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Hände berühren ein buntes Kunstwerk

Spielfilme und Dokumentationen zum Thema Demenz

Filme berühren. Das gilt insbesondere dann, wenn Menschen und ihre Schicksale im Mittelpunkt stehen. Etliche Regisseure aus Deutschland und anderen Ländern haben Arbeiten dem Thema Demenz gewidmet und die Hauptrollen zum Teil sehr prominent besetzt. Schauspielerinnen und Schauspielern wie Judi Dench, Mia Farrow oder Götz George gelingt es, lebensnah und authentisch in die Rolle von Demenzkranken zu schlüpfen. Auch Dokumentationen bringen Zuschauern auf berührende Weise die Wahrnehmungen, Gefühle und Gedanken der Betroffenen nahe. Wir haben für Sie ausgewählte Spiel- und Dokumentarfilme zusammengestellt, die sich mit einem jeweils sehr eigenen Blick dem Thema Demenz nähern – mal irritierend, mal kämpferisch, charmant oder auch traurig, aber nie langweilig.

Ausgewählte Spielfilme

Zwei Zucker (Deutschland 2014)
Regie: Thore Schwemann, Darsteller: Hannelore Droege, Wichart von Roëll und andere

Der Kurzfilm „Zwei Zucker“ setzt sich mit dem Thema Demenz auseinander und zeigt eindrucksvoll die Belastungen von pflegenden Angehörigen. Er macht zudem die schwierige Entscheidung für einen Umzug ins Pflegeheim oder für eine ambulante Betreuung zu Hause sichtbar.

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Honig im Kopf (Deutschland 2014)
Regie: Til Schweiger, Darsteller: Til Schweiger, Emma Schweiger, Dieter Hallervorden und andere


Der Spielfilm erzählt die Geschichte einer ganz großen Liebe zwischen dem Großvater Amandus und seiner Enkelin Tilda, die durch die beim Großvater erkennbare Alzheimer noch stärker wird. In einer humorvollen und doch ehrlichen Art wird gezeigt, wie der Lebensalltag einer Familie sich durch diese Krankheit ändert. Er zeigt aber auch, wie gut es Kindern und jungen Menschen gelingt, Zugang zu an Alzheimer erkrankten Menschen zu finden. Nicht nur, dass sie sich mit ihrem Großvater nach Venedig aufmacht, um ihm seinen großen Wunsch zu erfüllen. Sie nimmt auch Einfluss auf die Wahl eines Heimplatzes als klar ist, dass der Großvater nicht mehr im Familienverbund betreut werden kann.
Ein Film, der dazu beiträgt, die Gesellschaft über Demenz und die Anforderungen an uns zu informieren.

Vergiss dein Ende (Deutschland 2011)
Regie: Andreas Kannengießer, Darsteller: Renate Krößner, Herrmann Beyer und andere
Hannelore ist ausgebrannt. Seit vier Jahren pflegt sie ihren demenzkranken Mann Klaus, der zunehmend hilfloser wird. Nach 40 Jahren Ehe erkennt er sie nicht mehr und spricht kaum noch. Eines Tages packt Hannelore ihre Sachen und flieht. "Vergiss dein Ende" ist ein sensibel inszenierter Film über den schwierigen Umgang mit Demenz in der Familie.

Eines Tages (Deutschland 2009)
Regie: Iain Dilthey, Darsteller: Horst Janson, Heinrich
Schafmeister, Annekathrin Bürger und andere

Der Spielfilm erzählt in drei ineinander verwobenen Episoden von Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Den Architekten Frieder treffen die ersten Anzeichen der Krankheit wie ein Schlag. Er distanziert sich von Familie und Freunden. Hede befindet sich schon im fortgeschrittenen Stadium einer Demenz. Ihre Kinder erkennen, dass ihre Mutter umfassende Pflege benötigt, streiten aber über das Wie. Jakob ist schon lange demenzkrank. Seine Frau Margot pflegt ihn liebevoll, gerät aber zunehmend an ihre Grenzen. Nur langsam lernt sie, dass sie Verantwortung abgeben muss, und dass ein Platz im Pflegeheim nicht "Abschiebung" bedeutet. Hinweis: Der Spielfilm ist Teil des Filmratgebers Demenz für Angehörige, den der Landschaftsverband Rheinland (LVR) herausgegeben hat.

