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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Erst Parkinson und jetzt beginnende Demenz?
15.06.2011 | 13:27
Gladiole

Hallo, seit kurzem sehe ich größere Probleme auf mich zukommen, die meine Tante betreffen. Sie ist 73 Jahr alt, lebt allein und ist seit ca. 10 Jahren an Parkinson erkrankt. In dieser Zeit war sie schon mehrmals in einer Spezialklinik, um die Medikation neu einzustellen. Mir ist bewusst, wie wichtig die korrekte Einnahme ihrer Medikamente ist und ich weiß, dass es sich dabei um eine Vielzahl von Medikamenten und Einnahmezeitpunkten handelt.

Seit einiger Zeit berichten meine Eltern (die im gleichen Mietshaus wie meine Tante wohnen) immer öfter davon, dass meine Tante verwirrt ist, Termine vergisst, Verabredungen mit Bekannten vergisst oder durcheinanderbringt, vergisst, wichtige Unterlagen mit zum Arzt zu nehmen und ähnliche Dinge.
Nun mache ich mir vor allem Gedanken darüber, wie und ob sie bei der geschilderten Verwirrtheit es schafft, ihre Medikamente regelmäßig zu nehmen. Eine Hilfe dazu ist von meinen Eltern nicht zu erwarten und ich bin nicht so oft da.

Ist meine Befürchtung berechtigt, dass Parkinson und Demenz im Zusammenhang gesehen zu einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen können?
Welche konkreten Schritte müsste ich einleiten, um dort helfen zu können?

Über eine Antwort und einen Austausch zu diesem Problem würde ich mich sehr freuen.

16.06.2011 | 17:46
klauspawletko

Hallo Gladiole,
In der Tat kann eine Parkinsonkrankheit zu einem dementiellen Syndrom führen. Das erste, was zu tun wäre, ist eine entsprechende Abklärung am besten durch einen Neurologen oder in einer sog. Gedächtnissprechstunde. Entsprechende Adressen bekommen Sie über das Alzheimer-Telefon, dessen Nummer Sie auch auf dieser Webseite finden.
Als nächsten Schritt sollten Sie mit der Pflegekasse Ihrer Tante klären, ob sie nicht Anspruch auf sog. niedrigschwellige Betreuungsleistungen nach § 45 Pflegeversicherung hat. Außerdem sollte der Hausarzt Ihrer Tante häusliche Krankenpflege (Medikamentengabe) durch einen ambulanten Pflegedienst verschreiben.
Lassen Sie sich von einem Pflegestützpunkt beraten, wenn es einen in Ihrer Nähe gibt. Auch die Kranken-/Pflegekassen bieten eine solche Beratung an.
Die Beziehung zwischen Ihrer Tante und Ihren Eltern scheint ja nicht ungestört zu sein. das ist schade, weil damit natürlich eine naheliegende Ressource nicht nutzbar scheint.

Soviel erst einmal für heute. Beste Grüße von

Klaus-W. Pawletko

19.06.2011 | 22:29
Gladiole

Hallo, Herr Pawleto,
vielen Dank für Ihre Antwort, die mit ihren ganz konkreten Hinweisen für mich sehr hilfreich ist. Ich werde mich mal Schritt für Schritt versuchen vorzuarbeiten.
Viele Grüße aus Potsdam

23.06.2011 | 15:44
klauspawletko

Hallo Gladiole,
wenn Sie in Potsdam wohnen, haben Sie mit der dort ansässigen Alzheimer Gesellschaft Brandenburg einen kompetenten Ansprechpartner. Nehmen Sie doch dort mit Frau Winkler oder Frau Neumann (beratung@alzheimer-brandenburg.de) Kontakt auf und vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin.

Viel Erfolg wünscht

Klaus-W. Pawletko



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