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Eine ältere Frau und ein älterer Mann werden von einer Schwester beim Spaziergang im Park begleitet

Plötzliche Verwirrtheit, ein Delir?

Ein Delir

Vorübergehende Störungen des Bewusstseins und der Orientierung, die verschiedene Ursachen haben können, z. B. Flüssigkeitsmangel, Medikamentenunverträglichkeit, Entzündungen, Tumore, Blutungen oder Unterzuckerung.
Delir
bedeutet eine plötzliche, starke Verwirrtheit. Menschen mit Demenz haben ein besonders hohes Risiko, ein Delir

Vorübergehende Störungen des Bewusstseins und der Orientierung, die verschiedene Ursachen haben können, z. B. Flüssigkeitsmangel, Medikamentenunverträglichkeit, Entzündungen, Tumore, Blutungen oder Unterzuckerung.
Delir
zu bekommen, auch wenn grundsätzlich jeder davon betroffen sein kann. Weil ein akuter Verwirrtheitszustand weder im Alter noch im Rahmen einer Demenz normal ist, sollte dieser immer durch einen Arzt abgeklärt und entsprechend behandelt werden – auch weil Ursachen und Folgen lebensbedrohlich sein können.

Ein Delir...

  • tritt plötzlich auf
  • bewirkt ständig wechselnde Störungen
    - der Gedächtnisleistung (Kognition)
    - der Gefühls- und Gemütslage (Affektivität)
    - der Psychomo-
    torik und
    - der Bewusstseins-
    lage
  • ist in der Regel nur vorübergehend und verschwindet, sobald die Ursache behandelt ist
  • wird auch als „akutes hirnorganisches Psychosyndrom“
    (aHOPS), „Durchgangs-
    syndrom“ oder „acute
    brain failure“. bezeichnet

Fast die Hälfte aller Demenzpatienten, die ins Krankenhaus kommen, haben auch ein Delir

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Delir
. Bis zu 20 Prozent erleiden selbiges während des Aufenthaltes und etwa ein Viertel bis die Hälfte aller deliranten Patienten haben eine Demenz in der Vorgeschichte (Quelle: Cole et. al. 1996). Faktoren, die ein Delir

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begünstigen können, sind unter anderem mehr als drei neu verordnete Medikamente, Schmerzen, Operationen, Fieber, Mehrfacherkrankungen, eine Minderfunktionen der Organe, Fixierungen, Mangelernährung, Seh- und Hörbehinderungen, Reizüberflutung oder Reizarmut.

In Folge eines Delirs kann es zu gefährlichen Stürzen und anderen Komplikationen kommen, die in der Regel die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verlängern. Manchmal verschlechtern sich auch die geistigen Fähigkeiten. Es kann dann Monate dauern, bis der Zustand vor dem Delir

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Delir
wieder erreicht ist, in einigen Fällen wird sogar nie mehr das vorherige Leistungsniveau erreicht.

Ursachen eines Delirs sorgfältig abklären

Die Ursachen für ein Delir

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Delir
bei demenzkranken Menschen können vielfältig sein und sich sogar gegenseitig bedingen oder verstärken. Zur Abklärung sind körperliche, neurologische und auch psychiatrische Untersuchungen notwendig. Ebenfalls wichtig ist es, die aktuell verordneten Medikamente und die Laborwerte zu prüfen. Ob weiterführende Untersuchungen notwendig sind – zum Beispiel bildgebende Verfahren wie eine Computertomographie –, entscheidet dann ein Arzt.

Hyperaktives und hypoaktives Delir

Grundsätzlich unterscheidet man das sogenannte hypoaktive und das hyperaktive Delir

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. Beide Typen können sich im Verlauf mischen oder abwechseln. Beim hyperaktiven Delir

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Delir
sind die Betroffen sehr unruhig. Sie reagieren empfindlich auf Reize aus ihrer Umgebung, können verbal und körperlich aggressiv werden, fallen auf durch Zupfen an Kleidung, Gegenständen oder auch Mobiliar auf oder zeigen gar eine sogenannte Hinlauftendenz. Das hypoaktive Delir

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hingegen ist das „stille Delir“. Betroffene sind ausgesprochen passiv und sitzen oder liegen überwiegend. Die starke Verwirrtheit und Desorientierung fallen nur bei intensiverem Kontakt auf. Dies trägt dazu bei,  dass das Delir

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oft gar nicht als solches erkannt wird.

Unterscheidung zwischen Demenz und Delir

Der Symptomverlauf über den Tag ist bei einer Demenz stabil, bei einem Delir

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dagegen wechseln die Symptome im Laufe des Tages ständig. Sehr häufig drückt sich das Delir

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Delir
in einer Art „Gefühlssturm“ aus, den die Betroffenen nicht mehr selbst regulieren können und der sehr beunruhigend ist und Ängste auslöst. Daher ist das Vermitteln von Ruhe und Sicherheit sehr wichtig. Eine Tabelle, die die Unterschiede zwischen einer Demenz und einem Delir

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Delir
genau aufzeigt, finden Sie hier:

