Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Regionalkonferenz West am 8.9.2016, Düsseldorf

Vier Frau stehen neben einem RollUp mit der Aufschrift: Wir unterstützen Menschen mit Demenz
Foto: Bernd Cierpiol

„Vor Ort engagiert und nachhaltig wirken“
Regionale Fachkonferenz der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland

Ministerin Barbara Steffens aus dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-WEstfalen, begrüßte am 8. September 2016 in Düsseldorf die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz. Gemeinsam mit den Vertretungen der Bundesländer, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Vertretungen der 137 Lokalen Allianzen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland trafen sich die an dem Bundesprogramm Beteiligten zu einer regionalen Fachkonferenz West.

Der Vormittag war zunächst der Vorstellung der Aktivitäten der Länder zur Demenz vorbehalten. Vertreterinnen und Vertretern der Ministerien der beteiligten Länder berichteten zudem über die Rolle der Lokalen Allianzen in ihrem jeweiligen Bundesland und die mögliche Einbindung in die  vorhandenen Demenz-Netzwerkstrukturen. Konkrete Projekte mit ganz unterschiedlichen Ansätzen stellten für jedes Land ihre Arbeit vor. Für Nordrhein-Westfalen die Stadt Bocholt mit ihrem intergenerativen Schulungsprogramm für Migrantinnen, die Klinik Ludwigshafen mit dem Ausbildungskonzept für Demenzbegleiterinnen und Demenzbegleiter in Rheinland-Pfalz und das Konzept der Villa Barbara ‚Demenz in der Tagespflege‘ in Saarlouis.

Die schon vorhandenen Länderstrukturen stimmen zuversichtlich für die Zukunft. Landesinitiativen für Demenz, Informations- und Koordinationsstellen für Demenz,  Programme für Ältere Menschen, Geriatriepläne, Demenzservicezentren oder ein umfänglicher Demenzplan: Alle Maßnahmen kommen den von Demenz betroffenen Menschen und ihren Angehörigen konkret zu Gute.

Am Nachmittag berichteten die lokalen Netzwerke über ihre Erfahrungen und vertieften ihr Fachwissen vom Aufbau lokaler Netzwerkstrukturen. Dank der aktiven Unterstützung der Länder in der Regionalkonferenz wird die teilweise vorhandene länderübergreifende Vernetzung weiter gefördert bzw. angeschoben und die Einbeziehung der Netzwerkarbeit der Lokalen Allianzen in die vorhandenen Länderstrukturen weiter intensiviert.
So hatten die Projekte, die erst seit kurzem dabei sind, die Gelegenheit, Lokalen  Allianzen aus Ihrer Region kennen zu lernen, die schon länger im Bundesprogramm mitwirken. Die Themen-Workshops wurden neben dem fachlichen Austausch auch für ein gegenseitiges Kennenlernen genutzt.

Den Aufbau Lokaler Allianzen für Menschen mit Demenz unterstützt die Bundesregierung mit dem Ziel, das Lebensumfeld von an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen durch den Auf- bzw. Ausbau stabiler Kooperationsstrukturen auf kommunaler Ebene zu verbessern. Jedes dieser Hilfenetzwerke ist entsprechend den lokalen Gegebenheiten anders aufgebaut und setzt seine eigenen Schwerpunkte.

In fünf Förderwellen ist so eine große Vielfalt verschiedener Netzwerke entstanden, die an die jeweiligen Verhältnisse und Bedürfnisse vor Ort anknüpfen. Mit dieser Vielzahl unterschiedlichster  Angebotsformen kann es gelingen, möglichst viele Betroffene in ihrer jeweiligen Lebenssituation zu erreichen und ihre Lebensqualität trotz Demenz zu verbessern bzw. zu erhalten.

Die lokalen Hilfenetzwerke sollen auch dazu beitragen, dass die von Demenz betroffenen Menschen so lange wie möglich im bisherigen alltäglichen Umfeld verbleiben können und sich entsprechend den eigenen Fähigkeiten in ihrem Lebensumfeld einbringen können. Kontinuität der sozialen Kontakte, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie unterstützte Selbstbestimmung gehören zu den erforderlichen Rahmenbedingungen.

Nach bisher jährlich durchgeführten Bundestreffen werden in diesem Jahr erstmalig regionale Fachkonferenzen durchgeführt. Auf diese Weise kann auf regionale  Wünsche und Besonderheiten der Projekte bei der inhaltlichen Gestaltung eingegangen werden.

Schwerpunktthemen wie Kultur und Freizeit, Sport, Religion, Kommunale Strukturen, Wohnen sowie Bildung und integrative Projekte wurden am Nachmittag bearbeitet. Besonderen Raum nahm das Thema der nachhaltigen Verstetigung der in der Projektphase aufgebauten Netzwerk- und Angebotsstrukturen ein.

Bundesweit sind die lokalen Allianzen seit dem 1. September 2016 auf rund 500 Standorte angewachsen. Das Ergebnis der Regionalkonferenz wird in Kürze auf der Internetseite der Lokalen Allianzen dokumentiert.

Grafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker