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Eine ältere Frau und ein älterer Mann werden von einer Schwester beim Spaziergang im Park begleitet

Gute Praxisbeispiele für Pflege und Therapie

Die nachfolgende Auswahl bestehender Projekte, Angebote und Initiativen kann exemplarisch nur einen kleinen Teil vielfältigster erfolgreicher Aktivitäten, Programme und Maßnahmen im Bereich Betreuung, Pflege und Therapie für Menschen mit Demenz benennen.

Netzwerke

Engmaschige Kooperationen z. B. zwischen Hausärzten, Pflegestützpunkten, Pflegeeinrichtungen, ambulanten Wohnformen und anderen Hilfs- und Betreuungsangeboten kennzeichnen ein gutes Netzwerk. Für „Frühe Information und Hilfe bei Demenz“ steht das Projekt FIDEM in Niedersachsen mit einem Netzwerk aus Arztpraxen und nichtärztlichen Unterstützungsangeboten wie Beratung, Selbsthilfe, niedrigschwelligen Betreuungsangeboten und Ergotherapie.

 

Andere Beispiele sind das "DemenzNetz“ der Städteregion Aachen, in Krefeld von den Alexianern oder auch Projekte der Zukunftswerkstatt Demenz.

 

Das Forschungsprojekts DemNet-D stellt wissenschaftlich fundierte Informationen zum Netzwerkaufbau, Netzwerkbetrieb und zur Netzwerkfinanzierung bereit. Die Internetseite versteht sich als Informations- und Wissenspool für Gründer und Betreiber von Netzwerken.

Mobile Angebote zur Unterstützung der Pflege zu Hause

Einige gerontopsychiatrische Fachambulanzen bieten Hausbesuche bei Patienten an, die infolge ihrer schweren körperlichen oder psychischen Erkrankung die Ambulanz nicht mehr selbstständig aufsuchen können. So können manchmal stationäre Krankenhauseinweisungen vermieden oder verkürzt werden, so zum Beispiel in Mainz.

Das Projekt „Für Sie ins Quartier“ bietet Betroffenen und Angehörigen sowie Begleitern von Menschen mit Demenz die Möglichkeit, ihre persönliche Situation mit qualifizierten Beratern und Beraterinnen ohne Zeitdruck und diskret zu besprechen. In einem speziellen Beratungsfahrzeug, das verschiedene Orte an zentralen Stellen aufsucht, werden kostenlose Beratungsgespräche und Betreuungsleistungen angeboten.

Ein besonderes Versorgungskonzept stellt die Delphi Studie des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen vor. In enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten besuchen speziell geschulte Studienschwestern Teilnehmer zu Hause und erfassen systematisch deren Situation und Bedürfnisse.

Digitale Angebote

Eine digitale Visite wird bei Vernetzung der Hausarztpraxis mit dem Pflegeheim im Pilotprojekt des Bethanien Sophienhaus möglich und kann zu einer besseren Versorgung von Pflegeheimbewohnern führen.

Eine erfolgreiche Unterstützung von demenzerkrankten Pflegeheimbewohnern durch Tablet-Computer konnte eine Pilotstudie der Charité mit dem Seniorenheim Domicil aufzeigen.

Tagesstätten und -kliniken mit aktivierender Teilhabe für Menschen mit beginnender Demenz

Die Mitarbeiter der Malteser Tagesstätten „MalTa“ sind geschult nach dem Silviahemmet Konzept.

Eine geriatrische Tagesklinik im Johanniter Krankenhaus in Bonn ist an eine klinische Station angebunden, hier kann weiterer Behandlungsbedarf abgeklärt werden.

Nachtcafés

Eine Möglichkeit zur Entlastung der Angehörigen bei einem veränderten Tag-Nacht-Rhythmus der Demenzerkrankten bieten zum Beispiel die Nachtcafés in Essingen, in Leipzig oder in Ostholstein.

