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Eine ältere Frau und ein älterer Mann werden von einer Schwester beim Spaziergang im Park begleitet

Sozialarbeit und soziale Arbeit

Soziale Arbeit für und mit Menschen mit Demenz wird professionell von Sozialarbeitern, Sozialpädagogen, Fall- oder Case-Managern geleistet, beteiligt sind weitere Berufsgruppen, aber auch Ehrenamtliche. Im Vordergrund steht der fachliche und gesetzliche Auftrag zur Teilhabe und zur Inklusion. Ihre Beiträge im Versorgungssystem werden u. a. durch folgende Fragestellungen deutlich:

  • Welche Unterstützung braucht ein Mensch mit Demenz, damit er seine Rechte und Pflichten wahrnehmen kann? Wie gelingt rechtlichen Betreuern der Spagat zwischen dem Erhalt der persönlichen Selbstbestimmung und der Kompensation und Verantwortbarkeit der Risiken?
  • Wie wird der Mensch mit Demenz im Dschungel der Hilfesysteme begleitet?
  • Wie gelingt es in Beratungsstellen, Servicezentren, Leitstellen, im Krankenhaussozialdienst, im Fallmanagement der Pflegeberatung und in Hilfeplankonferenzen so zu beraten, dass die Person und ihre pflegenden Angehörigen die richtige Entscheidung treffen können? Wie finden Sie das passende und geeignete Angebot, damit die Erfolge des Krankenhauses oder der Rehabilitation

    Dient dazu, den Gesundheitszustand mithilfe von Physio- und Ergotherapie und klinischer Psychologie zu erhalten oder verbessern. Die Rehabilitation kann ambulant oder stationär erfolgen.
    Rehabilitation
    weitergeführt werden?
  • Wie müssen Angehörige, Familien und Nachbarn beraten und begleitet werden, damit sie den Menschen mit Demenz pflegen können, aber auch erkennen, wann Grenzen erreicht sind und sie die notwendige Hilfe annehmen?
  • Wie kann bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt gefördert und unterstützt werden, damit unsere Gesellschaft Verantwortung übernimmt und Menschen mit Demenz in Würde alt werden können?
  • Wie müssen Hilfesysteme entwickelt und koordiniert werden? Wie gelingt es, dass aus „Schnittstellen“ Netzwerke mit „Nahtstellen für sanfte Übergänge“ und Versorgungskontinuität werden?
  • Welche Impulse brauchen Sozialräume, Gemeinwesen oder „Quartiere“, damit sie Allianzen für Menschen mit Demenz bilden, Toleranz, Akzeptanz und Freiräume schaffen und sich an dem Ideal einer demenzfreundlichen Kommune orientieren?
  • Wie werden Menschen mit Demenz im Heim, in der Kurzzeit- oder Tagespflege integriert? Welche Erfahrungen gibt es dabei in der Leitung, in der Alltagsbegleitung, in Betreuungsgruppen, in sozialer Betreuung nach §87b und den vielfältigen kreativen Angeboten?
  • Wie können neue Wohn- und Versorgungsformen wie selbst organisierte ambulante betreute Wohngemeinschaften unter Beteiligung von An- und Zugehörigen initiiert, begleitet und unterstützt werden?
  • Wie gelingt es, all diese Blickwinkel zu berücksichtigen? Wie bleibt die an Demenz erkrankte Personals Individuum selbstbestimmter Teil unserer Gesellschaft, in ihrem Dilemma zwischen Autonomie und Abhängigkeit, mit ihren verbliebenen Fähigkeiten und ihren Kompensationsstrategien, in ihrer Lebenswelt und ihren sozialen und familiären Kontexten, in einem Netzwerk aus Leistungsträgern und Institutionen?


Alltagssprachlich wird eine Rolle des Sozialarbeiters „Kümmerer“ genannt: Je stärker die Demenz, umso wertvoller ist es, wenn es Menschen gibt, die sich um alles kümmern, was die Person mit ihrer Demenz nicht mehr kann – immer unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“, denn mehr ist Diebstahl an der verbliebenen Kompetenz.

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