Die Geschwister Savage (USA 2007)
Regie: Tamara Jenkins, Darsteller: Laura Linney, Philip Seymour Hoffman und andere

Die Geschwister Wendy und Jon Savage vermeiden jeden Kontakt zueinander. Doch dann verschlechtert sich der Zustand ihres Vaters, der an Demenz und Parkinson leidet. Das zwingt die beiden, aufeinander zuzugehen. Gemeinsam machen Sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Pflegeplatz für Ihren Vater.

An ihrer Seite (Kanada 2006)
Regie: Sarah Polley, Darsteller: Julie Christie und andere
Grant und Fiona sind seit vier Jahrzehnten verheiratet. Als Fiona an Alzheimer erkrankt, muss sie in ein Pflegeheim. Dort darf sie an den ersten 30 Tagen keinen Besuch empfangen. Als Grant endlich kommen darf, hat sie ihn vergessen und sich in einen anderen Mann verliebt.

Wie ein einziger Tag (USA 2004)
Regie: Nick Cassavetes, Darsteller: Ryan Gosling, James Garner und andere
Allie lebt im Heim. Sie leidet an Alzheimer und kann sich weder an ihre Vergangenheit noch an ihre Familie erinnern. Ihr Ehemann Noah gibt nicht auf und liest ihr täglich aus einem verblichenen Notizbuch vor: ihre eigene Liebesgeschichte.

Lost MemoryKiller ohne Erinnerung (Belgien/Niederlande 2003)
Darsteller: Koen de Bouw, Werner De Smedt und andere
Ein Profikiller soll ein 12-jähriges Mädchen töten, das als Zeugin einen Politiker belasten könnte. Empört jagt der Killer stattdessen den Auftraggeber. Sein Problem: Er leidet an Alzheimer. Ein doppelter Wettlauf beginnt – mit der Polizei und der Krankheit.

Mein Vater – Coming home (Deutschland 2002)
Regie: Andreas Kleinert/Sonja Goslicki, Darsteller: Götz George, Klaus Johannes Behrendt und andere
Im Mittelpunkt des Dramas steht die schwierige Beziehung von Jochen zu seinem dominanten Vater Richard, der an Alzheimer erkrankt ist. Jochens Frau besteht darauf, den Schwiegervater zuhause aufzunehmen und zu betreuen. Konflikte sind programmiert. Doch am Ende lernt Jochen seinen Vater lieben.

Der Sohn der Braut (Argentinien 2001)
Regie: Juan José Campanella, Darsteller: Ricardo Darín, Héctor Alterio und andere
Rafael besitzt ein Restaurant und hat wenig Zeit, sich um seine Familie zu kümmern. Seine Mutter, die Alzheimer hat, hat er seit einem Jahr nicht mehr im Heim besucht. Da kommt sein Vater auf die Idee, sich nach 44 Jahren Ehe noch einmal mit Rafaels Mutter trauen zu lassen, diesmal kirchlich. Der alte Mann bittet Rafael um Hilfe.

Iris (Großbritannien/USA 2001)
Regie: Richard Eyre, Darsteller: Judi Dench, Kate Winslet und andere
Das Liebesdrama "Iris" erzählt nach den Memoiren von John Bayley "Elegy for Iris: A Memoir" die Geschichte der ungewöhnlichen Liebe zwischen der gefeierten britischen Literatin Iris Murdoch und dem Literaturkritiker John Bayley. Als die Ärzte Alzheimer bei Iris feststellen, verändert sich die Beziehung. Die bislang immer bisher tonangebende Iris ergibt sich allmählich der Krankheit. Doch John ist nicht bereit, die Liebe seines Lebens kampflos aufzugeben.

Der Schrecken des Vergessens (USA/Kanada 1999)
Regie: Robert Allan Ackerman, Darsteller: Mia Farrow, Martin Sheen und andere
Diana ist erst Mitte 40 und steht voll im Leben, als sie beginnt, zu vergessen. Die Diagnose: Alzheimer. Nicht einmal ihrem Mann Jack mag sie sich anvertrauen. Doch bald lässt sich die Krankheit nicht mehr leugnen Der Film entstand nach der Biographie "Leben im Labyrinth" von Diana Friel McGowin, die in einer Selbsthilfegruppe gegen ihre Krankheit kämpfte.

