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Projektrettung in letzter Minute – Das „Eutiner Demenz Forum“ bleibt im Bundesmodellprogramm!

Mithilfe des Bundesmodellprogramms „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ möchten wir in ganz Deutschland bis Ende des Jahres 2016 bis zu 500 Projekte etablieren, um Menschen mit Demenz ebenso wie deren pflegende Angehörigen zu unterstützen, indem regionale Netzwerke zur gesellschaftlichen Teilhabe geschaffen werden. Bewerbungen für die mittlerweile fünfte Förderwelle liegen inzwischen vor.

Jedes Projekt stellt für uns hierbei einen wichtigen Baustein zur Zielerreichung dar, sodass uns viel an der Kontinuität und Zufriedenheit im Verlaufe der Förderwellen gelegen ist. Für uns ist es daher eine Selbstverständlichkeit, Ihre Anregungen, Unterstützungsersuchen und Beschwerden sehr ernst nehmen und jederzeit zu versuchen, eine einvernehmliche Lösung für Probleme oder bevorstehende Herausforderungen zu finden.

Verständlich, dass uns der Brief der Projektansprechpartnerinnen und -partner des Sankt Elisabeth Krankenhauses Eutin, in dem von einem Abbruch ihres Projektes die Rede war, mit Sorge erfüllt hat. Als Begründung trug der Träger den hohen bürokratischen Aufwand in Verbindung mit der Abrechnung der im Projekt entstandenen Ausgaben vor. Es wurde schlicht befürchtet, dass der administrative Arbeit zur Abwicklung und Dokumentation der finanztechnischen Anforderungen die kostbare Zeit zur Realisierung des Projektes übersteigen und letztlich im Missverhältnis enden könnte.

Seit der dritten Förderwelle befindet sich das „Eutiner Demenz Forum“ in der Förderung, das sich die Schaffung einer demenzfreundlichen Kommune durch die Vernetzung mit verschiedensten Institutionen in der Region zum Ziel gemacht hat. Schirmherr des Projektes stellt das Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin dar, das bereits seit vielen Jahren im Rahmen seiner geriatrischen Versorgung Demenzerkrankte betreut. Es ist davon auszugehen, dass im Landkreis weit über 4000 Menschen mit einer Demenz leben. Durch die konkreten Hilfestellungen des Trägers wird demenziell erkrankten Menschen und ihren Angehörigen Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht und präventiv gegen Isolation vorgegangen.

Da wir möglichst verhindern möchten, dass die sinnvollen und wichtigen Bemühungen vor Ort durch zu hohe administrative Forderungen und Ansprüche überdeckt werden, tritt das Team der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz im Referat 405 des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben jederzeit gern in Kontakt mit den Projektbeteiligten, um Möglichkeiten zu entwickeln, bürokratische Strukturen zugunsten einer gewinnbringenden inhaltlichen Projektarbeit abzubauen. Wir möchten Sie hierbei gern ermutigen, sich bei abrechnungstechnischen und zuwendungsrechtlichen Schwierigkeiten an Ihre zuständige Sachbearbeiterin oder Ihren zuständigen Sachbearbeiter zu wenden oder sich grundsätzlich in Verbindung mit dem Referat unter Kontakt-LA@bafza.bund.de zu setzen.

Innerhalb des „Eutiner Demenz Forums“ schien der Entschluss zum Projektabbruch innerhalb des Bundesmodellprogramms so gut wie gefestigt, sodass der Versuch einer telefonischen oder Online-basierten Beratung nicht mehr als zielführend betrachtet werden konnte. Daher hat sich das federführende Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für einen Projektbesuch entschieden. Ziel war es hierbei, aufgrund des persönlichen Kontaktes Strategien für die weitere Zusammenarbeit zu entwickeln und den eigentlichen Sorgen und Nöten im Projekt auf den Grund zu gehen. Vom 22. – 23. Februar 2016 machten sich schließlich Frau Jana Walter als Vertreterin des Bundesministeriums sowie Frau Sarah Zysik als zuständige Sachbearbeiterin innerhalb des Projektes auf den Weg nach Eutin, um das gemeinsame Gespräch zu suchen, finanz- und zuwendungsspezifische Tipps zu geben und ein mögliches zeitsparendes Vorgehen zur finanziellen Projektabwicklung zu kommunizieren.

Gemeinsam mit den Projektverantwortlichen konnten schließlich Probleme der Vergangenheit und Chancen für die Zukunft besprochen werden. Dabei wurde schnell klar, dass ein vertrauensvoller Kontakt zwischen Zuwendungsgeber und Zuwendungsempfänger notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist. Letztlich konnte erreicht werden, dass das Projekt weiter geführt wird. Dies stellt für uns einen ganz besonderen Erfolg dar, den wir auf diesem Wege mit Ihnen teilen möchten. Dies soll Ihnen zudem zeigen, dass Sie sich keinesfalls scheuen sollten, auf uns zuzugehen.

Wir möchten Sie nicht allein lassen – kommen Sie auf uns zu!

v.l.n.r.: Jochen Gust (Fachdienst Geriatrie, Demenzbeauftragter im Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin), Sarah Zysik (zuständige Sachbearbeiterin Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz), Christian Burgdorf (Ansprechpartner für den Sozialdienst im Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin), Jana Walter (Mitarbeiterin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Gesundheit im Alter und Hilfen bei Demenz), Kerstin Ganskopf (Geschäftsführerin Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin).
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