Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Die linke Hand eines älteren Mannes liegt auf der Tastatur eines Klaviers

Mobil bleiben

Wer rastet, der rostet. Dieses alte Sprichwort trifft nicht nur auf gesunde Menschen zu. Auch Demenzkranke können und sollen sich in der Regel viel bewegen. Bewegung im Alltag und regelmäßiger Sport steigern nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sondern helfen auch gegen nächtliche Unruhe und depressive Verstimmungen.

Auch wenn Sie an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz leiden, sollten Sie versuchen, mobil zu bleiben. Bewegung innerhalb und außerhalb der eigenen vier Wände trägt dazu bei, dass Sie körperlich und geistig länger leistungsfähig und selbstständig sind.

Mobilität im Alltag

Zu Hause sollten Sie so lange es geht selbst kochen oder sich an der Zubereitung beteiligen, Wäsche waschen oder sich um Ihren Garten oder Balkon kümmern. Solange Sie sich noch einigermaßen in Ihrer Umgebung zurechtfinden, sollten Sie auch Einkäufe selbst erledigen. Später können Verwandte, Freunde oder ehrenamtliche Helferinnen und Helfer Sie dabei begleiten. Spaziergänge, Restaurantbesuche oder der sonntägliche Gang in die Kirche halten Sie ebenfalls in Bewegung. Wenn Sie allein unterwegs sind und Probleme haben, sich zu orientieren, dann fragen Sie ruhig Passantinnen und Passanten nach dem Weg.

Frauen und Männer stehen im Schwimmbecken, halten Nudeln in den Händen und führen Gymnasti-kübungen aus
Foto: Michael Uhlmann

Regelmäßiger Sport trainiert Muskelkraft, Koordinationsvermögen und Gleichgewichtssinn. Das alles ist wichtig, um so lange wie möglich aktiv zu bleiben. Wenn Sie sich Ihr Leben lang viel bewegt haben, dann tun Sie dies auch nach der Diagnose Demenz und zwar so lange es geht und Ihnen Spaß macht. Wenn die gewohnte Sportart zu anstrengend oder sogar gefährlich wird, dann suchen Sie sich eine leichtere Sportart aus. Wer nicht mehr an den Felswänden hochklettern kann, darf ruhig am Boden turnen.

War Sport dagegen für Sie bisher eher eine lästige Pflichtübung, sollten Sie diese Einstellung spätestens jetzt ändern. Je besser es Ihrem Körper geht, desto länger können Sie Ihre Lebensqualität trotz Demenz aufrechterhalten. Sport- und Wandervereine sowie Seniorenorganisationen bieten eine breite Palette an einfachen Bewegungsmöglichkeiten an. Ob Gymnastik, Schwimmen, Tanzen oder Wandern – für fast jeden Menschen lässt sich eine passende Sportart finden.

Fahrtüchtigkeit prüfen

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie noch fahrtüchtig sind, dann können Sie sich beim Hausarzt, in Gedächtnissprech-stunden oder bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. dazu beraten lassen.

Autofahren

Bereits im Frühstadium einer Demenzerkrankung können Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme dazu führen, dass Sie im Straßenverkehr nicht mehr so schnell reagieren, Geschwindigkeiten und Abstände falsch einschätzen. Bedenken Sie, dass Sie damit nicht nur sich, sondern auch andere gefährden. Ärgern Sie sich daher nicht, wenn Angehörige und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen raten, den Führerschein abzugeben. Auch ohne Auto können Sie sehr gut mobil bleiben. Wenn andere Sie nicht mit dem Auto mitnehmen können, kommen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Taxis oder den Fahrdiensten der Wohlfahrtsverbände ebenfalls gut an Ihr Ziel.

Gehhilfen

Auch später, wenn Gehen und Stehen mehr Mühe machen, müssen Sie nicht den ganzen Tag auf dem Sofa oder im Bett verbringen. Ein Gehstock oder
Rollator

Gehhilfe für gehbehinderte oder körperlich schwache Personen, je nach Modell mit zwei bis vier Rädern. Die Kosten für Rollatoren werden teilweise von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.
Rollator
helfen Ihnen, sich sicher fortzubewegen – wenn auch etwas langsamer als bisher. Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt welche Gehhilfe für Sie am besten geeignet ist. Den entsprechenden Antrag erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse. Und nicht vergessen: Gehen Sie auch regelmäßig zu einer Ärztin oder einem Arzt, die Ihre Augen und Ohren untersuchen. Sicheres Gehen und Sichzurechtfinden ist einfacher, wenn man gut sieht und hört.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Regelmäßige Bewegung trägt dazu bei, länger selbstständig und mobil zu bleiben.
  • Gewohnte Tätigkeiten sollten Sie deshalb so lange wie möglich ausüben.
  • Regelmäßige Spaziergänge und Sport erhalten die Koordination, die Muskelkraft und den Gleichgewichtssinn.
  • Um sich und andere nicht zu gefährden, sollten Sie das Autofahren rechtzeitig aufgeben.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Mobil bleiben finden Sie im Weblog-Beitrag Willkommen im Café Domino und im Videofilm Miteinander reden hilft.

Grafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker