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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor WG billiger als Heim?
09.03.2011 | 16:04
klauspawletko

Aus unserer Beratungspraxis wissen wir, dass die Kosten für eine pflegerische Versorgung außerhalb der Familie immer ein wichtiges Thema sind.
Dabei werden wir auch oft gefragt, ob ein Platz in einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz preiswerter ist als ein Aufenthalt in einem Heim.
Hierauf gibt es keine pauschale Antwort, denn die Kosten sind zum einen abhängig von der Region und zum anderen von der personellen Ausstattung.
Grundsätzlich kann man aber sagen, dass eine personell gut ausgestattete Wohngemeinschaft eher teurer ist ist als ein Heimplatz in einem "Standard"-Pflegeheim, das keine speziellen Wohn- und Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz vorhält. Insofern vergleicht man in einem solchen Fall Äpfel mit Birnen. Die Heime, die spezielle Angebote für Menschen mit Demenz vorhalten, haben in aller Regel auch einen speziellen Pflegesatz mit den Kostenträgern ausgehandelt. Dieser liegt z.B. in Berlin bei etwa 3.500 Euro im Monat für eine Bewohnerin mit der Pflegestufe II.
Damit erreichen sie Kosten, die auch in einer Wohngemeinschaft anfallen.
Es gibt immer wieder Angebote an WG-Plätzen, die erheblich unter diesem Preis liegen. Dort müssen Sie aber sehr wahrscheinlich Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl und Qualifikation des eingesetzten Personals in Kauf nehmen. Eine Wohngemeinschaft, bei der in jedem Tagdienst mindestens zwei Mitarbeiter des Pflegedienstes anwesend sind und in der eine eigene Nachtwache zur Verfügung steht, ist nach unseren Erfahrungen nicht unter 3.000 Euro pro Monat zu realisieren.

05.05.2011 | 17:47
Otto

Nun habe ich endlich ein wichtiges Forum gefunden! Ich prüfe derzeit die Möglichkeit, eine frühere Pflegestation für zwei ambulant betreute Wohngruppen mit jeweils 8 Bewohnern zu nutzen. Ich möchte zeigen, dass diese Alternative für Demente besser und nicht teuerer als ein herkömmliches Pflegeheim ist. Ich gehe von folgenden Voraussetzungen aus:

Das Wohnen (Unterkunft, Verpflegung, Investkosten) ist günstiger als Betreutes Wohnen und der vergleichbare Anteil im Pflegeheim. Die Betreuung erfolgt durch eine Fachkraft und Hilfs- bzw. ehrenamtliche Kräfte. Für die Nacht ist eine Aufsicht - keine Pflegekraft - vorhanden. Die Grund- und Behandlungspflege erfolgt separat durch einen Pflegedienst. Gegenüber herkömmlichen WGs ist meine WG mit einer optimalen Infrastruktur (Pflegebad, Garten, Aufzug, separate Tagespflege im Nebengebäude) ausgestattet. Leider gibt es hierfür nur eine geringe Kostenerstattung für die Betreuungsleistungen. Wer hat hierzu Ideen? Es muss möglich sein, diese Patienten besser und günstiger zu betreuen als im Pflegeheim, allerdings mit Familienangehörigen bzw. Ehrenamtlichen und außerhalb des Heimgesetzes, was für Demente bessere Möglichkeiten der individuellen Raumgestaltung eröffnet. Ich bin für jeden Hinweis dankbar!

Viele Grüße aus Bayern!

09.05.2011 | 13:14
klauspawletko

Hallo Otto,
dieses Forum dient nicht der Beratung von Dienstleistern. Ihre Konstruktion erscheint mir auf den ersten Blick etwas "unausgegoren" . Ich empfehle Ihnen dringend, sich von der Bayerischen Fachstelle für ambulant betreute Wohngemeinschaften (kostenlos) beraten zu lassen. Sie erreichen die Fachstelle hier:

Auenstr. 60
80469 München
Tel. 089 / 20 20 54 33
Fax. 089 / 500 80 402

e-Mail: info(at)ambulant-betreute-Wohngemeinschaften[dot]de

www.ambulant-betreute-Wohngemeinschaften.de

09.05.2011 | 18:36
Otto

Vielen Dank für den Hinweis! Ich bin ehrenamtlicher Vorstand einer kleinen Einrichtung und für jede (kostenlose) Hilfe dankbar!

Gruß
Otto



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