Erscheinungsbild Demenz Delir
Entwicklung Schleichend über Monate und Jahre akut, häufig nachts, in Stunden bis Tagen
Orientierungsfähigkeit Häufig eingeschränkt, zunächst v. a. zeitlich, dann auf Orientierungsqualitäten übergehend; v. a. zeitliche Desorientierung
Sprache Verarmung, zunehmende Wortfindungsstörungen, im späteren Stadium Einwortsätze bis hin zum Verstummen Häufig gesteigerter Redefluss (hyperaktives Delir) oder stark reduzierter Redefluss (stilles Delir), unzusammenhängend
Wahn / Halluzination / Illusion Eher selten Visuelle und auditive Formen häufig
Psychomotorik Meist unauffällig oder für die Person im üblichen Rahmen / anlassbezogen Ruhelos bis gehetzt wirkend oder antriebsarm / hypoaktiv
Körperliche Symptome Meist unauffällig Vegetative Symptome (Schweißneigung, Herzklopfen, Zittern etc.)
Bewusstsein Unauffällig Eingeschränkt / getrübt
Schlafstörungen Möglich Sehr häufig

Tipp

Kommt ein planbarer Krankenhausaufenthalt auf Ihren demenzkranken Angehörigen zu, dann fragen Sie in den örtlichen Krankenhäusern nach, wie diese mit Delirien bei an Demenz erkrankten Patienten umgehen.
Ebenso können Sie sich im Vorfeld erkundigen, ob eine gemeinsame Unterbringung (sogenanntes "Rooming-in“) mit einer Bezugsperson möglich ist. Für die Suche nach geeigneten Einrichtungen ist die Adressdatenbank des Wegweisers hilfreich.

Behandlung eines Delirs

Ist ein Delir

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Delir
offenbar, sind verschiedene Maßnahmen angezeigt, um es optimal zu behandeln. Es gilt:

  • die Ursachen des deliranten Zustandes zu beseitigen. Dazu gehört die Überprüfung der aktuell verordneten Medikamente, insbesondere wenn diese cerebral, das heißt im Gehirn, wirken.
  • Elektrolytstörungen auszugleichen und eine ausreichende Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen.
  • die Betroffenen engmaschig zu begleiten, damit sie nicht stürzen oder sich und Dritte anderweitig in Gefahr bringen.
  • Fixierungen und andere Zwangsmaßnahmen zu unterlassen. Der ohnehin aufgewühlte und aufgebrachte Betroffene wird dadurch im Regelfall nicht ruhiger.
  • möglichst auf Katheter und Infusionen zu verzichten, da diese meist nicht ohne Zwangsmaßnahmen durchgeführt werden können. Sollten sie dennoch unbedingt notwendig sein, ist wiederum eine engmaschige Betreuung notwendig.
  • Bewegung zuzulassen und zu fördern.
  • ärztliches und pflegerisches Handeln durch orientierende Maßnahmen zu begleiten –mit Hilfe von Angehörigen oder anderen Bezugspersonen des Erkrankten sowie dem Einsatz von Brillen und Hörgeräten.
  • Lärm und andere Reize auf ein Minimum zu reduzieren – zum Beispiel sollten sich nicht zwei delirante Menschen mit Demenz ein Zimmer teilen müssen.
  • im Kontakt mit den Betroffenen auf eine langsame, ruhige und klare Sprache zu achten, geduldig Dinge immer wieder zu erklären und ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Häufig wird bei Menschen mit Demenz nur auf störendes Verhalten reagiert. Die Zusammenhänge und Auslöser, die zu eben diesem Verhalten führen, werden dagegen oft nicht gesehen. Insbesondere bei sehr plötzlich auftretenden, starken Verhaltensänderungen sollten alle Beteiligten auch an ein mögliches Delir

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 denken und gemeinsam daran arbeiten, es möglichst schnell zurückzudrängen. Menschen mit Demenz haben in dieser Situation häufig Angst, die sich in vielfältiger Weise ausdrückt. Eine engmaschige Betreuungssituation mit möglichst gleichbleibenden Bezugspersonen kann wesentlich dazu beitragen, diese Angst zu mindern und die teilweise schweren Belastungen durch ein Delir

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abzuschwächen.

Vorbeugung deliranter Zustände

Demenzerkrankungen und delirante Zustände stehen in Beziehung. Aber nicht nur eine Demenz als solche, auch ein fortgeschrittenes Lebensalter, Multimorbidität, Immobilität und akute Ereignisse sind Faktoren, die das Risiko für ein Delir

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Delir
erhöhen. Bislang gibt es keine Strategien, um das Auftreten deliranter Zustände sicher zu verhindern. Aber der Verlauf lässt sich positiv beeinflussen, wenn Angehörige, Ärzte und Betreuer bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass demenzkranke Patienten beweglich bleiben, sich ausgewogen und ausreichend ernähren und genug trinken.

Als Angehöriger können Sie darauf achten, dass Brillen und Hörgeräte auch im Krankenhaus zur Verfügung stehen und benutzt werden. Eine (re-)orientierende, Sicherheit vermittelnde Sprache sowie eine angemessene Beleuchtung und Geräuschkulisse sind ebenfalls wichtig. Auch Maßnahmen, die einen normalen Schlaf- Wachrhythmus erhalten helfen, können vorbeugend wirken.

 

 

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