Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Tagespflege & Altenpflegerin
17.12.2019 | 07:08
Sonni

Hallo zusammen,

wie viele hier taste auch ich mich Schritt für Schritt voran. Wie bereits berichtet, ist mein Vater nach einem Krankenhausaufenthalt in Kurzzeitpflege und ich bin dabei ein Betreuungsgerüst für die Zeit danach aufzubauen.

Hierzu einige Fragen, was für Erfahrungen gemacht wurden.

1. Ich kann einen Platz in der Tagespflege haben, denke allerdings dass jeder Tag zu viel wäre, jedenfalls am Anfang. Ich dachte an 3 Vormittage die Woche. Ist das realistisch?

2. Durch einen Bekannten habe ich Kontakt zu einer selbstständig arbeiteten examinierten Altenpflegerin. Sie könnte auf Stundenbasis Betreuung leisten. Da sie Wert darauf legt, auch Zeit zu investieren im Gegensatz zu überlasteten Pflegediensten, fände ich das sehr passend für meinen Vater. Hat jemand Erfahrungen? Werden ihre Kosten auch über die Pflegekasse abgerechnet oder ist das Privatsache?

Vielen Dank schon mal für eure Erfahrungsberichte!

Sonni

17.12.2019 | 19:40
klauspawletko

Hallo Sonni,
vielleicht denken Sie einmal die ganze Situation von sich aus. Ich finde es großartig, dass Sie sich so viel Gedanken um das Wohlergehen Ihres Vaters machen, aber vergessen Sie sich nicht selbst dabei.
Das beantwortet vielleicht auch ein wenig die Frage nach Tagespflege und Privarbetreuung. Die private Betreuung müssen Sie vom Pflegegeld bezahlen, das umso geringer ist, je mehr Sie die Tagespflege in Anspruch nehmen.
Auf der anderen Seite sind die Entlastungseffekte für Sie mit 3 Tagen Tagespflege wahrscheinlich wesentlich größer als mit einer stundenweisen Privatbetreuung.
Betrachten Sie eine Tagespflege nicht als "Abschiebung", sondern als ein Angebot, das auch Ihrem Vater neue soziale Kontakte ermöglicht,. seinen Tag strukturiert und den Austausch mit anderen Betroffenen ermöglicht.
Das soll kein "Entweder-Oder" sein, sondern ein Hinweis, dass Sie ausprobieren müssen, welcher Mix aus Tagespflege und Privatbetreuung am besten zu Ihrer Situation passen.
Versuch macht klug!
Alles Gute dabei wünscht Ihnen

Klaus-W. Pawletko



Grafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker