzen sind nicht nur beeindruckend, sie sind auch genau der richtige Ansatz", sagte Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, anlässlich des Bundestreffens. "Wir brauchen viele verschiedene und  kommunal verortete Zugangswege für die Betroffenen, eine breite Palette von Beratungsmöglichkeiten, einen Mix aus ehrenamtlichen und hauptamtlichen Angeboten, niedrigschwellige Nachbarschaftshilfen ebenso wie bestens qualifizierte Pflegedienste."

Bundesprogramm: Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz

Die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz sind ein vom Bundesfamilienministerium gefördertes Modellprogramm, mit dem der Alltag von Demenzerkrankten und ihren Angehörigen dauerhaft verbessert werden soll. Bis zu 1,5 Millionen Menschen sind schon heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Ihre Begleitung und Versorgung stellt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine immer größere Herausforderung für das Gesundheits- und Sozialwesen dar. Somit gehört die Unterstützung der an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen in den kommenden Jahren zu den vordringlichen Aufgaben unserer Gesellschaft.

Ziel des Bundesmodellprogramms ist der Aufbau kommunaler Netzwerke, die den Austausch zwischen den regionalen Akteurinnen und Akteuren nachhaltig fördern sollen. Durch konkrete Maßnahmen soll gemeinsam zur gesellschaftlichen Aufklärung und Sensibilisierung beigetragen und die Inklusion der Betroffenen vorangetrieben werden. Kommunen, Vereine, Kirchengemeinden, Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte, kulturelle Einrichtungen oder Unternehmen bilden die Basis für aktive sorgende Gemeinschaften vor Ort. Dazu sollen möglichst viele Kooperationspartner in die Arbeit vor Ort eingebunden werden. Das Bundesfamilienministerium fördert deshalb den Aufbau von Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz bundesweit mit 10.000 Euro für jeden Standort für einen Zeitraum von zwei Jahren. 2016 folgt noch eine weitere Bewerbungsrunde, so dass sich bis zu 500 lokale Netzwerke etablieren können.

Neue Broschüre erschienen

Pünktlich zum 2. Bundestreffen ist eineneue Broschüre erschienen: "Gemeinsam für Menschen mit Demenz - Alles, was Sie zu den Lokalen Allianzen wissen müssen" gibt interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Organisationen und Einrichtungen einen inhaltlichen Überblick über die Strukturen und Arbeitsfelder der Lokalen Allianzen. Gegliedert nach Themenschwerpunkten werden exemplarisch für jede Kategorie Lokale Allianzen vorgestellt.


Landestreffen

Neben den Treffen auf Bundesebene, werden in den Bundesländern im Rahmen von Landestreffen den Akteuren der lokalen Netzwerke Raum und Zeit gegeben, sich auf Landesebene besser zu vernetzen und die Angebote für die Betroffenen und Angehörige zu verbessern.

Rheinland-Pfalz

1. Landestreffen der „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“ und der regionalen Demenz-Netzwerke in Rheinland-Pfalz

Am 10. Februar 2015 fand das erste Landestreffen der „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“ und der regionalen Demenznetzwerke in Rheinland-Pfalz statt. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) und die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e. V. (LZG) hatten die Akteure zum Kennenlernen und gemeinsamen Austausch in das Weiterbildungszentrum in Ingelheim geladen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.


Bürgerfest des Bundespräsidenten:
Tag des offenen Schlosses am 12. September 2015

Bundespräsident Joachim Gauck auf einem Gartenfest.

Bundespräsident Joachim Gauck hatte zum vierten Bürgerfest in den Park und das Schloss Bellevue in Berlin eingeladen. Das Fest würdigte das Ehrenamt als wichtigen Teil der Zivilgesellschaft.

Am 12. September 2015 stand das Bürgerfest des Bundespräsidenten unter dem Motto „Tag des offenen Schlosses“: Alle Bürgerinnen und Bürger waren von 11 bis 19 Uhr herzlich eingeladen. Der Eintritt war frei.

Der Bundespräsident öffnete die Türen von Schloss Bellevue und gewährte Einblicke in seinen Amtssitz. Zudem nahm er an einer Gesprächsrunde zum Thema „Starke Frauen: Grenzenlos engagiert!“ teil, in der er sich mit prominenten Gästen über deren soziales Engagement austauschten.

Auf die Gäste wartete darüber hinaus ein vielfältiges Programm mit Musik und Unterhaltung. Zu den Höhepunkten zählten der Auftritt von Larsito, dem ehemaligen Perkussionisten von Culcha Candela, und des jungen israelischen Künstlers Avi Avital, einer der renommiertesten klassischen Mandolinisten. Sportbegeisterte konnten ein Handballtraining mit den Berliner Füchsen absolvieren. Das „Bellevue Kunterbunt“ bot den jungen Gästen Spiel, Spaß und Tanz, sie konnten eigene Instrumente bauen oder an einer Rallye teilnehmen.