Pflege- und Wohnkonzepte

Das Ausbildungskonzept der Stiftung Silviahemmet zur Betreuung und Begleitung demenziell erkrankter Menschen und Unterstützung ihrer Angehörigen möchte bei den Erkrankten noch vorhandene Ressourcen aktivieren und Angehörige und betreuendes Personal durch Aufzeigen eines offeneren Umgehens mit der Erkrankung unterstützen.

Das Konzept „Demian“ (Demenzkranke Menschen in individuell bedeutsamen Alltagssituationen) beschäftigt sich mit der emotionalen Förderung von Menschen mit Demenz über individuelle positiv bedeutsame Alltagssituationen.

Statt Pflegezimmer Appartements, die im stationären Bereich Privatsphäre mit eigenem Bad und Küche ermöglichen, gibt es im neuen KDA Quartiershaus Sulzbach.

Stationäre Hausgemeinschaften bietet die KDA Pflegeoase ASB Zwickau, PDF 316 KB.

Stationäre Pflegeeinrichtungen

Das Überleitungsmanagement nach einem Krankenhausaufenthalt ist Thema eines der Projekte von Qualitätsverbund Netzwerk im Alter Pankow e. V.

Pflegeoasen für schwerstpflegedürftige Menschen mit Demenz sind gekennzeichnet durch familiäre Kleingruppen und dauernde Mitarbeiterpräsenz, wie z. B. Pflegeoase im Seniorenzentrum Lindenhof.

Eine verbesserte Schmerzerkennung und Schmerztherapie kann herausforderndes Verhalten reduzieren, das zeigt ein Projekt der Robert Bosch Stiftung mit dem Malteser Krankenhaus in Bonn. Filme mit nachgespielten Mimik-Reaktionen zur Beurteilung von Schmerzen bei Demenzerkrankten sind im Internet auf der Seite Videos der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. unter Videos abrufbar.

Unterstützende Angebote in Pflege und Betreuung

Durch eine Kooperation von Kindertagesstätte und Seniorenwohnheim profitieren hochbetagte Menschen und Kinder durch ein Projekt in Arnsberg.

Über Musik kann man kommunizieren, auch wenn die Worte fehlen, beispielhafte Projekte sind „Klang und Leben“ und „Auf Flügeln der Musik“. Auch Tanzmusik spricht die Gefühle an und bietet eine hervorragende Kombination mit Bewegung, beispielhaft ist hier das Projekt der Lokalen Allianz “Wir tanzen wieder“: Eine lokale Allianz in Potsdam bietet besondere Konzerte an: Besuche im Museum aktivieren Menschen mit Demenz zum Beispiel mit der Lokalen Allianz „RuhrKunstMuseen sinnlich erleben“.

Über Tiere, insbesondere Hunde, können Menschen mit Demenz häufig wieder Kontakt zur Umwelt aufnehmen, zum Beispiel mit dem Hundebesuchsdienst „4 Pfoten für Sie“. Auch für gehörlose Menschen mit Demenz gibt es hierzu ein Modellprojekt von GIA (Gehörlose Menschen im Alter).

Clowns als Humorbotschafter erreichen auch an Demenz erkrankte Menschen.

Märchen können auch in fortgeschrittenen Stadien der Demenz den Alltag für die Betroffenen erleichtern belegt das Forschungsprojekt „Märchen und Demenz“.

Ergotherapie

Mit Hilfe der Ergotherapie können Alltagsfähigkeiten länger erhalten bleiben. Es gibt für die Behandlung dementiell Erkrankter spezialisierte Ergotherapeuten. Mehr über Ergotherapie und die WHEDA Studie, die die Wirksamkeit häuslicher Ergotherapie evaluiert, finden Sie hier: PDF, 484 KB

Migration, Demenz und Pflege

Kommunikationsschwierigkeiten der Betroffenen durch Sprachprobleme, kulturell bedingte mangelnde Akzeptanz außerfamiliärer Hilfsangebote und wenige spezialisierte Versorgungsangebote für dementiell Erkrankte mit Migrationshintergrund und ihre Angehörigen erfordern besondere Maßnahmen. Das Netzwerk „Kultursensible Pflege“ verwendet einen speziell angepassten Demenz-Koffer.

Das Projekt „Nasch Dom“ setzt sich für den Aufbau kultursensibler bedarfsgerechte Angebote und eine verbesserte Zugänglichkeit der Versorgungsstrukturen insbesondere für die russischsprachige Community ein.

In Nordrhein-Westfalen arbeitet seit 2007 das Demenzservicezentrum für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aktiv mit konkreten Angeboten, Beratung und Vernetzungsarbeit.

Das Pflegeheim Wohnprojekt „Veringeck“ in Hamburg hat sich auf Migranten und Migrantinnen aus dem türkischen Kulturkreis eingestellt.

Ziel des Projektes CarEMi war es, kultursensible und bedürfnisorientierte Pflege älterer türkischer Migrantinnen und Migranten im deutschen Gesundheitssystem zu verbessern. Es wurde eine praktische Handreichung mit Lösungsvorschlägen entwickelt.

Pflege bei Demenz und geistiger Behinderung

Menschen mit einer geistigen Behinderung können zusätzlich auch an einer Demenz erkranken. Die Symptome unterscheiden sich oft vom üblichen Bild einer dementiellen Erkrankung aufgrund der Vorschädigung des Gehirns. Bereits seit Mitte der achtziger Jahre leben im Selbecker Dorf in Mühlheim/Ruhr in einem integrativen Wohnprojekt Menschen mit und ohne Behinderung, Junge und Alte zusammen.

Auch in betreuten Werkstätten und ihren Wohneinrichtungen fallen Änderungen des Verhaltens von Menschen mit geistiger Behinderung auf, die eine Demenz entwickeln. Im Praxisprojekt „Demenz bei geistiger Behinderung“ wurden Personal und Bewohner gezielt zu demenzbezogenen Themen geschult, was zu einer deutlichen Konfliktreduzierung führte.

Für Mitarbeitende in der Behinderten- und Altenhilfe wurde von der Arbeitsgruppe „Demenz und Behinderung“ der Landesinitiative Demenz-Service NRW eine Handreichung entwickelt.

Die Bundesregierung hat zwei Broschüren herausgebracht, die sich an Menschen mit Lernschwierigkeiten richten und in leichter Sprache Wissen über Demenz vermitteln und konkrete Hilfestellungen anbieten.

Hat Mama Demenz?

Was ist eine Demenz?

Pflege und Zahnpflege

Zahnbehandlungen stellen bei fortgeschrittener Erkrankung große Herausforderung dar. Umso wichtiger sind zur Vorbeugung die tägliche Zahnpflege und die Fortführung regelmäßiger zahnärztlicher Kontrollen. Tipps für Zahnpflege bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung, die zum Teil auch für Menschen mit Demenz anwendbar sind, gibt es hier:

Filme über praktisches Vorgehen bei der Zahnpflege können Sie hier und hier abrufen.

Hospiz und Palliativversorgung

Aktuelle Adressen zu bundesweiten Angeboten und Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung bietet die Datenbank "Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland".

Im Rahmen eines von der Bundesregierung unterstützten Forschungsprojekts wurde eine Arbeitshilfe zur Verbesserung der palliativen Versorgungssituation, PDF 116 KB in der stationären Altenhilfe entwickelt.

Datenbank für Projekte

Das Zentrum für Qualität in der Pflege bietet mit seinem Internetdienst eine Plattform, um neue Pflege-Projekte darzustellen und von diesen zu lernen.

Wissenschaftliche Informationen verständlich aufbereitet bietet das Projekt „EinBlickDemenz“.

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