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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Doppelzimmer für Menschen mit Demenz?
12.07.2011 | 13:05
klauspawletko

In vielen Pflegeeinrichtungen werden (noch) sehr viele freie Plätze in Doppelzimmern angeboten. In vielen Gesprächen mit Heim-Mitarbeitern hört man immer wieder, wie gut ein Doppelzimmer für den Menschen mit Demenz sei, weil er/sie dann nicht alleine ist und die Angst reduziert wird. Tatsache ist, dass es immer wieder "Fälle" gibt, bei denen ein demenzkrankes "DUO" in einem Doppelzimmer harmoniert und sich beide Beteiligten auch wohl fühlen. Ich bin in dieser Thematik sehr viel zurückhaltender: Wer zählt die vielen Fälle, in denen die demenzkranken Heimbewohner unter der Situation leiden, mit einem fremden Menschen ein Zimmer teilen zu müssen?
Wenn sich ein "Paar" im Heimalltag findet, sollte die Institution auch die Möglichkeit zur Verfügung stellen, dass die beiden "zusammenziehen" können. Aber ein Doppelzimmer als Ideallösung für Menschen mit Demenz anzupreisen, scheint mir denn doch eher der Marktsituation als pflegefachlichen Überlegungen geschuldet.
Wie sind Ihre Erfahrungen damit?
Ich freue mich auf Ihre - hoffentlich kontroversen - Beiträge!

Beste Grüße von

Klaus-W. Pawletko

11.08.2011 | 10:02
Otto

Die Ideallösung gibt es sicherlich nicht. Im Einzelfall mag es eine sinnvolle Wahl sein. Das größere Problem sehe ich bei den Angehörigen, die generell das Einzelzimmer wünschen, außer das Doppelzimmer ist deutlich günstiger. Meist steht der finanzielle Aspekt im Vordergrund und nicht das Wohl des Patienten. Gleichwohl ist es äußerst schwierig, Entscheidungen für demente Menschen zu treffen. Wir wissen letztendlich nicht, was in den Köpfen wirklich vorgeht.

Gruß
Otto

14.08.2011 | 22:10
Blaukatzenoma

Meine Mutti befindet sich in einem Pflegeheim in einem 1-Bett-Zimmer. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich sie nie in ein 2-Bett-Zimmer mit einer fremden Frau gegeben hätte. Meine MJutti ist auf Grund der Schwere der Demenz nicht mehr in der Lage eigenständig zu handeln. Es gibt bei ihr keinen Tag-Nacht-Rhythmus mehr, so dass eine zweite Person im Zimmer erheblich gestört wäre. Diese Entscheidung muss mann aber sicherlich von Fall zu Fall prüfen, da hierbei immer um der Grad der Demenz beachtet werden muss.

Blaukatzenoma

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.08.2011 um 22:11.]



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