Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Regionalkonferenz Nord am 2. Juni 2016 in Hamburg

Vier Frauen und ein Mann stehen vor Plakatwänder der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz
Foto: BMFSFJ

„Vor Ort engagiert und nachhaltig wirken“
Regionale Fachkonferenz der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Staatsrätin Elke Badde aus der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz begrüßte am 2. Juni 2016 in Hamburg die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz. Gemeinsam mit den Vertretungen der Bundesländer, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Vertretungen der 59 Lokalen Allianzen aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein trafen sich die an dem Bundesprogramm Beteiligten zu einer regionalen Fachkonferenz Nord.

Der Vormittag war zunächst den Ländern zur Vorstellung ihrer Aktivitäten zur Demenz vorbehalten. Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien der beteiligten Länder berichteten zudem über die Rolle der Lokalen Allianzen in ihrem jeweiligen Bundesland und die mögliche Einbindung in die teilweise vorhandenen Demenz-Netzwerkstrukturen. Die schon vorhandenen Länderstrukturen stimmten zuversichtlich für die Zukunft. Landesinitiativen für Demenz, Informations- und Koordinationsstellen für Demenz,  Programme für ältere Menschen, Geriatriepläne oder ein umfänglicher Demenzplan: Alle Maßnahmen kommen den von Demenz betroffenen Menschen und ihren Angehörigen konkret zu Gute.

Am Nachmittag berichteten die lokalen Netzwerke über ihre Erfahrungen und vertieften ihr Fachwissen vom Aufbau lokaler Netzwerkstrukturen. Dank der aktiven Unterstützung der Länder in der Regionalkonferenz wird die teilweise vorhandene länderübergreifende Vernetzung weiter gefördert und weiterhin angeschoben. Die Einbeziehung der Netzwerkarbeit der Lokalen Allianzen in die vorhandenen Länderstrukturen wird darüber hinaus weiter intensiviert.

So hatten die Projekte, die erst seit kurzem dabei sind, die Gelegenheit, Lokale  Allianzen aus Ihrer Region kennen zu lernen, die schon länger im Bundesprogramm mitwirken. So gab es aber auch manches „Aha“-Erlebnis als die lokalen Netzwerke sich am Nachmittag in den Themen-Workshops vorstellten.  Denn obwohl manchmal im selben Bundesland aktiv, lernten sich einige Projektstandorte das erste Mal kennen.

Den Aufbau Lokaler Allianzen für Menschen mit Demenz unterstützt die Bundesregierung mit dem Ziel, das Lebensumfeld von an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen durch den Auf- und Ausbau stabiler Kooperationsstrukturen auf kommunaler Ebene zu verbessern. Jedes dieser Hilfenetzwerke ist entsprechend der lokalen Gegebenheiten anders aufgebaut und setzt seine eigenen Schwerpunkte.

In fünf Förderwellen ist so eine große Vielfalt verschiedener Netzwerke entstanden, die an die jeweiligen Verhältnisse und Bedürfnisse vor Ort anknüpfen. Mit dieser Vielzahl unterschiedlichster  Angebotsformen kann es gelingen, möglichst viele Betroffene in ihrer jeweiligen Lebenssituation zu erreichen und ihre Lebensqualität trotz Demenz zu verbessern oder zumindest zu erhalten.

Die lokalen Hilfenetzwerke sollen auch dazu beitragen, dass die von Demenz betroffenen Menschen so lange wie möglich im bisherigen alltäglichen Umfeld verbleiben können und sich entsprechend den eigenen Fähigkeiten in ihrem Lebensumfeld einbringen können. Kontinuität der sozialen Kontakte, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie unterstützte Selbstbestimmung gehören zu den erforderlichen Rahmenbedingungen.

Nach bisher jährlich durchgeführten Bundestreffen werden in diesem Jahr erstmalig regionale Fachkonferenzen durchgeführt. Auf diese Weise kann auf regionale Wünsche und Besonderheiten der Projekte bei der inhaltlichen Gestaltung eingegangen werden.

Schwerpunktthemen wie Kultur und Freizeit, Sport, Religion, kommunale Strukturen, Wohnen sowie Bildung und integrative Projekte wurden am Nachmittag bearbeitet. Besonderen Raum nahm das Thema der nachhaltigen Verstetigung der in der Projektphase aufgebauten Netzwerk- und Angebotsstrukturen ein.

Bundesweit sind die Lokalen Allianzen zwischenzeitlich auf 372 Standorte angewachsen. Die letzte Bewerbungsrunde ist abgeschlossen, so dass am 1. September 2016 die angestrebten 500 Lokalen Allianzen komplettiert werden können.
Das Ergebnis der Regionalkonferenz wird in Kürze auf der Internetseite der Lokalen Allianzen dokumentiert.

Grafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker