Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

DAS WEBLOG

Kleidung für Senioren mit Demenz

Warum brauchen Menschen mit Demenz-Erkrankungen praktische und komfortable Kleidung?

Menschen mit einer Demenzerkrankung, die vielleicht zudem mit Schmerzen oder Depressionen leben, können mit praktischer Kleidung dauerhaft leichter umgehen. Das kann auch die Bezugspersonen entlasten, die den Patienten täglich pflegen und kleiden.
Anpassungsfähige Kleidung, die praktischer als herkömmliche Kleidung ist, hat größere Einstiege und leichtere Verschlüsse. Sie kann zusätzlich barrierefrei gestaltet werden und lässt sich wunderbar selbständig und assistierend nutzen. Der modische Aspekt und die individuellen Vorlieben für Muster, Farben und Qualitäten werden dabei berücksichtigt.
Ziel ist es, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und den Alltag für Demenzerkrankte leichter zu gestalten. Und dieses ist mit den hervorragenden Designs der anpassungsfähigen Pflegemode heute kein Problem mehr.
Wie kann Pflegemode schon im ersten Stadium der Erkrankung bei einer Demenz unterstützen?
Demenzerkrankte betrifft es besonders, wenn die herkömmliche Kleidung in ihrer Funktionsweise und Bestimmung nicht mehr verstanden wird. Im Verlauf der Krankheit fällt es plötzlich schwer eine Schleife am Schuh zu binden oder den Knopf durch das kleine Knopfloch des Oberhemdes oder einer Bluse zu führen. Später sind diese Patienten überfordert und finden sich mit Kleidungsstücken gar nicht mehr zurecht, so dass Oberteile auch verkehrtherum getragen werden oder sie gar nicht zur Jahreszeit passen. Die Dinge des täglichen Lebens fallen schwer, sind unklar, können nicht geregelt werden und führen zur vollständigen Unselbständigkeit.

Die Herausforderungen, einen Knopf zu schließen, einen Schuh zu binden, oder das Anziehen selbst, sind nur einige Dilemmata, die diejenigen, die im frühen Stadium einer Demenz-Erkrankung sind, täglich erleben können.
Häufig lassen sich Menschen mit dieser Erkrankung ungern an- und ausziehen und werden dabei besonders unruhig. Wenn dann auch noch körperliche Symptome wie Verspannungen, Schmerzhaftigkeiten und Müdigkeit auftreten, empfiehlt es sich funktionelle Pflegemode der herkömmlichen Kleidung vorzuziehen und schwierige Kleidungsstücke auszutauschen.

Druckknöpfe, Reißverschlüsse und Klettverschlüsse ermöglichen dem Demenzpatienten ein einfacheres Anziehen und auch die Pflegeperson kann mühelos beim Ankleiden behilflich sein und den Patienten entspannter begleiten.
Je nach Tagesform kann zwischen selbständigen Kleidungsmöglichkeiten und den mit Hilfe anzukleidenden Unter- und Oberteilen gewählt werden.

Einige Beispiele für funktionelle Kleidung sind:
• Front Blusen mit Klett- und Magnet-Schließungen
• Wickelrock mit Klett-Schließungen
• Schlupfhosen mit zusätzlichen Klettverschlüssen
• Der Schließkomfort mit Druckknopf oder Klett an einem Front-BH
• Hausschuhe und Schuhe mit Klettverschlüssen
 
