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Bei einem Menschen wird eine Kernspintomographie durchgeführt. Eine Ärztin und ein Arzt sitzen am Schreibtisch und überprüfen die Aufnahmen des Gehirns

Besonderheiten der Lewy-Körperchen-Demenz

Die Symptome der Lewy-Körperchen-Demenz ähneln denen der Alzheimer-Krankheit. Einige davon treten aber früher und heftiger auf. Typisch ist etwa, dass die Betroffenen halluzinieren: Sie sehen Dinge, die nicht da sind. Da die Lewy-Körperchen-Demenz in der Regel mit Parkinson-Symptomen

Muskelstarre, Bewegungslosigkeit, Muskelzittern und instabile Körperhaltung sind die typischen Parkinson-Symptome. Eine reduzierte Mimik, Blasenfunktionsstörungen, Depression und Demenz können bei der Parkinsonerkrankung dazukommen.
Parkinson-Symptomen
einhergeht, schwanken und stürzen die Betroffenen häufig. Anders als bei Alzheimer-Patientinnen und Patienten bleibt das Gedächtnis aber länger erhalten.

Ein weiteres Kennzeichen der Lewy-Körperchen-Demenz besteht darin, dass die geistige und körperliche Verfassung der Patienten mitunter stark schwankt. Mal wirken sie hellwach und unternehmungslustig, dann wieder in sich gekehrt, verwirrt und orientierungslos.

Lewy-Körperchen-Demenz

Die Lewy-Körperchen-Demenz ähnelt der Alzheimer-Krankheit und hat auch ähnliche Ursachen: In den Nervenzellen des Gehirns lagern sich Eiweißreste ab, die nicht richtig abgebaut werden. Diese Einschlüsse sind viel seltener als die Plaques, die bei Alzheimer auftreten. Sie lösen häufig schon im frühen Stadium Sinnestäuschungen aus. Heilbar ist die Krankheit nicht.

Die Lewy-Körperchen-Demenz ist nach Friedrich H. Lewy benannt. Der Pathologe und Mitarbeiter von Alois Alzheimer entdeckte im Gehirn von Demenzkranken Partikel, die heute Lewy-Körperchen heißen. Diese Einschlüsse in den Nervenzellen der Großhirnrinde

2-5 mm dicke äußere Schicht des Großhirns aus Nervenzellen. Sie lässt sich in fünf Lappen mit unterschiedliche Funktionen unterteilen: den Stirn-, den Scheitel-, den Schläfen-, den Hinterhaupts- und den Insellappen.
Großhirnrinde
und im Hirnstamm

Bildet den Übergang vom Gehirn zum Rückenmark. Durch ihn verlaufen wichtige Nervenbahnen. Außerdem ist er der Sitz lebenswichtiger Zentren, die die Atmung, den Kreislauf und die Motorik steuern.
Hirnstamm
behindern die Kommunikation der Zellen untereinander.

Weitere Informationen

Informationen über die Lewy-Körperchen-Demenz hat die Alzheimer-Gesellschaft Berlin e. V. im Dezember 2007 in Ihrer Vereins-
zeitschrift „Mitteilungen“ zusammengefasst. Bestellen können Sie die Ausgabe "Lewy-Körper-Demenz" für 2 Euro plus 1,45 Porto per Telefon unter 030 89094357 oder per E-Mail

Diagnose und Therapie

Die Lewy-Körperchen lassen sich erst nach dem Tod eines erkrankten Menschen durch mikroskopische Untersuchungen nachweisen. Haus- und Fachärztinnen und -ärzte stellen die Diagnose also, indem sie die typischen Symptome zusammentragen und andere Formen der Demenz ausschließen.

Heilbar ist die Lewy-Körperchen-Demenz derzeit noch nicht. Bei der Behandlung benötigen die Ärztinnen und Ärzte Fingerspitzengefühl. Die Patienten reagieren auf bestimmte Medikamente empfindlich. Neuroleptika

Medikamente, die Unruhe und Wahnsymptome lindern können. Wegen zahlreicher Nebenwirkungen sollen sie nur sehr gezielt und zeitbegrenzt eingesetzt werden.
Neuroleptika
beispielsweise können die Parkinson-Symptome akut verstärken, unter denen die Betroffenen leiden. Eventuell verschreibt die Ärztin oder der Arzt Antidementiva

Medikamente gegen die Symptome der Demenz. Sie können die geistige Leistungsfähigkeit Betroffener erhalten, wirken in der Regel aber nur zeitbegrenzt.
Antidementiva
, also Medikamente, die den Verlauf von Demenzen verzögern. Wie bei allen anderen Demenzen auch, sollte die Therapie auch nicht medikamentöse Maßnahmen umfassen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Lewy-Körperchen-Demenz ähnelt der Alzheimer-Krankheit, es gibt aber Unterschiede:
    – Sinnestäuschungen treten häufiger und früher auf.
    – Das Gedächtnis bleibt länger erhalten.
    – Die körperliche und geistige Verfassung der Patienten schwankt.
  • Bei der Lewy-Körperchen-Demenz ist die nicht medikamentöse Behandlung besonders wichtig, weil manche Medikamente schlecht vertragen werden.

Weitere Informationen

Wenn Sie unseren Expertinnen und Experten eine Frage zum Thema stellen wollen, können Sie dies in unserem Ratgeberforum Prävention, Diagnose,Therapie tun.

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