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Fünf Frauen sitzen im Rahmen einer Besprechung an einem Tisch

Pflegeversicherung – Leistungen im Überblick

Wer an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz erkrankt, braucht früher oder später regelmäßig Unterstützung. Besteht voraussichtlich länger als ein halbes Jahr Pflegebedarf, übernimmt die Pflegeversicherung teilweise die entstehenden Kosten. Der Umfang hängt von der Schwere der Pflegebedürftigkeit und dem jeweiligen Pflegegrad

Ab 2017 ersetzen fünf Pflegegrade die bisherigen Pflegestufen. Geringe Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten entsprechen Pflegegrad 1, bei schwersten Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten, die mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung einhergehen, wird Pflegegrad 5 erreicht.
Pflegegrad
ab. Die Pflegegrade haben das System der Pflegestufen zu 1. Januar 2017 abgelöst. Da sich der Bedarf an Unterstützung und Pflege bei Menschen mit Demenz im Laufe der Erkrankung verändert, sollte dieser deshalb regelmäßig überprüft werden.

Eine ältere Frau sitzt in einem Sessel im Wohnzimmer, eine jünger Frau hilft der älteren Frau beim Schuhe ausziehen
Foto: Michael Uhlmann

Gerade im Frühstadium der Krankheit haben die Versicherungen häufig keine Pflegestufe vergeben. Denn Pflegebedürftigkeit im Sinne des Gesetzes wurde vor allem bei körperlichen Einschränkungen anerkannt. Der hohe Betreuungsaufwand bei einer Demenz wurde weniger stark berücksichtigt. Mit der Reform der Pflegeversicherung 2008 wurden die Leistungen für Menschen mit Demenz erweitert – in Form des Betreuungsbetrages beziehungsweise der sogenannten "Pflegestufe 0

Sie galt vor allem für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz. Das sind vor allem Menschen, die an Demenz erkrankt sind.
Pflegestufe 0
".

Weitere Verbesserungen brachte 2015 das Erste Pflegestärkungsgesetz (PSG I) mit weiteren Leistungen für die Pflegestufe „0“. Ab 1. Januar 2016 trat das Zweite Pflegestärkungsgesetz in Kraft, um ab 2017 mit einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und neuen Begutachtungsrichtlinien gerade für Menschen mit Demenz einen gleichberechtigten Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung zu ermöglichen. Dadurch werden ab dem 1. Januar 2017 körperliche, geistige und psychische Beeinträchtigungen gleichermaßen erfasst und bei der Einstufung berücksichtigt.

Leistungsverbesserung 2017 - das sollten Sie wissen. (PDF, 717 KB, nicht barrierefrei)

Anspruch

Bisher hatten hauptsächlich Menschen, die dauerhaft Hilfe bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität benötigen, Anspruch Leistungen der Pflegeversicherung. Inzwischen trifft das auch auf viele an Demenz erkrankte Menschen zu, denn mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) werden ab dem 1. Januar 2017 körperliche, geistige und psychische Beeinträchtigungen gleichermaßen erfasst und bei der Einstufung berücksichtigt.

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Antrag

Wer Leistungen der Pflegeversicherung erhalten will, muss diese beantragen. Die Pflegeversicherung überprüft, ob der Versicherte oder die Versicherte ein Recht auf Pflegeleistungen hat, und bestimmte bisher die Pflegestufe. Mit Einführung des Pflegestärkungsgesetzes II werden die Pflegestufen durch Pflegegrade ersetzt. Entscheidend ist dabei das Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK). Gegen eine negative Entscheidung der Pflegeversicherung können Betroffene Widerspruch einlegen.

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Leistungen

Je nach Pflegegrad

Ab 2017 ersetzen fünf Pflegegrade die bisherigen Pflegestufen. Geringe Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten entsprechen Pflegegrad 1, bei schwersten Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten, die mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung einhergehen, wird Pflegegrad 5 erreicht.
Pflegegrad
stehen Menschen mit Demenz bestimmte Leistungen zu. Wie die Pflegeversicherung diese erbringt, entscheiden die Betroffenen selbst. Grundsätzlich besteht die Wahl zwischen Pflegegeld, Sachleistungen (professionellen Pflegedienstleistungen) oder einer Kombinationsleistung. Pflegende Angehörige können zudem Verhinderungs- und Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. Über die Pflegeversicherung sind sie sozial abgesichert.

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