Empfehlung:
Achten Sie beim Neukauf von Kleidung auf Lieblingsfarben, bekannte Muster und Qualitäten, die schon früher gerne getragen wurden. Es macht keinen Sinn eine Hose in Jeansstoff einzukaufen, wenn die Dame oder der Herr in ihrem Leben feine Gabardine bevorzugte. Jedes Kleidungsstück ist ein Stück Identität und gehört zur persönlichen Biografie. Insbesondere werden neben aktuellen Designs und Schnitten die biografischen Aspekte im vielfältigen Angebot der seniorengerechten Pflegemode berücksichtigt.
Patienten mit Demenz sollten möglichst lange ermutigt werden sich selbst anzukleiden. Dabei werden die Gewohnheiten des Patienten nach Möglichkeit berücksichtigt, denn Routine funktioniert meist am besten bei alltäglichen Aktivitäten.
Die passende Kleidung kann Sie als Pflegende hervorragend unterstützen:
• Die Lieblingskleidung sollte bevorzugt werden, denn sie schafft positive Emotionen. Kleidungsstücke, die selten getragen werden, sollten aussortiert werden, um die Auswahl leichter zu machen.
• Legen/hängen Sie (sich) alle Kleidungsstücke in der Reihenfolge zurecht, in der sie angezogen werden sollen.
• Kennzeichnen Sie Schubladen und Kommoden mit Kleidung. Sie können zum Beispiel Bilder aus Zeitschriften verwenden.
• Lassen Sie sich Zeit beim An- und Auskleiden.
• Schaffen Sie eine ruhige Atmosphäre, meiden Sie Aufregungen.
• Nutzen Sie einfache Kleidungsstücke. Bequeme, weite Einstiege, Klettverschlüsse, Strickjacken statt Pullover. Es muss nicht immer ein Jogginganzug sein – auch Hosen mit dehnbaren Bündchen und zusätzlichen Klettöffnungen können bequem und gleichzeitig modisch sein.
• Kleidung kann zu einem Risiko werden, wenn sie nicht richtig passt. Stellen Sie sicher, dass die Kleidungsstücke, die getragen werden, Sie respektive Ihren Patienten nicht behindern – wie es zum Beispiel bei sehr körperbetonten Schnitten möglich ist.
• Achten Sie beim An- und Ausziehen darauf, ob Schmerzen sichtbar werden
• Schuhe sollten ohne komplizierte Schnürungen sein und gut passen. Praktisch für Zuhause sind auch die beliebten Stoppersocken mit Noppen auf der Sohlenseite.
Wie kann Pflegemode bei Demenzerkrankungen in der sekundären Phase helfen?
Ob ein Patient mit Alzheimer und Demenz zu Hause oder in einem Pflegeheim ist, die Bezugsperson wird oft bestimmte Kleidungsprobleme bemerken:
Hilfe suchend wird die Pflegeperson fragen, wie das geht und mitteilen, dass das Anziehen so schwer ist.
Für einen kognitiv beeinträchtigten Patienten wird das Ankleiden kompliziert, lässt ihn sogar verzweifeln und unruhig werden.
Auch gesundheitliche Probleme wie Arthritis und Gelenkschmerzen erschweren das Ankleiden. Und wenn Betroffene zur Inkontinenz

Störung der Fähigkeit, die körperlichen Ausscheidungen (Urin, Stuhlgang) zu kontrollieren. Menschen, die an einer Urininkontinenz leiden, nässen sich ein.
Inkontinenz
neigen, entsteht schnell Unsicherheit, wenn das sich Entkleiden befremdend ist.
Pflegemode ist für Alzheimer und Demenz Erkrankte so konzipiert, dass der Patient, in bequemer Position angekleidet werden kann.
Ob im Sitzen, im Stehen oder im Liegen, die Kleidungsstücke lassen sich vollständig öffnen, so dass die Pflegeperson das Kleidungsstück dem Patienten anlegen kann, ohne jemals seine Arme zu heben oder mit Halsöffnungen zu kämpfen. Darüber hinaus können sie den Patienten von hinten kleiden, auch wenn der Patient mal ungehalten oder sogar aggressiv reagiert.
Bei jedem Oberteil sind die Druckknöpfe auf den Schultern platziert, um Druckstellen zu vermeiden, so dass der pflegebedürftige Patient nicht darauf sitzt oder auf einem Verschluss ruht.
Bei eingeschränkter Mobilität sind Pflegehosen mit seitlichen oder hinteren Öffnungsmöglichkeiten leicht zu kleiden. Der Betroffene kann beim Angezogenwerden einfach sitzen oder liegen bleiben. Ohne Anstrengung lässt sich eine Pflegehose hoch und runter ziehen, das besonders bei Inkontinenzversorgungen für den Patienten und den Helfer entspannter ist. Die Schließungen an der Taille funktionieren mühelos einfach, ohne dabei die Person zu überfordern!
Wie kann Pflegemode bei Demenzerkrankten in späteren Stadien helfen?

