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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Unterbringung mit richterlichem Beschluß
10.10.2019 | 09:55
Grunella

Meine Mutter ist anderthalb Jahre aus dem Heim abgehauen und stundenlang herumgeirrt (auch mal über nacht) ehe die Amtsrichterin einer geschlossenen Unterbringung zustimmte, weil sie auf den S-Bahngleisen aufgegriffen wurde.

Jemanden gegen seinen Willen irgendwo unterzubringen ist nicht ohne und trotz der offensichtlichen Gefahrenlage habe ich mich sehr schlecht damit gefühlt. Wenn also keine wirklichen Gefahren vorliegen, die man darstellen könnte (dann stimmt das Gericht nämlich auch zu) und nur eine Vermutung "das könnte ja auch mal schiefgehen", dann reicht das tatsächlich nicht aus.
Tipp: Alles was schiefgeht so gut wie möglich dokumentieren. Das Gericht braucht Fakten, Aktenzeichen, Aussagen Dritter.

10.10.2019 | 11:09
klauspawletko

Hallo Hanne 63,
hatten Sie mit Unterbringung eine in einer geschlossenen Einrichtung angedacht?
Ansonsten wäre ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung nach meinem Verständnis keine "Unterbringung".
Besteht denn eine Selbst- oder Fremdgefährdung bei Ihrem Vater? Oder droht einfach nur eine Verwahrlosung?
Verstehen Sie mich nicht falsch: ich kann gut nachempfinden, dass eine Zunehmende Verwahrlosung für eine Tochter schwer zu ertragen ist.
Das ist aber - wie ich finde, zurecht - kein Grund fūr eine (geschlossene) Unterbringung.
Ob eine Pflegeeinrichtung oder eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke nicht vielleicht ein besserer Lebensort für Ihren Vater wäre, kann ich aus der Distanz nicht beurteilen.
Insbesondere der Umzug in eine Wohngemeinschaft ist keine Unterbringung, sondern ein Umzug in eine geeignetere Umgebung. Aber auch hierfür muss ein Amtsrichter den Willen des Betreuten berücksichtigen, wenn dieser noch klar zu erkennen ist.
So viel erst einmal dazu von mir. Ich würde Ihnen raten, die Situation mit dem sozialpsychiatrischen Dienst am Wohnort des Vaters zu besprechen und eine gemeinsame Strategie entwickeln.
Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen Klaus-W. Pawletko



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