Der Park von Schloss Bellevue wurde aber auch zur Bühne für die Tatkraft der vielen ehrenamtlich Engagierten – sei es in Sozialprojekten, in Sport, Bildung, Kunst und Kultur. Zahlreiche Initiativen, Organisationen und Unternehmen informierten über ihr Engagement. Zum Erfahrungsaustausch lud der "Ort der Begegnung" ein: Jeder Gast konnte hier etwa herausfinden, welcher Engagement-Typ er ist.

Das Bürgerfest bot Gelegenheit, unterschiedliche Formen des Ehrenamts aus erster Hand kennenzulernen – eine Ermutigung, selbst ehrenamtlich aktiv zu werden und die Gesellschaft mitzugestalten.

Detaillierte Informationen unter www.bundespräsident.de/bürgerfest2015

Die Lokalen Allianzen auf dem Bürgerfest:

Bundesministerin Manuela Schwesig auf dem Bürgerfest des Bundespräsidenten an dem Stand der Lokalen Allianzen mit Vertretungen der Lokalen Allianzen: Erzgebirgischer Förderverein für Seniorenarbeit e.V./AWO KV Annaberg/Mittleres Erzgebirge e.V., Alexianer Köln, Initiative "Wir tanzen wieder!", Gemeinde Vrees; Von rechts nach links: Ingo Günther, Andreas Kriesche, Bundesministerin Manuela Schwesig, (hintere Reihe) Saskia Kuban, Heribert Kleene, (Vorne) Ulrike Nieder, Stefan Kleinstück; Bildnachweis: BMFSFJ

Die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz waren im Projektzelt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durch die Pia Causa Köln GmbH „Wir tanzen wieder“ und den Erzgebirgischen Förderverein für Seniorenarbeit e. V. aus Annaberg-Buchholz vertreten. Auf der Parkbühne sorgte die Trommelgruppe drum circle der Villa Albrecht aus Berlin, Bezirk Tempelhof für Stimmung.

Musik, Kunst und Bewegung sprechen die Sinne an und lösen viele gute Gefühle und Erinnerungen aus. Sie sind wichtige Katalysatoren, die Menschen aller Altersgruppen zusammenbringen und neue Eindrücke liefern. Kunst-, Kultur- und Bewegungsangebote verhelfen zu einem abwechslungsreichen Lebensalltag.

Die Initiativen fordern Betroffene und ihre Angehörigen auf, selbst aktiv zu werden. Sie helfen dabei, sich selbst zu entfalten, neue Wege zu gehen und neuen Lebensmut zu schöpfen. Sie lassen Menschen mit Demenz erleben, nach wie vor aktiver Teil der Gesellschaft zu sein.

Die Beispiele aus Sachsen (Annaberg-Buchholz), Nordrhein-Westfalen (Köln) und Berlin zeigen, wie man sich mit dem Thema Kunst, Kultur und Bewegung dem Thema Demenz nähern kann.

Alle  Projekte zeichnet aus, dass demenzerkrankte und gesunde Menschen unterschiedlicher Altersgruppen gemeinsam aktiv sind und dazu beitragen, die defizitorientierte Sicht von außen zu verringern. Die gemeinsame Beschäftigung ermöglicht Begegnungen zwischen Erkrankten, Angehörigen und Betreuungskräften auf Augenhöhe und trägt zur Ermutigung Betroffener bei.

Hilfreich sind zudem Kooperationen mit Einrichtungen oder Vereinen, die keinen demenzspezifischen Hintergrund haben und ihre Mitmach-Angebote für alle Menschen öffnen.

Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz

  1. Erzgebirgischer Förderverein für Seniorenarbeit e. V. und AWO Kreisverband Annaberg/Mittleres Erzgebirge e. V. - Annaberg-Buchholz
    – im Zelt der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    Projektleiter Andreas Kriesche und Saskia Kuban
    www.lokale-allianzen.de/lokale-allianzen/projekt/268.html
    www.lokale-allianzen.de/lokale-allianzen/projekt/302.html
  2. Pia Causa Köln GmbH – Wir tanzen wieder
    – im Zelt der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    Projektleiter Stefan Kleinstück
    www.lokale-allianzen.de/lokale-allianzen/projekt/168.html
  3. Villa Albrecht - Wohnen und Leben im Alter - drum circle
    – am Ort der Begegnung - Samstag auf der Parkbühne um 11:30 Uhr
    Ansprechperson: André Spohn
    www.lokale-allianzen.de/lokale-allianzen/projekt/72.html
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