Für viele Pflegebedürftige kann das sich ständig Selbst-Entkleiden eine unruhige Lebensphase sein, in der abgewogen werden sollte, welche Kleidung für den Patienten vorteilhaft ist und ihm gut tut.
Manchmal helfen Kleidungsstücke, die sich nicht von selbst oder nur schwer selbst ausziehen lassen.
Einteilige Kleidungsstücke wie ein Overall, kann das Entkleidungsproblem lösen. Es gibt diese Pflegeoveralls für den Tag und für die Nacht in verschiedenen Ausführungen. Nachts als Schlafanzug oder auch tagsüber als Hausanzug unterstützt das Wechseln der Designs den Tag- und Nachtrhythmus zu behalten.
Nur durch Ausprobieren und Abwägen, in welcher Situation sich der Patient befindet, kann individuell entschieden werden, ob das Bedürfnis sich zu entkleiden gelebt werden kann, oder ob es dem Patienten mehr hilft, Kleidung zu tragen, die er nicht selbst entfernen soll.
Je nach Verfassung des Betroffenen werden Sie leicht erkennen, ob ein Pflegeoverall hilfreich ist und wann die übliche Kleidung mit Hose und Top gut tragbar ist.
Mit etwas Einfühlungsvermögen kann die Bezugsperson oftmals erkennen, was dem Patienten, der an Demenz erkrankt ist, wohl tut.

Wie kann ein Demenzerkrankter im Rollstuhl draußen praktischer warmgehalten werden?

Halten Sie Ihren geliebten Menschen in allen Jahreszeiten gemütlich warm! Beliebt sind Ponchos. Sie erfüllen das Wärmebedürfnis, sind besonders leicht und ohne Mühe anzukleiden. Ideal für Betroffene, die kurzfristig oder längere Zeit von einem Rollstuhl abhängig sind.
Ein kuscheliger Fleece Poncho ist genau das Richtige in jeder Jahreszeit bei kühlerem Wetter und hilfreich bei persönlicher Kälteempfindlichkeit.
Ein Rollstuhlponcho lässt sich leicht ankleiden, hat einen Frontreißverschluss für einen einfachen Zugang, einen wärmenden Kragen oder auch eine Kapuze. Der ergonomisch angepasste Schnitt mit kürzerem Rücken ist praktisch, so dass der Poncho von den Rädern fern bleibt.
Die passende Outdoor-Bekleidung für Rollstuhlfahrer ist wärmend und anpassungsfähig. Der Poncho-Stil ist hervorragend für ältere Menschen, die aufgrund einer Behinderung eine bequeme Kleidung bevorzugen, die sie nicht einengt.
Es ist wertvoll darauf zu achten, dass Capes, Bags (Rollstuhlsäcke) und Ponchos für den Benutzer je nach Bedürfnis nicht beschwerlich, sondern vom Gewicht her leicht sind.
Es eignen sich alle Fleecestoffe und ihre Kombinationen mit winddichten und wasserabweisenden leichten Materialien.

Kombinieren Sie Ihren Lieblingsponcho mit schönen Accessoires, zum Beispiel mit Arm- und Beinwärmern, mit einem schicken Tuch/Schal und Mütze.

Pflegemode bietet Hilfe und ist ein wahres Geschenk für diejenigen, die Probleme beim Ankleiden haben. Die gute Nachricht ist, für jede Situation gibt es die passende Kleidung. Geschmackvolles Kleiden schenkt Wohlbefinden, stärkt das Selbstwertgefühl und hat zusätzlich für Menschen mit Demenzerkrankungen einen therapeutischen Mehrwert.
 

Informationen zur Autorin

Foto der Weblogautorin Lucina Zimmermann
Foto: Lucina Zimmermann

Lucina Zimmermann, Betriebswirtin in der Seniorenwirtschaft, Gründerin der Pflegeboutique und des Online Shops Tamonda ist Autorin des Buches „Pflegemode – Wie das Ankleiden leichter wird“ (2017), verschiedener Fachartikel in Presse und Fachliteratur, sowie ihres Blogs “Pflegemode – Wie das Ankleiden leichter wird“. Sie war 2004 bis 2014 leitend in der stationären Altenpflege sowie in der ambulanten und privaten Pflege tätig. 

Grafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker

Diesen Artikel kommentieren

Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet und müssen ausgefüllt werden.