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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Mutter lehnt Hilfe bei Pflege ab
17.11.2019 | 13:40
Sohn1

Meine Mutter pflegt meinen schwer an Demenz erkrankten Vater zu Hause. Mehr oder weniger alleine, mein Bruder wohnt im selben Haus und unterstütz sie. Es erkennt weder mich noch andere Personen außer meiner Mutter und vielleicht meinen Bruder. Er redet kaum noch, ist sehr still aber nicht aggressiv. Es verschlimmert sich seit einigen Jahren naturgemäß immer mehr.

Sie hat außer einer Putzfrau keinerlei weitere Hilfe und lehnt diese ab. Mein Vater geht 2x die Woche nachmittags in eine Betreuung. Sie ist völlig in der Situation gefangen, ignoriert Hilfe, will nicht darüber reden, wirkt geradezu depressiv. Ich würde ihr gerne helfen, eine mehrstündige oder ganztägige Betreuung zu Hause wäre sinnvoll.

Wie geht man in einer solchen Situation am besten vor? Welche Möglichkeiten der Betreuung existieren? Welcher Pflegegrad wäre anzusetzen und wie hoch sind die Kosten für eine Betreuung? Vielen Dank schon so für konstruktive Hilfe.

17.11.2019 | 19:46
Angehöriger

Als allererstes können Sie in diesem Forum ganz viel nachlesen; auch von den Herrschaften "Profis" finden Sie dazu einige nützliche Stichworte und Hinweise.

Dann sprechen Sie mit allen, die Ihnen zu dem Thema einfallen (Ärzte, Medizinischer Dienst zwecks Begutachtung und Pflegegradeinstufung, zuständige Behörden, Pflegedienste usw.).

So ergibt sich automatisch ein "Fahrplan" für Sie.

18.11.2019 | 12:27
klauspawletko

Hallo Sohn1,
aus der Distanz lässt sich nur schwer erkennen, warum Ihre Mutter weitere Hilfen ablehnt.
Immerhin nimmt sie ja Unterstützung von Ihrem Bruder an.
Sie sollten sich von einem Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe beraten lassen, welche Schritte sinnvoll sein könnten. Die Beantragung eines Pflegegrads gehört ganz sicher dazu, wenn nicht bereits geschehen. Die Tatsache, dass Ihr Vater 2x wöchentlich in eine Tagesbetreuung geht, spricht allerdings eher dafür, dass so ein Pflegegrad bereits beantragt ist.
Hat Ihre Mutter eventuell Angst vor finanziellen Belastungen, wenn sie mehr Betreuung in Anspruch nimmt? Was sagt Ihr Bruder zu der Situation? Sind Sie sich in der Einschätzung einig, dass die Mutter mehr Unterstützung bräuchte?
Das wäre mein erster Vorschlag: Mit Ihrem Bruder eine gemeinsame Strategie abstimmen und gemeinsam einen Pflegestützpunkt um Rat fragen.
Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen

Klaus-W. Pawletko



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