Reise in die Dunkelheit (Deutschland 1997)
Regie: Berthold Mittermayr, Darsteller: Peter Simonischek, Tatjana Blacher und andere
Nina sorgt sich um ihren Ehemann. Justus ist kaum über 50, aber seit einiger Zeit sehr vergesslich. Und er ist streitsüchtig geworden. Als Justus eines Abends den Ausgang seiner Werkstatt nicht findet, fordert Nina ihn auf, einen Arzt aufzusuchen. Doch Justus weigert sich. Er weiß längst, dass er Alzheimer hat, und schweigt.

Ausgewählte Dokumentarfilme

Leben mit der Diagnose; Gesamtspieldauer: 214 Minuten lt. Hülle ; NZZ Format
Dieser Film beschreibt, wie lange es teilweise dauern kann, bis eine wirkliche Abklärung von ersten Symptomen einer Demenz wirklich stattfindet. Nicht selten werden Symptome (Gedächtnisstörungen, Wortfindungsstörungen) verleugnet - weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Ein Betroffener schildert sein eigenes Erleben, wie es für ihn ist und wie es für ihn war, die Diagnose Demenz zu erhalten. Die Behandlungsmöglichkeiten werden gut verständlich dargestellt. Die Bedeutung von Aktivität, Ernährung und Bewegung wird betont.
Pflege am Limit:
Auffälliges Verhalten, welches die Umgebung stark belastet und in Mitleidenschaft zieht, wird gezeigt, teilweise erklärt - und es werden wiederum Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige aufgezeigt. Auch welchen Beitrag der Einbezug freiwillig Engagierter leisten kann wird am Beispiel der Verhältnisse in der Schweiz kurz erklärt.
Schriftsteller Arno Geiger (Der alte König in seinem Exil - lesenswert!) kommt ebenfalls zu Wort und schildert, wie es war als sein Vater z. B. sein Zuhause nicht mehr erkannte.
Demente Menschen freuen sich sehr, wenn man sich mit ihnen zur Musik bewegt und ihnen die nötige Aufmerksamkeit entgegenbringt.
Explodieren die Kosten?
Professor Andreas Kruse (Institut für Gerontologie der Uni Heidelberg) schildert die prognostizierten Zahlen Betroffener und die Herausforderungen die dies für das Gesundheitswesen mit sich bringen wird. Für Laienhelfer, Interessierte, Familien und Angehörige, die erst seit Kurzem mit der Thematik in Berührung gekommen sind (oder wissen, dass dies möglicherweise bevorsteht), kann dieser Film nützlich sein.

Zentrum für Gerontologie der Uni Zürich in Zusammenarbeit mit Pflegezentren der Stadt Zürich und dem Krankenheim Sonnweid. Zeichensprachen - Signale des emotionalen Ausdrucks von Menschen mit Demenz.
Der Film zeigt die emotionalen Ausdrucksformen bei Menschen mit Demenz. Aufmerksamkeit, Interesse, Freude, Angst, Ärger und Traurigkeit kann man buchstäblich an der Haltung und in den Gesichtern der Betroffenen erleben. Er macht deutlich, worauf es ankommt, was ein Betroffener vielleicht gerade erlebt und vor allen Dingen, wie viel Demenzkranke uns mitteilen können, auch wenn sie nicht oder kaum noch sprechen.
Wir lernen, wie wichtig die genaue Beobachtung, sensible Wahrnehmung und vor allen Dingen Kenntnisse und Analyse der nonverbalen Zeichen dementer Menschen sind.

Verhaltenszeichen - Herausforderndes Verhalten von Menschen mit Demenz Zeichensprache - Signale des emotionalen Ausdrucks von Menschen mit Demenz.
Zentrum für Gerontologie der Uni Zürich; Verhaltenszeichen - Herausforderndes Verhalten von Menschen mit Demenz; Laufzeit 49 Minuten.
Der Film legt recht gut dar, dass neben der Diagnose Demenz noch andere Aspekte zu herausforderndem Verhalten beitragen können. In aller Einfachheit wird erläutert, dass ein anderer Umgang mit diesen Personen erforderlich ist, um die Verhaltensweisen zu verstehen und ggf. zu lenken / mildern. Einige feste Grundsätze im Umgang mit dementen Menschen werden zugleich nicht zu Dogmen erhoben. Gut heraus kommt, wie wichtig die Krankenbeobachtung ist (und Kenntnisse der Biographie, falls möglich). Das kleine Begleitheft gibt weitere Informationen in Schriftform. Für einen Einstieg ins Thema, für Angehörige, Pflegehilfskräfte, Auszubildende etc. ist er durchaus gut geeignet.

