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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Reha bei Schlaganfall mit Demenz
16.02.2020 | 03:35
Sohoia

Guten Tag,
mein Mann hat vor drei Monaten einen Schlaganfall erlitten. Es ging ihm danach sehr schlecht. Zum Glück hat er sich gut erholt, und leidet jetzt körperlich noch an der Lahmheit seines linken Armes.
Der Pflegegrad ist auf 3 eingestuft.
Viel bedenklicher erlebe ich im täglichen Umgang mit ihm, seine Orientierungslosigkeit. Er findet sich im alltäglichen Leben nur zurecht, weil ich ihm dabei ständige Unterstützung gebe. Das bekommt er so jedoch gar nicht mit. Er drängelt nun auf eine stationäre Reha, in dem Glauben danach "geheilt zu sein". Meine Befürchtung ist jedoch, dass seine Orientierungslosigkeit dadurch noch verstärkt wird, weil ihm das bekannte Umfeld fehlt. Meine Frage ist nun, ob ich mir da zu viele Gedanken mache. Derzeit wird in der Rehageschichte der Fokus allein auf die körperlichen Defizite gelegt. Ich befürchte, dass ihn die fremde Umgebung und null Orientierung, total zurück wirft. Das beschäftigt mich sehr, und ich wäre über eine richtungsweisende Antwort sehr dankbar!

22.02.2020 | 13:20
Hühnchen

Hallo Sohoia,

ich kann Ihre Bedenken verstehen, aber verkehrt ist eine Reha, grade nach einem Schlaganfall, nicht. Es gibt ja auch Rehas, bei denen die Demenzerkrankung mit eingebunden wird.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat ein Infoblatt (Nr. 23) zu den verschiedenen Reha-Angeboten und nennt auf Anfrage auch entsprechende Einrichtungen.

Wie wäre es denn, wenn Sie mit Ihrem Mann gemeinsam eine Reha machen. Da haben Sie beide was von.
Mein Vater hat meine Mutter auch begleitet. Die beiden waren gemeinsam untergebracht, hatten über Tag aber verschiedene Programme. Die begleitenden Angehörige haben Schulungen bzgl. Umgang mit Demenzerkrankten, Tipps zur Pflege, Anleitungen zu Entspannungsübungen und auch Sozialberatung erhalten. Die erkrankten Teilnehmer hatten Gedächtnistraining, Bewegungs-, Kunst- und Musiktherapie und haben eine Biographie erstellt. Leider musste die Reha durch einen Unfall vorzeitig beendet werden. Ich hatte noch Kontakt mit einem anderen teilnehmenden Paar (insg. 4 Paare pro Reha), die haben nur positiv über die Reha berichtet.

Damals wurde das noch von der Klinik am Stein in Olsberg angeboten, die hat aber vor einiger Zeit zugemacht. Die Schön-Klinik in Bad Aiblingen führt auch solche Rehas durch, zur damaligen Zeit aber mit getrennter Unterbringung. Wie das heute ist, weiß ich nicht.

Wünsche Ihnen alles Gute



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