Man gibt hier keinen ab
In Kooperation der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V. und der Hamburger Koordinationsstelle für Wohn-Pflege-Gemeinschaften, Laufzeit 15 Minuten
Der Film dokumentiert den Alltag der Mieterinnen und Mieter in zwei Hamburger WGs. Aufgaben der ambulanten Betreuungs- und Pflegeteams und der Angehörigen werden deutlich.

Roboter zum Kuscheln – Heilsam für Demenzkranke?
Koproduktion von ZDF und arte, Laufzeit 52 Minuten
Paro, die elektronische Babyrobbe, ist als Therapiemittel zur Betreuung von Menschen mit Demenz nicht unumstritten. Filmautorin Annette Wagner –   Blogautorin des WWD – dokumentiert, wie der Roboter eingesetzt werden kann und was es dabei zu bedenken gibt.

Leben mit Frontotemporaler Demenz
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V., Spieldauer 74 Minuten
Der dreiteilige Dokumentarfilm zeigt, wie dramatisch sich das Leben durch die Erkrankung an Frontotemporaler Demenz oder auch Pick-Krankheit verändert und welche Auswirkungen dies auch für die Menschen um sie herum hat.
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Demenz verstehen (Deutschland 2011)
Regie: Bodo Beuchel, Darsteller: Prof. Dr. Ralf Ihl und andere
Die ganze Bandbreite der Krankheit Demenz zu erfassen und darüber aufzuklären -das Ziel der 92-minütigen Dokumentation von Regisseur Bodo Beuchel ist ambitioniert. Für Angehörige ist es schwer sich der Demenz-Erkrankung zu nähern,
die Zusammenhänge, Ursachen und Folgen zu verstehen. Der Film enthält hilfreiche Erklärungen von Wissenschaftlern und Fachärzten, lässt Betroffene zu Wort kommen und schafft es so, den Angehörigen auch auf persönlicher Ebene nützliche Hilfestellungen an die Hand zu geben.
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Villa Mathildenhöhe (Deutschland 2010)
Regie: Bodo Beuchel, Darsteller: Christine Wendt und andere
Die Villa Mathildenhöhe in Darmstadt ist eine besondere Einrichtung. Dort leben demenzkranke Menschen gemeinsam in einer Wohngemeinschaft, die von ihren Angehörigen geführt wird. Die 41 Minuten lange Dokumentation rückt nah an die Villa, ihre Bewohner und die Angehörigen heran. Gemeinsames Wohnen, familiäre und freundschaftliche Nähe werden so als Garanten eines würdigen Lebens mit Demenz präsentiert. Mit Forenmoderator Klaus-W. Pawletko kommt ein Pionier von Demenz-Wohngemeinschaften in Deutschland zu Wort.

Ilse, wo bist du? (Österreich 2010)
Regie: Ulrike Halmschlager, Darsteller: Ilse Halmschlager und andere

Ilse Halmschlager hat Alzheimer. Ihre Tochter Ulrike begleitet mit der Kamera die letzten fünf Jahre ihres Lebens. Die Dokumentation gibt berührende und liebevolle Einblicke in den Alltag einer Demenzkranken und der sie pflegenden Menschen. Gleichzeitig entsteht durch ergänzende Kinder-, Jugend-, und Familienfotos sowie Super 8-Filme ein lebendiges Frauenportrait im Spiegel ihrer Zeit.

Meine Schwester Maria (Deutschland/Österreich/Schweiz 2002)
Regie: Maximilian Schell, Darsteller: Maria Schell, Maximilian Schell und andere
Der Schauspieler Maximilan Schell macht das Leben seiner berühmten Schwester Maria zum Stoff einer seiner Dokumentation. Statt Lebensstationen aneinanderzureihen, bringt sich der Bruder und Regisseur auch selbst ein, thematisiert den Prozess der Annäherung an das Phänomen Maria Schell. Dabei spart er auch die Altersdemenz nicht aus, an der Maria Schell leidet.

Der Tag, der in der Handtasche verschwand (Deutschland 2000)
Regie: Marion Kainz, Darsteller: Eva Mauerhoff
Die Regisseurin Marion Kainz beobachtet eine alte Dame, die in einem Duisburger Heim lebt und an zunehmendem Gedächtnisverlust leidet. In eindringlichem Flüsterton schildert die Alzheimer-Patientin Frau Mauerhoff die beunruhigende Welt, in der sie lebt. Sie glaubt, Opfer einer kollektiven Verschwörung zu sein.
 

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